Abaí
Dieser Artikel befaßt sich mit em Blauen Nil, amharisch ዓባይ; Transskription Abay oder Abbai. für das äthiopische Fahrzeug siehe ABAY.

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Blauer Nil
Verlauf des Blauen Nils

Verlauf des Blauen Nils

Daten
Lage im Osten Sudans und im Hochland von Äthiopien
Länge 1.783 kmdep1
Quelle Tanasee
11° 37′ 14″ N, 37° 24′ 30″ O11.62055555555637.4083333333331830
Quellhöhe 1.830 m ü. NN
Mündung beim Zusammenfluss mit dem Weißem Nil in den Nil15.62361111111132.5019444444447Koordinaten: 15° 37′ 25″ N, 32° 30′ 7″ O
15° 37′ 25″ N, 32° 30′ 7″ O15.62361111111132.5019444444447
Abfluss über Nil
Rechte Nebenflüsse Dinder
Durchflossene Seen Tanasee
Großstädte Ad-Damazin, al-Chartum Bahri, Khartum, Sannar, Wad Madani

Der Blaue Nil (arabischالنيل الأزرق‎, DMG al-baḥru l-ʾazraq, Alternativschreibung al-Bahr al-Aschraq, amharisch ዓባይ Abbai) ist ein Nebenfluss des Nils in Sudan und in Äthiopien.

Der Wasserfall "Tisisat" (Rauchendes Wasser) des Blauen Nils in der Nähe von Bahar Dar

Er wird etwa seit 1893 nicht mehr als Quellfluss, sondern als der Haupt-Nebenfluss des Nils betrachtet.

Der Blaue Nil entspringt als Abbai in 1.830 m Höhe im äthiopischen Hochland 17 km nördlich der Stadt Gonder und fließt anschließend in den Tanasee. Er ist 1.783 km lang (also 463 km länger als der Rhein) und mündet bei Khartum und Omdurman beim Zusammenfluss mit dem Weißen Nil in den Nil.

Der blaue Nil verdankt seinen Namen seiner dunklen erdigen Farbe. Da er aus der gebirgigen Gegend Äthiopiens stammt, schwemmt er auf seinem Weg talwärts den fruchtbaren Boden weg und verfärbt sich dabei.

Für die Wüstenlandschaft Ägyptens war früher nicht nur das Wasser des Nils, sondern auch der Nilschlamm - fruchtbarer Boden aus dem äthiopischen Hochland - überlebenswichtig. Seit dem Bau des Assuan-Staudamms lagert sich der fruchtbare Schlamm allerdings auf dem Boden des Stausees ab, statt in die ehemaligen Überschwemmungsgebiete zu gelangen.

Ein Vertrag zwischen Großbritannien und Ägypten aus dem Jahr 1929 (Kolonialzeit-Vertrag) und ein bilaterales Abkommen zwischen Ägypten und Sudan von 1959 über die wirtschaftliche Nutzung des Nils verbieten allen anderen Anrainern die Beeinflussung der Wassermenge des Nils. Ägypten verstieg sich 2004 sogar zu der Drohung, es werde jedes nicht mit ihm abgesprochene Nilwasserprojekt als Kriegserklärung werten. So besteht für Äthiopien derzeit die paradoxe Situation, dass aus dem Land zwar mehr als 80 % des Nilwassers für Ägypten kommen, der eigentlich wasserreiche Staat selbst aber auf eine umfangreiche Nutzung des Nils zu Bewässerungszwecken verzichten muss. Äthiopien versucht auf diplomatischem Wege, seinen Wasserbedarf geltend zu machen und innerhalb der Mechanismen der 1998 gegründeten Nile Basin Initiative (kurz NBI) kooperative Lösungen mit Ägypten zu erzielen. Derzeit nutzt Äthiopien nur ca. 1 % des Nilwassers. Aufgrund der Vertragslage ist es dem Land kaum möglich, Geldgeber für Staudamm- und Kraftwerksprojekte zu finden.

Siehe auch


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