.ausgestrahlt
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Zweck: Anti-Atomkraft-Bewegung Unterstützung erneuerbarer Energie
Vorsitz: Matthias Weyland, Jutta Freybe
Gründungsdatum: 2008
Sitz: Hamburg
Website: www.ausgestrahlt.de

Die Organisation .ausgestrahlt ist ein bundesweit tätiger gemeinnütziger Verein mit Sitz in Hamburg. Er ist an der Organisation von Aktionen der Anti-Atomkraft-Bewegung in Deutschland beteiligt, einschließlich bundesweiter Großdemonstrationen und Menschenketten.

Inhaltsverzeichnis

Ziele und Bedeutung

Ziel des Vereins ist die Beendigung der Nutzung der Atomenergie. Insbesondere wendet er sich gegen die Laufzeitverlängerung deutscher Kernkraftwerke. Ein strategisches Ziel des Vereins ist es, eine breite gesellschaftliche Mehrheit für den Ausstieg aus der Atomkraft zu gewinnen.[1] Der Verein verfügt über keine eigenen Lokalgruppen, nimmt aber innerhalb der Anti-Atomkraft-Bewegung eine bedeutende koordinierende Rolle ein und weist eine hohe Medienpräsenz auf. Pressesprecher ist Jochen Stay, der zuvor als Sprecher des Bündnisses "X-tausendmal quer" agierte[2].

Finanzierung

Der Verein finanziert sich durch Spenden. 2009 förderte die Bewegungsstiftung den Verein mit 13.000 Euro[3].

Aktivitäten

Seit Beginn der Diskussion um die Laufzeitverlängerung war .ausgestrahlt Veranstalter, Koordinator und Organisator zahlreicher bundesweiter Protestaktionen, einschließlich Großdemonstrationen und Menschenketten, darunter

  • .ausgestrahlt war Mitveranstalter einer Großdemonstration am 5. September 2009 in Berlin unter dem Motto Mal richtig abschalten - Atomkraft? Nein danke!. Die Demonstration sollte im Vorfeld der Bundestagswahl 2009 für einen vollständigen Atomausstieg werben und war mit geschätzten 50.000 Demonstranten eine der teilnehmerstärksten Anti-Atomkraft-Demonstrationen.[4] .ausgestrahlt hatte zuvor unter anderem mit Großflächenplakaten für die Demonstration bundesweit geworben.
  • Am 27. September 2009, dem Tag der Bundestagswahl startete .ausgestrahlt zusammen mit Campact eine Unterschriftensammlung gegen die Rücknahme des Atomausstiegs, der binnen weniger Wochen über 100.000 Unterschriften erreichte.
  • Zum Auftakt der Koalitionsverhandlungen von CDU/CSU und FDP nach der Bundestagswahl 2009 organisierte .ausgestrahlt gemeinsam mit Campact und dem BUND in Berlin und in weiteren Orten ein „Warmlaufen für den Widerstand“ als Protest gegen die mögliche Abkehr der neuen Regierung vom Ausstieg aus der Kernenergie.[5] Es folgte eine von der Organisation .ausgestrahlt organisierte „Belagerung“ der Koalitionsverhandlungen.[6]
  • In der Adventszeit 2009 rief der Verein bundesweit zu Flashmobs gegen Atomenergie auf.[7]
  • Am 24. April 2010 veranstaltete .ausgestrahlt zusammen mit vielen weiteren Gruppierungen eine 120 km lange Aktions- und Menschenkette gegen Atomkraft unter dem Motto KETTENreAKTION! - Atomkraft abschalten! zwischen den Atomkraftwerken Krümmel und Brunsbüttel.[8] Über 120.000 Menschen nahmen teil, damit übertraf die Aktion die Großdemonstration vom 5. September 2009. Zwei Tage vor dem 24. Jahrestag des Reaktorunglücks von Tschernobyl sollte die Aktion ein Zeichen gegen die Atompolitik der schwarz-gelben Bundesregierung setzen.[9] Gleichzeitig fanden eine Umzingelung des AKW Biblis in Süddeutschland mit ca. 8.000 Menschen sowie eine Demonstration in Ahaus statt.
  • Am 18. September 2010 veranstaltete .ausgestrahlt zusammen mit weiteren Partnern eine Großdemonstration unter dem Motto Atomkraft - Schluss jetzt! an welcher über 100.000 Menschen teilnahmen.[10][11] Die Demonstration sollte den Widerstand in der Bevölkerung gegen die Pläne zur Laufzeitverlängerung von Kernkraftwerken der schwarz-gelben Bundesregierung verdeutlichen.
  • .ausgestrahlt war Mitveranstalter des Anti-Atom-Protestes am 6. November 2010, woran sich mehr als 50.000 Menschen beteiligten.[12]
  • Eine 45 Kilometer lange Menschenkette zwischen dem AKW Neckarwestheim und der Landeshauptstadt Stuttgart wurde am 12. März gebildet.[13]
  • Am 26. März 2011 veranstaltete .ausgestrahlt zusammen mit weiteren Partnern vier Großdemonstrationen in Berlin, Hamburg, Köln und München unter dem Motto Fukushima mahnt: Alle AKWs abschalten! an denen nach Schätzungen insgesamt über 250.000 Menschen teilnahmen, davon etwa 100.000 in Berlin.[14][15]
  • Den 25. Jahrestag der Atomkatastrophe von Tschernobyl nahmen .ausgestrahlt und andere Organisationen zum Anlass, Demonstrationen an zwölf Atom-Standorten und zwei grenzüberschreitende Aktionen durchzuführen, an denen laut .ausgestrahlt 144.500 Menschen teilnahmen.[16]

Am 30. Mai 2011 kritisierte .ausgestrahlt den von der schwarz-gelben Koalition avisierten Ausstiegsbeschluss.[17]

Einzelnachweise

  1. http://www.ausgestrahlt.de/ueber-uns.html
  2. http://www.zeit.de/wirtschaft/2010-11/portrait-stay
  3. Die Bewegungsstiftung unterstützt ».ausgestrahlt« mit einem Zuschuss von 13.000 Euro, bewegungsstiftung.de
  4. "Es geht wieder los", Artikel aus der taz vom 7. September 2009
  5. Wir-Klimaretter.de: "Laufen gegen Atomkraft" Artikel vom 5. Oktober 2009
  6. Die Zeit: "Krawall war gestern" Artikel vom 24. Oktober 2009
  7. Hessischer Rundfunk: "Flashmobs auf Weihnachtsmärkten" Artikel vom 4. Dezember 2009
  8. Offizielle Internetpräsenz der Aktion
  9. Die Zeit: "Kettenreaktion gegen Atomkraft" Artikel vom 24. April 2010
  10. Offizielle Internetpräsenz der Demonstration
  11. Die Zeit: "Zehntausende protestierten gegen Atomkraft" Artikel vom 18. September 2010
  12. .ausgestrahlt: Presseerklärung vom 6. November 2010
  13. .ausgestrahlt: Informationen zur Menschenkette
  14. "Internetseite der Veranstalter"
  15. Berliner Morgenpost: "100.000 Menschen bei Berliner Anti-Atom-Demo" Artikel vom 26. März 2011
  16. .ausgestrahlt"144.500 Menschen bei Anti-Atom-Protesten" Presseerklärung vom 25. April 2011
  17. sueddeutsche.de: "Die Hintertürchen sind riesige Tore für die Atomkonzerne"

Weblinks


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