Adolfsburg (Treffurt)
Adolfsburg
Ansicht von Süden (Heldrastein)

Ansicht von Süden (Heldrastein)

Höhe 378,7 m ü. NN
Lage Thüringen, Deutschland
Gebirge Falkener Platte (orographisch) bzw. Wanfrieder Werrahöhen (naturräumlich); Ringgau–Hainich–Obereichsfeld–Dün–Hainleite
Geographische Lage 51° 8′ 33″ N, 10° 13′ 33″ O51.1425510.22591378.7Koordinaten: 51° 8′ 33″ N, 10° 13′ 33″ O
Adolfsburg (Treffurt) (Thüringen)
Adolfsburg (Treffurt)
Gestein Muschelkalk

Die Adolfsburg ist ein auf der West- und Nordseite bewaldeter Berg an der Nahtstelle der Falkener Platte zu den Wanfrieder Werrahöhen, nah der Grenze Thüringens zu Hessen. Er liegt auf dem Gebiet der Stadt Treffurt im nordwestlichen Teil des Wartburgkreises. Die steil zum Werratal abfallende Südseite zeigt großflächige Felspartien.

Der Berg Adolfsburg ist nach einer dort von Truppen des deutschen Königs Adolf von Nassau errichteten hölzernen Belagerungsburg benannt. Der Berg besteht aus Muschelkalk, er hat eine Gipfelhöhe von 378,7 m ü. HN und zählt zum Naturpark Eichsfeld-Hainich-Werratal. Ein westlicher Ausläufer ist der Töpferberg. Im Osten befindet sich auf einem Sporn in Mittelhanglage die Burg Normannstein, sie war einst das Angriffsziel der Belagerung.[1] Unterhalb der Burg Normannstein tritt die Normannsteinquelle als stark schüttender Spring zu Tage.

Über den Berg verläuft eine mittelalterliche Handelsstraße als Kammweg, die sich am „Steinernen Mann“ (alte Grenz- und Wegemarkierung) teilt. Der östliche Zweig führt in Richtung Grenzhaus Heyerode, die Vogtei Dorla und in die benachbarte Reichsstadt Mühlhausen. Der nach Norden abzweigende Weg verkürzte den Weg zum Treffurter Stadtwald, zum Gut Karnberg und zu den Nachbarorten im Südeichsfeld.

Auf dem Berggipfel befindet sich eine Schutzhütte mit einem Aussichtspunkt über das Stadtgebiet Treffurts und das hessisch-thüringische Grenzgebiet am Heldrastein. Der Wanderweg zum Gipfel führt durch eine hundertjährige Kirschplantage der Treffurter Bürger. Die knorrigen Bäume tragen kaum noch Früchte, werden aber als Landschaftselemente bewahrt, ein Neuaufbau der Plantage rentiert sich nicht mehr.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Thüringer Landesvermessungsamt (Hrsg.): Amtliche topographische Karten Thüringen 1:10.000. Eichsfeldkreis, LK Nordhausen, Kyffhäuserkreis, Unstrut-Hainich-Kreis. In: CD-ROM Reihe Top10. CD 1, Erfurt 1999.

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