al-Haram-Moschee (Mekka)
Die Moschee

al-Haram-Moschee, die heilige Moschee oder geweihte Moschee (arabisch ‏المسجد الحرام‎ al-masdschid al-haram, DMG al-masǧid al-ḥarām) in Mekka (Saudi-Arabien) ist die wichtigste Moschee des Islam – und zugleich die größte der Welt. Gemeinsam mit der Prophetenmoschee in Medina und der al-Aqsa-Moschee in Jerusalem bildet die Heilige Moschee in Mekka die drei heiligsten Stätten des Islam.

Inhaltsverzeichnis

Das Bauwerk

Die Heilige Moschee beherbergt in ihrem Inneren das Zentralheiligtum des Islam, die Kaaba. Das ist der Ort, dem sich Muslime in aller Welt beim täglichen Gemeinschaftsgebet zuneigen. Das aktuelle Bauwerk stammt im Ursprung aus dem 16. Jahrhundert, hat neun Minarette und erstreckt sich über eine Fläche von 356.800 m² – die inneren und äußeren Gebetsflächen einschließend. Es kann bis zu 820.000 Gläubige während des Hajj aufnehmen. Das ist eine der größten jährlichen Zusammenkünfte von Menschen in der Welt. Seit einigen Jahren wird die Moschee erweitert. Nach der Fertigstellung soll sie 456.000 m² groß sein und Platz für 1.200.000 Gläubige bieten. Weiters soll sich die Zahl der Minarette auf 11 erhöhen. Die Kosten für das Projekt belaufen sich auf 80 Milliarden Saudi-Rial.

Geschichte

Zum ursprünglichen Heiligtum in Mekka gehörten schon in vorislamischer Zeit die Kaaba, der Brunnen Zamzam und Maqam Ibrahim. Im Jahre 8 der islamischen Zeitrechnung (630 n. Chr.) errichtete Mohammed hier eine Moschee. Bald wurde der Raum jedoch zu klein, und unter Kalif Umar und Kalif Uthman wurden die benachbarten Häuser abgerissen und eine Mauer errichtet. Abdallah ibn az-Zubair ließ über der Mauer ein einfaches Dach errichten, und unter den Umayyaden und den Abbasiden wurden weitere Vergrößerungen und Verschönerungen angebracht. Ihre endgültige Form erhielt die Moschee von 1572 bis 1577 unter Sultan Selim II., der unter anderem das Flachdach durch eine große Anzahl kleiner konischer, weiß gestrichener Kuppeln ersetzen ließ. Im Jahr 1979 wurde die Moschee von islamistischen Terroristen besetzt, wobei mehrere hundert Menschen ums Leben kamen.

Siehe auch

Literatur

Weblinks

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