Alfred Krause (General)

Alfred Krause (* 28. April 1930 in Dresden; † 19. November 2001) war Generalleutnant der Nationalen Volksarmee (NVA) der Deutschen Demokratischen Republik.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Der Sohn eines Packers und Kraftfahrers absolvierte nach der Volksschule von 1944 bis 1947 eine Ausbildung zum Verwaltungsangestellten in Dresden und war anschließend ein Jahr in diesem Beruf tätig. Bereits 1946 trat er der SED bei.

Am 13. September 1948 trat er in die Deutsche Volkspolizei ein und war danach bis 1950 Polizist in Dresden. Zugleich war er Offiziersanwärter an der Volkspolizeischule Torgau. Anschließend wurde er Stellvertretender Kommandeur für Politische Arbeit an der Politschule Torgau-Treptow und danach von 1953 bis 1957 Leiter der Kaderabteilung der Politschule. Von 1957 bis 1962 war er Offiziershörer an der Hochschule für Offiziere der NVA, ab 1959 MilitärakademieFriedrich Engels“ in Dresden und schloss diese als Diplom-Militärwissenschaftler ab.

Nach einer Verwendung als Stellvertretender Kommandeur für Politische Arbeit des Mot.-Schützen-Regiments 7 „Max Roscher“ in Marienberg von 1962 bis 1964 war er bis 1970 Kommandeur dieser Einheit. Danach studierte er von 1970 bis 1972 an der Generalstabsakademie der UdSSR. Nach seiner Rückkehr wurde er Stellvertretender Kommandeur für Ausbildung der 11. Mot. Schützendivision in Halle (Saale) und war vom 1. November 1974 bis zum 31. August 1977 selbst Kommandeur dieser Einheit im Rang eines Oberst. Danach wurde er zum Stellvertretenden Chef und Chef des Stabes des Militärbezirks III in Leipzig ernannt und am 7. Oktober 1977 zum Generalmajor befördert.

1980 wurde er zum Chef der Verwaltung Inspektion im Ministerium für Nationale Verteidigung (MfNV) berufen und danach 1982 zum Chef der Verwaltung Aufklärung im MfNV und damit des Militärischen Nachrichtendienstes ernannt. Als solcher erfolgte am 1. März 1986 seine Beförderung zum Generalleutnant. Nach dem Mauerfall wurde er 1989 von dieser Aufgabe entbunden, war allerdings zuletzt noch einige Zeit Chef des Informationszentrums des Ministeriums für Nationale Verteidigung bzw. des Ministeriums für Abrüstung und Verteidigung (MfAV). Mit der Verwaltung Aufklärung unterhielt die Nationale Volksarmee der DDR 37 Jahre lang eine eigene Spionageorganisation, die sich nach der Wende unter Krause in aller Stille aufgelöst hat.[1] Unmittelbar vor der Wiedervereinigung Deutschlands erfolgte am 30. September 1990 seine Entlassung.

Im Laufe seiner militärischen Laufbahn wurde er mit dem Vaterländischen Verdienstorden in Silber und dem Kampforden „Für Verdienste um Volk und Vaterland“ in Gold ausgezeichnet.

Quelle

  • Klaus Froh, Rüdiger Wenzke: Die Generale und Admirale der NVA. Ein biographisches Handbuch. 4. Auflage. Ch. Links, Berlin 2000, ISBN 3-86153-209-3
  • GESTORBEN. In: Der Spiegel. Nr. 48, 2001 (online).

Literatur

  • Bodo Wegmann: Die Militäraufklärung der NVA. Die zentrale Organisation der militärischen Aufklärung der Streitkräfte der Deutschen Demokratischen Republik. 2. Auflage. Köster, Berlin 2006, ISBN 3-89574-580-4

Einzelnachweise

  1. Start in ein besseres Leben. In: Der Spiegel. Nr. 33, 1992 (online).

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