Alonso Rodriguez (Maler)

Alonso Rodriguez, oder Rodriques (* 1578 in Messina; † 22. April 1648 ebenda) war ein italienischer Maler des Barock auf Sizilien.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Alonsos Vater Diego Rodriguez diente als Beamter in der Spanischen Garnison. Seine künstlerische Ausbildung erhielt er in der Werkstatt der Brüder Francesco (geb. um 1568) und Giovanni Simone Comandè (1580-1634) in Messina. Sein erstes in Messina nachgewiesenes Werk ist „David mit dem Haupt des Goliath“, das für den Ratssaal der Universität bestimmt war. Vom Senat in Messina wird er nach Venedig geschickt und nimmt schließlich seinen Wohnsitz in Rom. Dort ist er 1606 im Zusammenhang mit einem Rechtsstreit vor Gericht aktenkundig. Noch vor 1614 war er zurück in Messina, wo er für zahlreiche private und kirchliche Auftraggeber arbeitete. Alonso Rodriguez ist ein führender Vertreter des Caravaggismus auf Sizilien.

Die meisten seiner Werke gingen bei dem Erdbeben von Messina 1908 verloren.

Sein jüngerer Bruder war der Maler Luigi Rodriguez, der Sohn Bernardino Rodriguez (gest. 1667) wurde ebenfalls Maler in Messina. Als einer seiner Schüler ist Frate Umile da Messina nachgewiesen.

Werke

  • Chiesa di San Pietro (Tusa) „Schlüsselübergabe an Petrus“
  • Santa Caterina (Tusa): Kreuzabnahme
  • Museo Regionale di Messina: “Der ungläubige Thomas”, “Begegnung von Paulus und Petrus”sowie „Das Emmausmahl“
  • Chiesa del Convento dei Cappuccini
  • Museo Madralisca (Cefalù): „Der ungläubige Thomas“

Literatur

  • Jakob Philipp Hackert: Memorie De' Pittori Messinesi E Degli Esteri che in Messina fiorirono dal secolo XII. fino al secolo XIX. - Messina: Papparlando 1821. [1] Bl., XXXVI, 240, V, [1] S., [27] Bl. : 27 Portr. (Kupferst.). Messina 1821
  • Giuseppe Grosso-Cacopardo, Memorie de' pittori messinesi e degli esteri che in Messina fiorirono dal sec. XII sino al sec. XIX. Tipografia Pappalardo. Messina, 1821.
  • Alonso Rodriguez (Maler). In: Ulrich Thieme, Felix Becker u. a.: Allgemeines Lexikon der Bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart. Band 28, E. A. Seemann, Leipzig 1934, S. 467

Weblinks


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