Ascherode (Schwalmstadt)
Ascherode
Koordinaten: 50° 54′ N, 9° 13′ O50.9049819.213495220Koordinaten: 50° 54′ 18″ N, 9° 12′ 49″ O
Höhe: 220 m ü. NN
Fläche: 6,35 km²
Einwohner: 251 (1. März 2010)
Eingemeindung: 1972
Postleitzahl: 34613
Vorwahl: 06691

Ascherode ist ein Stadtteil von Schwalmstadt im nordhessischen Schwalm-Eder-Kreis.

Inhaltsverzeichnis

Lage

Der Stadtteil liegt zwischen Ziegenhain und Treysa. Die Hauptstraße im Ortskern, des ehemaligen Haufendorf folgt mit einem doppeltem Knick einem alten Bachlauf.

Geschichte

Ascherode
Kirche

1090 wird der Ort erstmals als de Eskenenroderen in den Gütervereichnissen des Kloster Hersfeld erwähnt. (Ein nicht genau zuordenbarer Eintrag nennt das Jahr 1072). Ab 1259 tragen die von Leimsfeld den Grafen von Ziegenhain als Ersatz für den Zehnten zu Rengershausen Eigengut in Ascherode zu Lehen auf. 1262 erhält das Kloster Haina von den von Goßfelden deren Güter in Ascherode. Ab 1306 wird Ascherode als Dorf erwähnt. 1306 erwirbt das Kloster Haina von den Herren von Heimbach die Hälfte deren Güter, 1308 die zweite Hälfte. Das Kloster Hersfeld verzichtet 1343 auf die Lehnsrechte zu Gunsten des Klosters Haina. Im Jahr 1349 bekunden die von Riedesel gegenüber den Grafen von Ziegenhain, dass die Verpfändung des Zehnten zu Ascherode durch Ruprecht Baroch mit ihrem Einverständnis erfolgt sei. Im 1350 vertauschen die Grafen von Ziegenhain ihren Hof mit dem Kloster Haina. Bereits um 1365 ist ein Teil des Zehnten ziegenhainisches Lehen der von Rückershausen und der von Linsingen. Graf Gottfried VII. von Ziegenhain erwirbt vor 1367 ein Haus mit Garten und Acker. Um 1365 ist ein Teil des Zehnten ziegenhainisches Lehen der von Rückershausen und von Linsingen. Das Kloster Haina verkauft 1384 sein Vorwerk an den Treysarer Bürger Henne Floyder für 60 Mark. [1]

Die älteste Gemarkungskarte stammt aus dem Jahr 1720. Aus einer baulichen Erneuerung im 19. Jahrhundert stammen die heutigen Häuser im Ortskern.

Am 31. Dezember 1970 gab Ascherode im Rahmen der Gebietsreform in Hessen seine Selbständigkeit auf und wurde ein Stadtteil von Schwalmstadt.

Historische Namen

de Eskenenroderen 1072/1090 (Urkundenbuch Hersfeld Nr. 114); Eschinroderen 1253; Eschenerode 1259; Aschenrode, Eschenrodere 1300; Eschenrode 1555; Aschenroder 1585

Kirche

1896 wurde die heutige Kirche erbaut wobei die spätgotische Kapelle erhalten wurde.

Einzelnachweise

  1. Ascherode auf LAGIS Hessen

Weblinks

Ascherode auf www.schwalmstadt.de


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