Attika (griechische Region)
Coat of arms of Greece.svg
Region
Attika
Περιφέρεια Αττικής
Lage der Region Attika innerhalb Griechenlands
Flagge
Flagge der Verwaltungsregion Attika innerhalb Griechenlands
Basisdaten
Staat: Griechenland
Fläche: 3.808 km²
Einwohner: 3.761.810 (2001 [1])
Bevölkerungsdichte: 987,87 Einwohner je km²
Hauptstadt: Athen
Regionalbezirke 8
Gemeinden (δήμοι): 66
ISO 3166-2: GR-A1 (alt: GR-02)
NUTS-1-Code: 3
NUTS-2-Code: 30
Kfz-Kennzeichen: YA–YZ und ZB–ZZ
Website: www.attiki.gov.gr

Attika (griechisch Attiki Αττική) ist die bevölkerungsreichste Region (periferia) Griechenlands, die bis 2010 gleichzeitig eine griechische Präfektur (nomos) bildete. Sie liegt in der gleichnamigen klassischen Landschaft.

In der Antike war Attika das zur Polis Athen gehörige Land, mit einem Heiligtum der Athene auf der Akropolis und einem Poseidontempel am Kap Sunion im Südosten der Landschaft. Noch heute ist Athen die Hauptstadt und das Verwaltungszentrum der Region.

Attika grenzt im Westen an die Region Peloponnes, im Norden an Mittelgriechenland. Die südlichste Insel der Region, Andikythira, befindet sich rund 30 km nordwestlich von Kreta. Wichtige Orte sind der Hafen von Piräus bei Athen und der Ort Marathon im Nordosten. An der Ostküste lag die Stadt Thorikos, bei der nach der griechischen Mythologie die Göttin Demeter an Land gegangen ist.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

1833 wurde das neu gegründete Königreich Griechenland zunächst in 10 Präfekturen (nomi) geteilt. Attika bildete damals zusammen mit Böotien eine Präfektur. Von 1899 bis 1909 und dann ab 1943 dauerhaft wurden die beiden Gebiete in zwei Präfekturen geteilt. 1964 wurde Piräus als eigenständige Präfektur ausgegliedert, kam jedoch 1972 (zusammen mit den hinzugewonnenen Gebieten Trizinias und den argolischen Inseln Poros, Hydra und Spetses sowie den Ionischen Inseln Kythira und Andikythira) an die Präfektur Attika zurück. Gleichzeitig wurde die Präfektur in die vier Bezirke Athen, Piräus, West- und Ostattika geteilt, die nach und nach dieselben Kompetenzen wie die übrigen griechischen Präfekturen erhielten. 1986 erhielt Attika gleichzeitig den Status einer Verwaltungsregion (gr. diikitiki periferia). Mit der Gemeindereform 1997 wurde die Zahl der attischen Gemeinden durch Zusammenschluss auf 124 reduziert. mit der Verwaltungsreform von 2010 wurden die Präfekturen und Präfekturbezirke abgeschafft und ihre Kompetenzen an die nunmehr selbstverwaltete Region (periferia) und die erneut auf eine Zahl von 66 reduzierten Gemeinden übertragen. Seither gliedert sich Attika in acht Regionalbezirke (Ez. gr. periferiaki enotita), die jedoch abgesehen von der Sitzzuteilung für den Regionalrat keine politische Bedeutung haben.

Verwaltungsgliederung

Die Region Attika gliedert sich in acht Regionalbezirke. Proportional zu deren Einwohnerzahl entsenden sie eine bestimmte Anzahl Abgeordneter in den 101-köpfigen Regionalrat[2].

Regionalbezirk Einwohner Sitze Gemeinden
Athen-Zentrum 1.112.133 30 Athen, Dafni-Ymittos, Filadelfia-Chalkidona, Galatsi, Ilioupoli, Kesariani, Vyronas, Zografos
Athen-Nord 559.467 15 Agia Paraskevi, Iraklio, Kifisia, Lykovrysi-Pefki, Marousi, Metamorfosi, Nea Ionia, Papagos-Cholargos, Pendeli, Vrilissia
Athen-Süd 519.997 14 Agios Dimitrios, Alimos, Elliniko-Argyroupoli, Glyfada, Kallithea, Moschato-Tavros, Nea Smyrni, Paleo Faliro
Athen-West 473.179 13 Agia Varvara, Agii Anargyri-Kamatero, Chaidari, Egaleo, Ilio, Peristeri, Petroupoli
Piräus 466.065 12 Keratsini-Drapetsona, Korydallos, Nikea-Agios Ioannis Rendis, Piräus, Perama
Inseln 75.439 2 Ägina, Angistri, Hydra, Kythira, Poros, Salamis, Spetses, Trizinia
Ostattika 403.918 11 Acharnes, Dionysos, Koropi, Lavrio, Marathon, Markopoulo Mesogeas, Oropos, Pallini, Peania, Rafina-Pikermi, Saronikos, Spata-Artemida, Vari-Voula-Vouliagmeni
Westattika 151.612 4 Aspropyrgos, Elefsina, Fyli, Mandra-Idyllia, Megara
Gesamt 3.761.810 105 66

Wirtschaft

Im Jahr 2006 lag das regionale Bruttoinlandsprodukt je Einwohner, ausgedrückt in Kaufkraftstandards, bei 129,1 % des Durchschnitts der EU-27.[3]

Verkehr

Straßenverkehr

In Griechenland wird zwischen Landstraßen (einschließlich Nationalstraßen) und vierspurigen Schnellstraßen (Ethniki Odos) ohne baulich getrennten Fahrbahnen einerseits und Autobahnen (Avtokinitodromos) andererseits in der Nummerierung nicht unterschieden.

  • Nationalstraße 3, NW
  • Nationalstraße 8, Zen., W (durch Autobahn 8 teilweise ersetzt)
  • Nationalstraße 8a, Zen., W (durch Autobahn 8 teilweise ersetzt)
  • Nationalstraße 54, Zen., E
  • Nationalstraße 65, W (durch Autobahn 65 teilweise ersetzt)
  • Nationalstraße 79, NE
  • Nationalstraße 81, N
  • Nationalstraße 83, Cen., NE
  • Nationalstraße 85, S-Cen., E Zen., O
  • Nationalstraße 89, Cen., S
  • Nationalstraße 91, S, E-Zen.

Schienenverkehr

Häfen

TV

  • 902 TV
  • High TV
  • Magic Peiraia (Piräus)

Antike Stätten

Sounion bei Dämmerung

Einzelnachweise

  1. Volkszählung 2001, Quelle: Nationaler Statistischer Dienst Griechenlands (ΕΣΥΕ), (PDF 875 KB)
  2. Griechisches Innenministerium: Rundschreiben Nr. 19 zur Durchführung der Wahlen vom 7. November 2010 für die Regionalen Behörden (gr. Εγκύκλιος υπ’ αριθμ. 19 για τη διενέργεια των εκλογών της 7ης Νοεμβρίου 2010 για την ανάδειξη ΤΩΝ ΠΕΡΙΦΕΡΕΙΑΚΩΝ ΑΡΧΩΝ), Athen, August 2010 (PDF online, 557 KB)
  3. Eurostat Pressemitteilung 23/2009: Regionales BIP je Einwohner in der EU27 (PDF-Datei; 360 kB)

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