Abdullah (Vater Mohammeds)

ʿAbd Allāh ibn ʿAbd al-Muttalib (arabischعبد الله بن عبد المطلب‎, DMG ʿAbd Allāh b. ʿAbd al-Muṭṭalib) (* vor 554, † um 570) war der Vater des Propheten Mohammed.

Er entstammte dem arabischen Stamm der Quraisch in Mekka; sein Großvater war Haschim ibn ʿAbd Manāf , der Stammvater der Haschimiten, sein Vater war ʿAbd al-Muttalib. Seine Ehefrau war Āmina; er starb wahrscheinlich noch vor der Geburt Mohammeds im Alter von 25-30 Jahren, sodass der Sohn von der Mutter und vom Großvater ʿAbd al-Muttalib großgezogen wurde. Über die Umstände und den Zeitpunkt seines Todes liegen mehrere Überlieferungsvarianten vor. Die ältesten Informationen aus dem späten 7. Jahrhundert bestätigen, dass ʿAbd Allāh einige Monate vor der Geburt Mohammeds in Yathrib, im Kreise der Familie seiner Mutter nach kurzer Krankheit gestorben ist.[1]

Über sein Leben ist nur wenig bekannt. Er stand im Dienste seines Vaters und trieb Handel wahrscheinlich bis nach Gaza (arabisch: Ghazza).[2] Die frühislamischen Geschichtsschreiber wie Ibn Ishāq und Muhammad ibn Saʿd überliefern eine Legende, nach der eine Frau – möglicherweise eine Schwester des Hanīfs Waraqa ibn Naufal – ʿAbd Allāh verführen wollte, da sie auf seinem Gesicht schon die Zeichen der Prophetie (wörtlich:„das Licht der Prophetie“) erkannt haben will.[3]

Einzelnachweise

  1. Michael Lecker: The death of the Prophet Muḥammad's father: did Wāqidī invent some of the evidence? In: Zeitschrift der Deutschen Morgenländisachen Gesellschaft (ZDMG), Bd. 145 (1995), S. 9-27
  2. W. Montgomery Watt: Muhammad at Mecca. Oxford University Press. 1953, S. 32
  3. Ibn Saad: Biographien...,(Hrsg. Eugen Mittwoch). Brill, Leiden 1905. Bd. I. Theil 1 S. 58 und S. X. (Inhaltsangabe) in deutscher Zusammenfassung.

Literatur

  • The Encyclopaedia of Islam. New Edition. Brill. Leiden. Bd. 1, S. 42
  • Michael Lecker: The death of the Prophet Muḥammad's father: did Wāqidī invent some of the evidence? In: Zeitschrift der Deutschen Morgenländischen Gesellschaft (ZDMG), Bd. 145 (1995), S. 9-27

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