Bayerland

Bayerland war ein deutscher Motorradhersteller, der von 1924 bis 1930 in München bestand.

Das Unternehmen wurde von Ing. Anton Bayerlein gegründet und produzierte Motorräder, die zumeist mit Einbaumotoren des englischen Herstellers J.A.P. mit Hubräumen von 250 bis 500 cm³ ausgestattet waren.

Neben der Serienproduktion baute Bayerland auch Rennmaschinen. Besonders erfolgreich war ein Modell, das mit einem 990-cm³-V2-J.A.P.-Motor ausgerüstet war. Der Mühldorfer Bahnrennfahrer Josef „Sepp“ Giggenbach gewann damit unter anderem 1927 auf dem Nürburgring den Großen Preis von Deutschland in der 1000-cm³-Klasse und krönte sich damit, da das Rennen in diesem Jahr der Lauf um die Motorrad-Europameisterschaft war, zum Europameister.[1][2] Er fuhr das Rennen über 18 Runden auf der Gesamtstrecke (Nord- und Südschleife) bzw. 509,4 km in 5:58:36,4 Stunden, was einem Durchschnitt von 85,52 km/h entspricht. Zweiter wurde Huth auf Harley-Davidson mit einem Rückstand von fast 16 Minuten.[3] Von zwölf gestarteten Maschinen fuhren sechs das Rennen bis zum Ende.[4] Zwei Jahre später siegte Giggenbach in der großen Klasse auch beim Schleizer Dreiecksrennen. [5]

1930 kam bedingt durch die Weltwirtschaftskrise das Aus für Bayerland.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Vincent Glon: L'Histoire de la course moto – Palmarès des Championnats d'Europe (1924–1937 et 1947–1948). racingmemo.free.fr, abgerufen am 21. April 2010 (französisch).
  2. Vincent Glon: L'Histoire de la course moto; 5ème partie: Les Grand Prix d'Europe. (1924–1937); 1927. racingmemo.free, abgerufen am 21. April 2010 (französisch).
  3. Thora Hornung: 50 Jahre Nürburgring – Kurvenlabyrinth für Könner. Görres-Verlag, Koblenz 1977.
  4. Website Harleysons, aufgerufen am 8. Juli 2011.
  5. Vincent Glon: Schleizer-Dreieck-Rennen - Schleiz (Allemagne). racingmemo.free.fr, abgerufen am 7. Juli 2011 (französisch).

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