Bayrisch Blockmalz
Bayrisch Blockmalz

Bayrisch Blockmalz ist ein bayerisches Hartbonbon. Es besteht aus Zuckerkaramell (aus verschiedenen Zuckerarten und Glukosesirup) und mindestens 5 % Malzextrakt (bzw. 4 % Trockenmalzextrakt)[1]. Der Geschmack der dunkelbraunen Bonbons ist malzig süßlich. Die Bonbons haben in der Regel ein Gewicht von sechs bis neun Gramm pro Stück und eine grob gestanzte Blockform.[1]

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Seinen Ursprung hat Bayrisch Blockmalz in der 1899 eröffneten Drogerie von Dr. Carl Soldan. Diese Drogerie entwickelte sich später zur Großhandlung und vertreibt noch heute unter dem Namen Dr. C. Soldan GmbH Bayrisch Blockmalz. Ursprünglich war dabei das Blockmalz als Mittel gegen Husten und Rachenentzündungen gedacht. Bayrisch Blockmalz wird teilweise auch heute noch in heißer Milch oder Tee aufgelöst, da es angeblich gegen Husten und Heiserkeit wirken soll. Erhältlich ist Bayrisch Blockmalz heute in Supermärkten, aber auch in Apotheken und Drogerien.[1]

Herstellung

In Bayern gibt es drei industrielle Hersteller für Bayrisch Blockmalz, die zusammen in den 2010er Jahren ca. 200 Tonnen Bayrisch Blockmalz jährlich herstellten.[1]

Das Malz für die Bonbon-Herstellung wird ähnlich dem Malz für die Bier-Herstellung gewonnen. Dabei wird unter Luftzufuhr in einer feuchten Umgebung das Getreide (z.B. Gerste) zur Keimung gebracht. Danach wird die Keimung durch schonendes Trocknen (Darren) beendet. Der so gewonnene Malzextrakt wird unter Zugabe von Wasser mit den anderen Zutaten vermengt. Anschließend wird die Masse zum Zwecke der Wasserreduktion erhitzt. Zur weiteren Eindickung dient ein Staustufensystem, das die Masse in ungefähr sieben Minuten in dünn aufgetragenen Bahnen bei 150°C durchläuft. Hierbei entsteht die typische dunkelbraune Farbe, wenn beim so genannten Feuerbrennen der Zucker karamellisiert. Der Restwassergehalt der Bonbonmasse beträgt am Ende dieses Prozesses in etwa zwei Prozent. Nachdem die Bonbon-Masse auf etwa 80 bis 90°C heruntergekühlt wurde, werden die dünnen Bahnen mit einem Hackmesser grob zerteilt. Die vollständig abgekühlten Bonbons werden teilweise noch in einer Bestäubungstrommel mit Staubzucker überzogen.[1]

Weblinks zu den Herstellern

Einzelnachweise

  1. a b c d e Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten - food-from-bavaria.de: Regionaltypische Spezialität Bayrisch Blockmalz, Zugriff am 21. Juni 2011

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