Beppe Assenza

Beppe Assenza (* 19. Mai 1905 in Modica, Sizilien; † 23. September 1985 in Dornach) war ein sizilianischer Maler.

Inhaltsverzeichnis

Biographisches

Er erhielt seine erste künstlerische Unterweisung von seinem Onkel Orazio Sparado. 1923 begann er sein Studium der Malerei in Mailand. In der Galleria Borgonuovo hatte er 1925 seine erste Ausstellung. Drei Jahre später gewann er einen Wettbewerb in Syrakus, bekam erste Aufträge für den Regierungspalast und für verschiedene Kirchen.

Er war mit dem Maler Karl Stirner, der 1938 Syrakus besuchte, befreundet. Anlässlich der Ausstellung über sogenannte Entartete Kunst 1938 in München lernte er die Bilder der modernen Maler kennen, von denen er neue Anregungen erhielt. Im gleichen Jahr siedelte er nach Rom über. Dort lernte er Bianca Emanuele kennen, die er 1950 heiratete. In den Folgejahren machte Beppe Assenza Bekanntschaft mit der Anthroposophie Rudolf Steiners und beschäftigte sich intensiv mit dessen Ausführungen über das Wesen der Farbe und im Zusammenhang damit mit Goethes Farbenlehre. In den Jahren 1943 bis 1947 entstanden viele monochrome Bilder in Blau, Rot und in Brauntönen.

Die Krebserkrankung seiner Frau Bianca veranlasste ihn, mit ihr in eine Spezialklinik nach Arlesheim, Schweiz zu gehen und bis zu ihrem Tod 1958 an ihrer Seite zu bleiben. Trotz seiner hohen Anerkennung in Rom entschloss er sich im benachbarten Dornach zu bleiben und suchte einen künstlerischen Neuanfang. 1961 heiratete Beppe Assenza erneut und nahm Gerta Hörstel zur Gattin. Nach kurzer Zeit gewann er erneut international hohes Ansehen und wurde 1968 Leiter einer Malschule am Goetheanum. Hier beschäftigte er sich mit dem Studium der Farben. Im Laufe der Jahre entstanden daraus über dreißig Skizzenbücher. Ab 1971 folgten die zehn Jahre der Hauptphase seines Schaffens mit intensiver Ausstellungstätigkeit und einer immer größer werdenden Schülerzahl. Eine Herzerkrankung zwang ihn 1982 zu einer Ruhepause. Ein Jahr später trennte er sich von seiner zweiten Frau Gerta. Beppe Assenza starb am 23. September 1985.

Ausstellungen (Auswahl)

  • 1925 Mailand, erste Ausstellung in der Galleria Borgonuovo
  • 1932 Rom, La Mostra Internatzionale d'arte sacra
  • 1934 Rom, La Mostra d'arte figurativa
  • 1935 Syrakus, Beppe Assenza mostra personale
  • 1936 Venedig, Biennale
  • 1938 Rom, Quadriennale
  • 1940 Catania, del pittore
  • 1943 Rom, Mostra personale
  • 1946 Syrakus, Quarta mostra internazionale arti figurative
  • 1953 Caltanissetta, Mostra nationale
  • 1961 Winterthur, Galerie im Weissen Haus
  • 1962 Kopenhagen, Galerie Santina
  • 1968 Dornach, Goetheanum
  • 1970 Hamburg Neue Sparkasse
  • 1971 Berlin, Anthroposophische Gesellschaft
  • 1975 Basel, Galerie zum Bäumlin
  • 1980 Wuppertal, Galerie 32
  • 1984 Ottersberg, Kunststudienstätte

Literatur

  • Marcelle Probst: Zum 70. Geburtstag von Beppe Assenza. In: Das Goetheanum, Dornach 3/1975.
  • Herbert Witzenmann: Beppe Assenza - Introduction and Aphorisms. 160 S., London 1979.
  • Herbert Witzenmann: Beppe Assenza - Eine Werkmonographie, 164 S., Stuttgart 1985.
  • Eve Ratnowsky: Begegnung mit Assenzas Werk. In: Das Goetheanum, Dornach 12/1985.
  • Klaus Hartmann, Greet Helsen Durrer: Beppe Assenza - Ein Leben für die Malerei. 304 S., Dornach 2005.

Weblinks


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