Abel-Preis

Der Abelpreis (nach Niels Henrik Abel) wird seit 2003 jährlich durch die Norwegische Akademie der Wissenschaften als internationale Auszeichnung für außergewöhnliche wissenschaftliche Arbeiten auf dem Gebiet der Mathematik verliehen. Er ist mit 6 Millionen norwegischen Kronen dotiert (etwa 750.000 Euro). Anlässlich Abels 200. Geburtstages richtete die norwegische Regierung im Jahr 2002 eine Stiftung zur Verleihung des Preises ein.

Das Preiskomitee besteht aus fünf Personen, die von verschiedenen norwegischen Forschungsinstitutionen gestellt werden. Die Preisverleihung findet immer im November in Anwesenheit des norwegischen Königs statt. Im Gegensatz zur Fields-Medaille gibt es keine Altersrestriktion für den Preisträger, womit dieser Preis einer Entsprechung des Nobelpreises etwas näher kommt als die Fields-Medaille.

Preisträger

Jahr Preisträger Institut Begründung
2003 Jean-Pierre Serre Collège de France für seine Schlüsselrolle in der Gestaltung der modernen Form vieler Bereiche der Mathematik, unter anderem der Topologie, algebraischer Geometrie und Zahlentheorie.
2004 Michael F. Atiyah Universität Edinburgh für Entdeckung und Beweis des Index-Theorems, das Topologie, Geometrie und Analysis verbindet, und ihre herausragende Rolle beim Brückenschlag zwischen Mathematik und theoretischer Physik.
Isadore M. Singer MIT
2005 Peter D. Lax New York University für seine bahnbrechenden Beiträge zur Theorie und Anwendung von partiellen Differenzialgleichungen sowie deren numerischer Lösung.
2006 Lennart Carleson Königlich Technische Hochschule Stockholm für seine tief gehenden, zukunftsweisenden Beiträge zur harmonischen Analysis und zur Theorie glatter dynamischer Systeme.
2007 Srinivasa S. R. Varadhan New York University für seinen grundlegenden Beitrag zur Wahrscheinlichkeitstheorie, im Speziellen für die Schaffung einer einheitlichen Theorie für große Abweichungen.
2008 John Griggs Thompson University of Florida für ihre grundlegenden Beiträge zur Algebra und insbesondere zur Entwicklung der modernen Gruppentheorie.
Jacques Tits Collège de France
2009 Michail Gromow IHÉS für seine revolutionären Beiträge zur Geometrie.

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