Bredde
Bredde
Stadt Wuppertal
Koordinaten: 51° 17′ N, 7° 12′ O51.2759277777787.2077157Koordinaten: 51° 16′ 33″ N, 7° 12′ 28″ O
Höhe: 157 m ü. NN
Vorwahl: 0202
Bredde (Wuppertal)
Bredde

Lage von Bredde in Wuppertal

Bredde ist eine Ortslage in der bergischen Großstadt Wuppertal. Die Ortslage ist aus einem der mittelalterlichen Barmer Kotten hervorgegangen.

Inhaltsverzeichnis

Lage und Beschreibung

Die Ortslage befindet sich auf einer Höhe von 157 Meter über Normalnull in innerstädtischer Lage nördlich des Barmer Mühlengrabens im Bereich der heutigen Straße gleichen Namens. Bredde gehört zu dem Wohnquartier Oberbarmen-Schwarzbach des Stadtbezirks Oberbarmen. Die Ortslage ist von umfangreicher innerstädtischer Wohnbebauung geprägt. Zu dem kulturhistorisch bedeutsamsten Gebäuden in der Ortslage gehört die Alte Kirche Wupperfeld.

Etymologie und Geschichte

Karte der Hofschaften im Gebiet des heutigen Barmen von Erich Philipp Ploennies (1715)

Bredde ist eine Form von Breite, ausgebreitete Flur und spielt auf die Abmessungen des Hofsgut an. [1]

Die früheste mit Datum gesicherte Erwähnung Breddes als In der Bredde stammt aus der Beyenburger Amtsrechnung (Abrechnung des Rentmeisters an die Bergisch-herzogliche Kameralverwaltung) des Jahres 1466. Aus dieser geht hervor, dass der Wohnplatz Bredde zu dieser Zeit ein Kotten war.

Bredde gehörte zum Höfeverband des Oberhofs Wichlinghausen in Oberbarmen und war seit 1384 ein Allod des Grafen von der Mark. Territorial lag das Gebiet um Bredde von 1324 bis 1420 im märkischen Kirchspiel und Gogerichtsbezirk Schwelm und ging danach an das bergische Amt Beyenburg über, wo es der Barmer Höfeverband zugeführt wurde.

1715 wird Bredde als i.d.Bret auf der Topographia Ducatus Montani des Erich Philipp Ploennies verzeichnet. Mit den übrigen Höfen in der Bauernschaft Barmen war Bredde bis 1806 Teil des bergischen Amtes Beyenburg.

Das Hofgut In der Bredde besaß umfangreiche Ländereien zwischen dem Hof Werth und den Wichlinghauser Höfen. Es befand sich an der heutigen Bartholomäusstraße Ecke Bredde und wurde Anfang des 19. Jahrhunderts abgerissen und durch einen Neubau ersetzt.[1]

Die Barmer Familie Bredt stammt von diesem Hofgut. Bekannteste Vertreter der Familie waren Wilhelm August Bredt (Barmer Bürgermeister von 1855 bis 1879, ab 1857 erster Oberbürgermeister) und Johann Victor Bredt (Staatsrechtslehrer, Reichsjustizminister im Kabinett Brüning und Parteiengründer).[1]

In Bredde wurde 1853 der Archäologe und Schliemann-Mitarbeiter Wilhelm Dörpfeld geboren.[1]

Literatur

  • Walter Dietz: „Barmen vor 500 Jahren – Eine Untersuchung der Beyenburger Amtsrechnung von 1466 und anderer Quellen zur frühen Entwicklung des Ortes Barmen“, Beiträge zur Geschichte und Heimatkunde des Wuppertals, Band 12, Born-Verlag, Wuppertal, 1966

Einzelnachweise

  1. a b c d Wolfgang Stock: Wuppertaler Straßennamen. Thales Verlag, Essen-Werden 2002, ISBN 3-88908-481-8

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