Abendmahlsteller
Kelch und Patene, Bremer Dom, um 1400

Die Patene (von altgr. πατήνα, lat. patina, mlat. patena - Schale) ist ein liturgisches Gefäß, das bei der Eucharistiefeier bzw. beim Abendmahl verwendet wird. Es gehört damit zu den Vasa sacra. Die Patene ist ein kleinerer, runder Teller, zumeist aus Gold oder vergoldetem Silber gefertigt.

In der römisch-katholischen Kirche liegt sie auf dem Kelch und trägt die große Zelebrationshostie. Bei der Spendung der Priesterweihe werden Kelch und Patene als „den inneren Sinn der Handauflegung ausdeutende liturgische Symbole[1] überreicht.

Die Patene soll dort, wo die Mundkommunion üblich ist, unter das Kinn desjenigen gehalten werden, der den Leib Christi empfängt, um zu vermeiden, dass Partikel der zur Kommion gereichten Hostie verlorengehen.

In den Evangelischen Kirchen liegt das Brot bei der Austeilung auf der Patene und wird von dort den Gläubigen gereicht. Dabei spricht der Austeilende eine sogenannte Spendeformel, beispielsweise „Christi Leib, für Dich gegeben“ oder „Brot des Lebens“.

Abendmahlspatene der evangelischen Kirche.

In der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche liegt die Patene auf dem Abendmahlskelch und trägt die Hostien und die große Schauhostie. In allen Gemeinden der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche ist die Mundkommunion üblich, die von den Kommunikanten kniend empfangen wird. Daher wird die Patene unter das Kinn des Kommunikanten gehalten, damit keine Partikel der konsekrierten Hostie auf den Boden oder auf das Kleidungsstück fallen. Während der Austeilung spricht der Pfarrer: „Nehmt hin und esst, dies ist der wahre Leib unseres Herrn und Heilandes Jesu Christi, für euch dahin gegeben in den Tod.“ Die Austeilung des Leibes Christi ist dem Pfarrer vorbehalten, da dieser zum Altarsakrament zulässt. Kommunionhelfern ist gestattet, den Abendmahlskelch zu reichen. [2]

Quellen

  1. Katholischer Erwachsenen-Katechismus, Band I, S. 383
  2. Erklärender Ablauf eines Lutherischen Messgottesdienstes

Weblinks


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