Die Reiter von Deutsch-Ostafrika
Filmdaten
Originaltitel Die Reiter von Deutsch-Ostafrika
Produktionsland Deutschland
Originalsprache Deutsch
Erscheinungsjahr 1934
Länge 89 Minuten
Stab
Regie Herbert Selpin
Drehbuch Marie Luise Droop,
Wilhelm Stöppler
Produktion Walter Zeiske
Musik Herbert Windt
Kamera Emil Schünemann
Schnitt Lena Neumann
Besetzung

Die Reiter von Deutsch-Ostafrika ist ein deutscher Spielfilm von Herbert Selpin aus dem Jahre 1934.

Inhaltsverzeichnis

Handlung

Sepp Rist spielt darin einen deutschen Farmer namens Hellhoff, der zu Beginn des Ersten Weltkrieges zur Schutztruppe eingezogen wird, während seine Frau Gerda gemeinsam mit dem jungen Volontär Klix die Plantage betreut. 1916 wird die Plantage von einer britischen Einheit besetzt. Der Kommandeur Major Cresswell versucht aufgrund seiner alten Freundschaft zu den Hellhoffs, die Frau zu decken, von der er weiß, dass sie mit ihrem Gatten, der sich mit den Kameraden im Busch versteckt, heimlich Kontakt hält. Seiner Pflicht als britischer Offizier nachkommend, lässt er die Wasserstellen der Umgebung besetzen, um die deutschen Soldaten zur Aufgabe zu zwingen. Als ihnen Frau Hellhoff mit Klix Wasser bringen will, wird sie festgenommen und der Junge angeschossen. Er schafft es aber noch, den Soldaten die Feldflaschen zu bringen bevor er stirbt. Hellhoff und seine Männer befreien Gerda, welche zur Aburteilung durch ein britisches Kriegsgericht weggebracht werden soll, und entkommen mit Wasser und Pferden. Ehe die Truppe Anschluss an die Einheit des Schutztruppenkommandeurs Paul von Lettow-Vorbeck sucht, kehrt sie zum Grabe Klix' zurück. Hellhoff verspricht dem toten Jungen, wiederzukommen - früher oder später, was eine Anspielung auf die Rückgewinnung der durch den Ersten Weltkrieg verlorenen Kolonie sein soll.

Hintergrund

Der Film entstand nach einem Roman von Marie Luise Droop. Außenaufnahmen wurden in den ehemaligen Sanddünen der Berliner Marienhöhe ("Filmberge") gedreht.

Sonstiges

Der Film, eine Terra-Produktion, erschien auch auf VHS. Die besonders positive Darstellung der Eingeborenen (von einem eifersüchtigen Hausmädchen abgesehen) sowie die Grundaussage, dass internationale Freundschaften auch in Kriegszeiten bestehen bleiben können, lässt ihn als politisch unbedenklich erscheinen.

Weblinks


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