11. SS-Freiwilligen-Panzergrenadier-Division „Nordland“
11. SS-Freiwilligen-Panzergrenadier-Division „Nordland“
Truppenkennzeichen der 11. SS-Freiwilligen-Panzergrenadier-Division „Nordland“
Truppenkennzeichen
Aktiv Juli 1943–Mai 1945
Land Deutsches Reich NSDeutsches Reich (NS-Zeit) Deutsches Reich
Streitkräfte Waffen-SS
Truppengattung Panzergrenadiere
Typ Division
Grobgliederung Siehe Gliederung
Stärke 15.000 Mann
Schlachten Krieg gegen die Sowjetunion 1941–1945
Schlacht um den Brückenkopf von Narva
Schlacht um Berlin
Kommandeur
Liste der Kommandeure

Die 11. SS-Freiwilligen-Panzergrenadier-Division „Nordland“ war eine Panzergrenadier-Divisionen der Waffen-SS während des Zweiten Weltkrieges. Die Division wurde überwiegend an der Ostfront eingesetzt, bis sie sich im Mai 1945 den Alliierten an der Elbe ergab. Sie bestand zum Teil aus Dänen, aber auch aus Volksdeutschen aus Kroatien.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Aufstellung

Bereits im Mai 1940 wurde versucht, deutsche Einwohner Dänemarks und dann auch Dänen für eine SS-Standarte Nordland zu werben. Bis Juni 1941 gelang es, gerade 216 Dänen zu gewinnen. Nach dem Überfall auf die Sowjetunion, versuchte das OKW, ein Regiment des dänischen Heeres an der Ostfront einzusetzen, was die dänische Regierung aber verhinderte. So wurde zunächst am 29. Juni 1941 aus dänischen Berufssoldaten das Frikorps Danmark gebildet, das an der Ostfront bis zum Sommer 1942 zu drei Vierteln aufgerieben wurde. Am 6. Mai 1943 wurden die Reste zum Regiment Danmark in der neu aufgestellten SS-Division Nordland umgebildet. Anfang 1943 hatte die Führung der Waffen-SS beschlossen, die niederländischen und skandinavischen Freiwilligen, die nicht in der 5. SS-Panzer-Division „Wiking“ dienten, in einem eigenen Verband zusammenzufassen. Als Name für die neue Einheit tauchen u. a. Kampfverband Waräger, Germanische Freiwilligen-Division und SS-Panzergrenadier-Division 11 (germanische) auf, bevor er endgültig auf 11. SS-Freiwilligen-Panzergrenadier-Division Nordland festgelegt wurde.

Da die ursprünglich für die Nordland-Division vorgesehenen Niederländer in die SS-Freiwilligen-Panzergrenadier-Brigade „Nederland“ überführt wurden, wurde die Division letztlich im November 1943 bei ihrem Einsatz in Kroatien mit sogenannten „Volksdeutschen“ ergänzt.

Einsatz

Die Division wurde unter dem III. (germanischen) SS-Panzerkorps im Rahmen der Heeresgruppe Nord überwiegend im Osten eingesetzt, zunächst an der Front in Leningrad, in der Schlacht um den Brückenkopf von Narva und dann auf dem Rückzug nach Westen. Zuletzt beteiligte sie sich an der Verteidigung Berlins wobei sie bei den Kampfhandlungen um das Regierungsviertel aufgerieben wurde. Nach Hitlers Selbstmord gelang nur wenigen Gruppen der Ausbruch aus Berlin. Diese ergaben sich den Amerikanern an der Elbe. Insgesamt dienten rund 7.000 Dänen in der Waffen-SS, von denen 3.980 gefallen sind.

Gliederung

  • SS-Panzergrenadier-Regiment 23 „Norge“
  • SS-Panzergrenadier-Regiment 24 „Danmark“
  • Kradschützen-Regiment SS-Panzergrenadier-Division 11
  • SS-Panzer-Abteilung 11 „Hermann von Salza“
  • SS-Panzer-Regiment 11 (1945) bestehend aus
    • SS-Panzer-Abteilung 11 „Hermann von Salza“ als I. Abteilung
    • s. SS-Panzer-Abteilung 503 als II. Abteilung
  • SS-Artillerie-Regiment 11
    • SS-Panzerjäger-Abteilung 11
    • SS-Sturmgeschütz-Abteilung 11
    • SS-Flak-Abteilung 11
    • SS-Pionier-Bataillon 11
    • SS-Nachrichten-Abteilung 11
    • SS-Feldersatz-Bataillon 11
    • Kommandeur der SS-Divisions-Nachschubtruppen 11
    • SS-Instandsetzungs-Abteilung 11
    • SS-Sanitäts-Abteilung 11
    • SS-Wirtschafts-Bataillon 11

Kommandeure

  • 22. März bis 1. Mai 1943 SS-Brigadeführer Franz Augsberger
  • 1. Mai 1943–28. Juli 1944 SS-Brigadeführer und Generalmajor der Waffen-SS Fritz von Scholz
  • 28. Juli 1944–26. April 1945 SS-Brigadeführer und Generalmajor der Waffen-SS Joachim Ziegler
  • 26. April bis 8. Mai 1945 SS-Brigadeführer und Generalmajor der Waffen-SS der Reserve Dr. Gustav Krukenberg

Literatur

  • Rolf Michaelis: Die Panzergrenadier-Divisionen der Waffen-SS. 2. Auflage. Michaelis-Verlag, Berlin 1998, ISBN 3-930849-19-4.
  • ders. Die 11. SS-Freiwilligen-Panzer-Grenadier-Division „Nordland“. Michaelis-Verlag, Berlin 2001, ISBN 3-930849-29-1.
  • Georg Tessin: Verbände und Truppen der Deutschen Wehrmacht und Waffen-SS im Zweiten Weltkrieg 1939–1945. Band 3: Die Landstreitkräfte 6–14. 2 Auflage. Biblio-Verlag, Bissendorf 1974, ISBN 3-7648-0942-6. 

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