Abi Wallenstein
Abi Wallenstein, August 2011

Abi Wallenstein (* 8. Dezember 1945 in Jerusalem) ist ein deutscher Blues-Interpret (Gitarre und Gesang). Seit 1960 lebt er in Deutschland, zunächst in Nordrhein-Westfalen, seit Mitte der Sechzigerjahre in Hamburg.

Inhaltsverzeichnis

Biografie

Man bezeichnet ihn als „Vater der Hamburger Blues-Szene“ und „lebende Legende des Blues“.[1][2] Bekannt ist Abi Wallenstein für seinen ureigenen Picking Style, seiner einzigartigen Open Tuning Gitarrenstimmung seiner Gitarre und seine authentische Blues-Stimme.

Wallenstein feierte im Jahr 2006 vierzigjähriges Bühnenjubiläum. Blues-Interpret auf der Bühne ist er seit 1966, seitdem spielte er in etlichen Bands und zusammen mit bekannten Musikern wie Joja Wendt, Vince Weber, Inga Rumpf, Axel Zwingenberger, Tom Shaka. Abi war auf etlichen Blues- und Boogie-Festivals, wie zum Beispiel dem Ascona Jazz Festival und Monoply (I), dem Lahnstein SFB Blues Festival sowie Festivals in Auriac, Chedigny und St. Aignan (Frankreich), Wien und Wels (Österreich), in Olstyn und Torun (Polen) zu Gast. Für Musiker wie Joe Cocker, Christie Moore, Fats Domino, Robben Ford und Johnny Winter trat er erfolgreich als Support auf.

Er hat zahlreiche LPs mit namhaften Bands und mehrere CDs unter eigenem Namen veröffentlicht. Seine beiden CDs "Step in Time" und "Blues Culture" wurden mit dem Preis der Deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet.

Abi Wallenstein spielt bis heute aktiv in ständig wechselnden Formationen, wobei er sich auch nicht scheut, bei Stadtfesten Straßenmusik zu machen. Unter anderem spielt er heute in der Band „Blues Culture“ mit Steve Baker (Mundharmonika, Hintergrundgesang) und Martin Röttger (Cajon, Percussion). Auch mit Prof. Washboard (Waschbrett, Drums und Percussion) sowie den Kieler Bluesmusikern Georg Schröter (Piano) und Marc Breitfelder (Mundharmonika) tritt und trat er auf.

Im Dezember 2001 trat Abi Wallenstein mit zwei Freunden anlässlich einer Weihnachtsfeier in der legendären Hamburger Übernachtungsstätte Pik As in der Neustädter Straße 31a auf. Das Publikum bestand ausschließlich aus Hamburger Obdachlosen, denen Wallenstein mit dem Auftritt eine Freude machen wollte, ohne dafür eine Gage zu verlangen. Es war ein Gratisauftritt, bei dem Blues und Hip Hop Musik in sehr spezieller und kunstvoller Weise miteinander verbunden wurden, mit sehr großem Zuspruch aus dem etwa 100 Menschen umfassenden Publikum.

Im Jahr 2004 wurde ihm zusammen mit Steve Baker das Ravensburger Kupferle verliehen.

Diskografie

  • 1978 Bad News Reunion, Live im Logo (LP)
  • 1980 Bad News Reunion, The Easyiest Way (LP)
  • 1981 Bad News Reunion, Two Steps Forward(LP)
  • 1982 Bad News Reunion, Last Orders Please (LP)
  • 1989 Bad News Reunion, Just One Night (LP)
  • 1989 Abi Wallenstein Mit Uli Kringler, Christoph Buse, Stefan Gade, Rockin' Shoes (LP)
  • 1993 Abi Wallenstein mit Henry Heggen und Steve Baker, Two Times 2 (CD)
  • 1995 Abi Wallenstein mit Joja Wendt, Good Morning Blues (CD)
  • 1995 Abi Wallenstein mit Lars Luis Linek, Blues, Shuffle, Cajun (CD)
  • 1996 Abi Wallenstein mit Henry Heggen, Steve Baker und Christoph Buse, Blues Avenue (CD)
  • 1998 Abi Wallenstein mit Joja Wendt, Blues on Air (Live) (CD)
  • 1999 Abi Wallenstein & Friends, For Hinz & Kunzt (CD)
  • 2000 Abi Wallenstein und Steve Baker, In Your Face (CD)
  • 2003 Abi Wallenstein mit Henry Heggen, Steve Baker, Martin Röttger und anderen, Step in time (CD)
  • 2007 BluesCulture, Blues Culture (CD)
  • 2009 BluesCulture, In Concert (LIVE) (CD)

Bücher

  • 2009 Abi Wallenstein, My Style / Blues Songs & Adventures in Open G-Tuning, Bärensong Verlag

Bücher mit Beiträgen über Abi Wallenstein

  • G.Schumann "Der Puls der Stadt- Geschichten aus Hamburg" BooksOnDemand Norderstedt 2004
  • Michael Rauhut & Reinhard Lorenz: "Ich hab den Blues schon etwas länger" Ch.Links Verlag, Berlin 2008

Weblinks

 Commons: Abi Wallenstein – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Bericht im Hamburger Abendblatt vom 14. Januar 2005; abgerufen am 23. Mai 2008
  2. Interview mit Abi Wallenstein; abgerufen am 23. Mai 2008

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