Abide-i Hürriyet
Das Abide-i Hürriyet

Abide-i Hürriyet (osmanisch ‏آبدهٔ حریت‎, İA Ābide-ʾi Ḥürrīyet) ist ein Freiheitsdenkmal in Istanbul; auch als Hürriyet-i Edediye Abidesi (Denkmal der ewigen Freiheit) und fälschlich als Abideihürriye genannt.

Dabei handelt es sich um das Denkmal für die jungtürkische Revolution von 1908 und die Opfer der Gegen-Revolution von 1909 am nördlichen Rand des Istanbuler Stadtbezirks Şişli. Lage: Nördlich der Boğaziçi Çevre Yolu, südwestl. der Şişli-Kağıthane-Cad., östl. der Nadide Sk.

Den 1909 ausgeschriebenen Wettbewerb für das Denkmal, an dem sich neben den meisten führenden türkischen Architekten der Zeit u.a. auch der französische Architekt Vallaury beteiligte, gewann der Entwurf von Muzaffer Bey. 1911 wurde das Denkmal in Form einer monumentalen Säule über einem Krypta-artigen Unterbau eingeweiht. Auf Tafeln am Sockel sind die Namen der Opfer der Revolution verzeichnet, die um das Denkmal bestattet wurden.

Auf dem Gelände wurde auch ein Grab für den 1884 auf Befehl von Sultan Abdülhamid II. getöteten ehemaligen Großwesir Midhat Pascha, einen der Väter der Verfassung von 1876, angelegt. Später wurde hier der Grabbau (türbe) für den 1913 ermordeten Großwesir Mahmud Şevket Pascha errichtet.

1943 wurden die Gebeine des 1921 in Berlin ermordeten Talât Pascha hierher überführt, 1996 die des 1922 in Zentralasien gefallenen Enver Pascha.

Die Abbildung des Denkmals ist heute das offizielle Logo der Stadtverwaltung von Şişli.

Literatur

  • Reşat Ekrem Koçu: İstanbul Ansiklopedisi I. Istanbul 1958, S. 169-171.
  • Rakım Ziyaoğlu: Yorumlu İstanbul Kütüğü. Istanbul 1985, S. 57-58.
  • Afife Batur: Abide-i Hürriyet. In: Dünden Bugüne İstanbul Ansiklopedisi I. Istanbul 1994, S. 58.
  • Klaus Kreiser: War Memorials and Cemeteries in Turkey. In: O. Farschid, M. Kropp, St. Dähne (Hrsg.): The First World War as Remembered in the Countries of the Eastern Mediterranean. (=Beiruter Texte und Studien 99), Beirut (Orient-Institut) 2006, ISBN 3-89913-514-8, S. 183-201.
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