Abies alba
Weißtanne
Weißtanne (Abies alba), Illustration aus Koehler 1887.

Weißtanne (Abies alba), Illustration aus Koehler 1887.

Systematik
Ordnung: Kiefernartige (Pinales)
Familie: Kieferngewächse (Pinaceae)
Unterfamilie: Abietoideae
Gattung: Tannen (Abies)
Sektion: Abies
Art: Weißtanne
Wissenschaftlicher Name
Abies alba
Mill.

Die Weißtanne (Abies alba, syn. A. pectinata), auch Edeltanne oder Silbertanne genannt, ist eine Nadelbaumart der Gattung Tannen (Abies) aus der Familie der Kieferngewächse (Pinaceae). Der Name leitet sich von der im Gegensatz zur Gemeinen Fichte auffallend weißgrauen Rinde ab. Die Weißtanne war im Jahr 2004 Baum des Jahres in Deutschland.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Habitus

Sie erreicht eine Wuchshöhe von 30 bis 50 Metern, im Einzelfall sogar bis 60 Meter. Mit 500 bis 600 Jahren kann sie ein sehr beachtliches Alter erreichen. Die Wipfelform variiert im natürlichen Verbreitungsgebiet beträchtlich, schmal kegelige Formen sind beispielsweise in Südeuropa häufig (Bosnien, Makedonien); die schmalen Tannen im bosnischen Perucica-Urwald sehen dabei Fichten sehr ähnlich und erreichen auch die größten bekannten Höhen. Für die Alpen gilt, dass der Wipfel zunächst pyramidenförmig ist, im Alter aber oft recht zerzaust und entfernt einem Storchennest gleicht. Ein unterschiedliches Wachstum der terminalen Knospe im Wipfel ist für die Ausprägung dieses Merkmals verantwortlich.

Belaubung

Weißtanne (Abies alba), Zweig im Frühling.

Die Zweige der Weißtanne sind stumpf graugelb und weisen verstreute kleine dunkle Haare auf. Sie sind rau und nicht gefurcht. Leittriebe von Jungpflanzen sind glänzend blaßgrau. Die Zweige des Gipfelquirls sind aufwärts gekrümmt. Die Knospen sind eiförmig, rotbraun und harzig. Die Nadeln sind 2 bis 3 cm lang, 2 bis 3 mm breit, im Querschnitt flach, oberseits dunkelgrün, mit schwach eingesenkter Mittelrippe. Die Unterseite ist dunkelgrün und weist zwei bläulichweiße (Wachs) Spaltöffnungen und eine erhabene Mittelrippe auf. Die Nadeln sind am Ende stumpf, nicht stechend, ein wenig eingekerbt, mit grüner Basis und dem Zweig aufsitzend. Die Nadeln können aber auch stachelig und dann ohne Einkerbung sein. Sie sind schraubig am Zweig angeordnet und stehen etwas gedreht. Sie fallen nach sieben bis elf Jahren ab. Beim Zerreiben riechen die Nadeln der Weißtanne aromatisch nach Orangenschale.

Rinde

Weißtanne (Abies alba)

Die Rinde der Weißtanne ist weißgrau; glatt bei jungen Individuen, mit Harzbeulen; bei älteren Bäumen immer mehr in kleine Felder mit schmalen, tiefen Rissen zerbrechend.

Wurzeln

Ein wesentliches Merkmal der Wurzelform der Weißtanne ist die Beständigkeit, auch bei unterschiedlichen Standorten. Die Polwurzel ist deutlich vorwüchsig. Die Tanne zählt daher zu den am tiefsten wurzelnden Nadelbäumen, anders als die Gemeine Fichte. In Deutschland erreicht sie Wurzeltiefen von gut 1,50 m, in den wärmeren Teilen Österreichs sogar knapp 3 m. Untersuchungen haben ergeben, dass die Wurzeln der Tanne weit über ihren Kronenbereich hinauswachsen und horizontale Längen von teilweise 10 m erreichen. Ältere Bäume bilden gewöhnlich kräftige, starkverzweigte Senkwurzeln an den Seitentrieben aus, die fast so tief wie die Polwurzel gründen. Dadurch ist sie sehr sturmsicher und besiedelt auch feuchtere Böden. In Untersuchungen wurde gezeigt, dass die Weißtanne unter den Nadelbäumen am häufigsten Wurzelverwachsungen aufweist. So wurden in einem geplenterten Tannenwald in Kroatien bei 30 bis 60 Prozent der Bäume Wurzelverwachsungen nachgewiesen. In den Plenterwäldern des schweizerischen Emmentals sollen etwa ein Drittel der Tannenbaumstümpfe zwischen 10 und 20 Zentimeter miteinander verwachsen sein.[1]

Blüten und Zapfen

Die Tanne wird mit 30 bis 40 Jahren, im Bestandsschluß mit 60 bis 70 Jahren geschlechtsreif. Sie trägt je nach Klima, alle zwei bis sechs Jahre reichlich Samen. Die Blütezeit ist im Mai bis Juni. Die Bäume sind einhäusig getrenntgeschlechtig (monözisch), es gibt also weibliche und männliche Zapfen an einem Baum. Die Zapfen wachsen nur im oberen Kronenteil an vorjährigen Trieben. Die männlichen Zapfen sind walzenförmig, 2 bis 2,5 cm lang und gelblich; die weiblichen Zapfen stehen auf der Oberseite der Zweige, sind zylindrisch und 2,5 bis 3 cm lang. Die Bestäubung erfolgt durch den Wind.

Reifende Zapfen und Samen

Die im ersten Jahr (Sept./Okt.) reifenden Zapfen stehen aufrecht auf den Zweigen, sind anfangs grünlich, später orangebraun, schließlich hell- bis rötlichbraun, walzenförmig, etwa 10 bis 16 cm lang und 3 bis 4 cm breit. Kurz nach der Reife lösen sich Schuppen und Samen von der verholzten Zapfenspindel, die noch lange, oft noch Jahre, stehen bleibt. Tannenzapfen fallen also nicht als Ganzes auf den Boden, sondern die einzelnen Schuppen und die Samen fallen einzeln vom Baum. Die im Volksmund so genannten Tannenzapfen auf dem Waldboden sind nie von Tannen, sondern meistens Fichtenzapfen. Der Same ist etwa 6 bis 10 mm lang, dreieckig, dunkelbraun, glänzend, weich mit deutlichen Harztaschen. Der Samen ist mit einem Samenflügel verwachsen. Die Samen werden vom Wind verbreitet.

Vorkommen

Man findet die Weißtanne vor allem auf dem Rotstein, im Schwarzwald, im Fichtelgebirge, im Bayerischen Wald, im Frankenwald, im Thüringer Wald und in den Pyrenäen. In Mittel- und Südeuropa kommt sie besonders im Gebirge vor, sie wächst allerdings nicht gern an trockenen Steilhängen, in Flussauen oder an stark versauerten Standorten. Das nördlichste natürliche Vorkommen in Europa befindet sich im etwa 80 Hektar großen Forst „Maientännig“, südöstlich von Kranichfeld in Thüringen. Im westlichen Balkan wie den Karpaten sind noch großflächig Urwaldreste mit bedeutendem Tannenanteil vorhanden. Als stabilisierende Baumart ist die Weißtanne insbesondere im Bergschutzwald der Alpen unentbehrlich. Die durch winterliche Wildfütterung und Ausrottung von Wolf und Luchs stark angestiegenen Bestände an Hirsch, Reh und Gämsen haben die verbissempfindliche Weißtanne in den letzten 150 Jahren vielerorts an den Rand des Aussterbens gebracht. Unverbissene Tannen-Naturverjüngung ist seit wenigen Jahren wieder häufiger zu finden und ist ein Zeichen für waldverträgliche Wildbestände und verantwortungsbewusste Jäger vor Ort.

Genetik, Wanderungen, Herkünfte

Tannen im Urwald des Orjen Gebirges haben abgerundete Kronen

Die wesentliche Ursache für das heutige Verbreitungsmuster sowie die genetische Landkarte der Weißtanne ist durch die Entwicklung der letzten Eiszeit gekennzeichnet. Im Verlauf der Abkühlung und den Vorstoß des Inlandeises kam es in weiten Teilen Europas zur völligen Vernichtung der tertiären Vegetation und Aussterben großer Teile der Flora. Auch das Verbreitungsgebiet der Weißtanne wurde auf sogenannte eiszeitliche Refugien eingeengt. Heutige Unterschiede der genetischen Struktur resultieren aus in pleistozänen Refugien gebildeten Genpools, sowie der Jahrtausende währenden nachpleistozänen Wanderungs- und Ausbreitungsgeschichte der Weißtanne. Um bestehende Hypothesen zur Lage glazialer Refugien und nacheiszeitliche Rückwanderungswege der Tanne zu prüfen oder neue Erkenntnisse hierüber zu gewinnen, kommen molekularbiologische Methoden zur Anwendung.

Dabei ließ sich eine deutliche Zweiteilung im natürlichen Verbreitungsgebiet erkennen, mit einem westlichen Teil (Iberische Halbinsel, Massif Central, Vogesen, Schwarzwald, Schweiz und mittleres/südliches Italien), sowie einem östlichen Teil mit Teilen des Balkans und der Karpaten. Daneben wurden Mischpopulationen bisher vor allem in Norditalien und Kroatien identifiziert. Die untersuchte Population aus den Pyrenäen mit der dort gefundenen geringsten genetischen Diversität lässt eine drastische Verringerung der Populationsgröße in der Vegetationsgeschichte als Grund der Merkmalsausprägung zu. Die Untersuchten Populationen aus Kroatien sind mit der höchsten genetischen Diversität ausgezeichnet, die auf eine „ungestörte“ Populationsgröße und Durchmischung von genetischen Varianten aus zwei verschiedenen Refugien zurückgeführt wird. Für italienische Teilareale wurde belegt, dass die Populationen der Abruzzen aus einer postglazialen Vermischung von zwei unterschiedlichen Gruppen herrühren, die süditalienischen Populationen blieben genetisch isoliert. Drei pleistozäne Refugien in Südeuropa sind lange vermutet worden. Aufgrund der Verteilung von Gen-Varianten wird heute auf fünf Refugien geschlossen.

Die Rekolonisierung Mittel- und Westeuropas ist von drei Refugien ausgegangen. Die Kalabrische und Pyrenäen-Population haben an der Wanderung nicht teilgenommen.

Die postglaziale Wiederbesiedlung erfolgte von

  1. Einem Refugium in Zentralitalien via der „West-Alpen“- und „Ost-Alpen“-Route;
  2. Ein Refugium im zentralen oder östlichen Frankreich (Massif Central?), das die Tannenpopulationen im Westen Mitteleuropas beeinflusst hat (Vogesen, Schwarzwald, Schweizer Jura)
  3. Refugien im südlichen und südöstlichen Balkan.

Die nacheiszeitliche Expansion von den Balkanrefugien ging über die Dinariden nach Slowenien und zu den Karpaten. Im slowenisch/nordost-italienischen Bereich kreuzten sich die Routen. Bis zum Ende des Spätglazials waren zehn Prozent des heutigen Areals wiederbesiedelt. Die Rückwanderung aus Apennin und Dinariden erfolgte auf dem Alpenweg nach Mitteleuropa, im Osten auch über die Karpaten.

Zu modernen molekularbiologischen Erkenntnissen passt die ökologische Gliederung der Arealtypen in eine Westtanne (Frankreich, Korsika), Südtanne (Apennin), Osttanne (Dinariden, Karpaten).

Tanne im mediterranen Orjen in Südmontenegro gehören zu den genetisch Komplexesten Typen im natürlichen Areal der Art

Mayer setzt die Differenzierung zwischen Abies alba, A. pinsapo, A. cilicica und A. cephalonica auf einen Zeitpunkt vor dem Pleistozän an. Monoterpen- und Isoenzym-Analysen stützen die Hypothese von der Existenz einer einzigen ursprünglichen Tannenart im Pliozän. Ausgehend von dieser so genannten mesogäischen Abies-Art können nach ihm drei Gruppen von „Paläo-Arten“ nach der im Pleistozän erfolgten Bildung des Ägäischen Grabens entstanden sein: eine griechische, eine pontische und eine europäische. Aus diesen Gruppen wiederum entwickelten sich im Pleistozän dank vertikaler und horizontaler Mobilisierung und sporadischer genetische Kontakte der verwandten Arten die heutigen Sippen und intermediären Formen. Fukarek vermutet den Ausgangspunkt der Tannen der Balkanländer alleine in Abies cephalonica.

Ein Glazialrefugium der Weißtanne in Nordwestgriechenland wird verschiedentlich befürwortet.

Die drei morphologisch-anatomische Gruppen von Abies Mill. sind in Griechenland mit sukzessiver Verschiebung der genotypischen Ausprägung an einen Nord-Süd-Gradienten angereiht. Abies alba sowie Abies cephalonica traten demnach in der pleistozänen Kaltphase im Südbalkan sympatrisch auf.

Nach pollenanalytischen Untersuchungen von Proben aus Gebirgsmooren in Serbien ist Abies Mill. in der präborealen (Kiefern) und in der borealen Phase nur spärlich beigemischt, in der atlantischen Phase massenhaft. In der subborealen Phase vermindert sich der Anteil und ist erst in der subatlantischen Phase wieder in großem Prozentsatz anzutreffen. In Pollenprofilen aus den Hochmooren Vlasina und Mitrovac ist Abies in Serbien schon in den ersten nacheiszeitlich warmen Klimaphase spärlich aufzufinden, sie verschwindet dann und ist erst in den jüngsten Klimaphasen (Atlantikum) wieder zu größerer Ausbreitung gelangt. Tannenpollen sind im westlichen illyrischen Teil der Balkanhalbinsel in jeder nacheiszeitlichen Klimaphase viel reichlicher aufzufinden als im mittleren und östlichen, balkanischen Teil. In den ältesten Schichten des bis 9000 Jahre zurückreichenden Pollenprofils der südadriatischen Insel Mljet ist Abies mit 0,3 % Pollenanteil gefunden worden. Da dieser nur durch Ferntransport zur Insel gelangen konnte, kommen als Ursprungsorte die nächstgelegenen Gebirgszüge Orjen (80 km) und Biokovo, in denen heute Tanne vorkommt, in Betracht.

Nutzung

Holz

Weißtannen aus Gersbach stützen auf dem Messegelände der Expo 2000 das größte freitragende Holzdach der Welt

Die Weißtanne gehört zu den Reifholzbäumen, das heißt ihr Splint- und Kernholz lassen sich farblich nicht unterscheiden. Die Holzfarbe ist frisch gelblichweiß bis grauweiß und dunkelt unter Lichteinfluss gelblichbraun nach. Das Tannenholz ist leicht, weich, elastisch, trocknet schnell, schwindet wenig und arbeitet gering. Die Rohdichte liegt bei 0,47 g/cm³. Im Gegensatz zu anderen Nadelhölzern besitzt die Tanne keine Harzkanäle und ist deswegen harzfrei. Als Besonderheit bilden manche Weißtannen einen Nasskern aus. Dieser besitzt eine sehr hohe Holzfeuchte (bis 220 %) und riecht unangenehm säuerlich. Der Nasskern erschwert die Trocknung, danach besteht aber kein Unterschied zu normalen Tannenholz.

Das Holz der Weißtanne wird ähnlich dem Fichtenholz verwendet, ist aber weniger gelbstichig und harzt nicht. Es dient als Bauholz, für Dielen, Schindeln, Kisten und Schachteln und wird in der Möbel- und Papierindustrie verwendet. Auch für Musikinstrumente findet es Verwendung (z. B. Orgeln und Geigen). Aufgrund der stilvollen samtig silbergrauen Oberflächen erfreut sich unbehandeltes Tannenholz bei Innenausbauten und der Herstellung hochwertiger Möbel steigender Beliebtheit. Bei wechselnder Feuchte ist Tannenholz dauerhafter als Fichtenholz, weswegen es im Wasser- und Erdbau genutzt wird. Eine besondere Verwendung finden besonders starke und astfreie Tannenholzabschnitte. Sie werden nach Japan exportiert, wo aus ihnen Totenbretter gefertigt werden.

Aufgrund bislang geringer Tannenholz-Einschlagsmengen stellt die Verarbeitung für die an Massensortimenten interessierte Sägeindustrie einen gewissen Mehraufwand dar. Im Vergleich zur Fichte können die industriellen Holzeinkäufer daher für Tannenholz einen zehn- bis zwanzigprozentigen Preisabschlag durchsetzen. Da die Tanne aber seit den europaweiten Großkatastrophen in den Fichtenforsten (Sturm, Borkenkäfer) vielerorts eine wahre Renaissance erlebt, ist damit zu rechnen, dass die Einschlagsmengen mittelfristig steigen werden und die Holzindustrie diesem Segment größere Beachtung schenken wird.

Tannenhonig

Die Weißtanne ist auch der Wirtsbaum einiger weniger Honigtau erzeugender Schild- und Rindenläuse, etwa der Grünen Tannenhoniglaus (Cinara pectinatae). In manchen Jahren kommt zu einer Massenvermehrung dieser Läuse. Werden dann Bienenvölker in diesen entsprechenden Waldgebieten aufgestellt, kann es zu einem guten Ertrag des Tannenhonigs führen.

Schädigungen und Gefährdung

Infolge umweltbedingter Stressfaktoren war bei der Tanne in Teilbereichen des Verbreitungsgebietes seit langem ein teilweise alarmierender Rückgang zu verzeichnen. Betroffen sind überwiegend mitteleuropäische Standorte an den Verbreitungsrändern mit nord- bis nordöstlichem Schwerpunkt. Das Tannensterben ist schon seit dem 16. Jahrhundert aus Böhmer- und Frankenwald bekannt und trat mit kürzeren oder längeren aktiven Perioden und längeren Erholungsabschnitten auf. Betroffen sind Schwarzwald, Thüringer Wald und Erzgebirge, Frankenwald, Wienerwald sowie Slowenien. Als „Mimose des Waldes“ in Verruf, ignorierte man diese bei forstlichen Anbauten geflissentlich. Die Bestände sind im überwiegenden Teil der Verbreitung daher auch aus autochthonen Beständen aufgebaut.

Ihr wechselhaftes Schicksal im Bergwald und die komplexe innerartliche Variabilität, wurde durch ökologisch-waldbauliche Langzeituntersuchungen und molekularbiologische Analysen innerhalb der natürlichen Arealgrenzen erkundet. Langzeitbeobachtungen (Provenienzforschung) und experimentelle Forschung zur Erfassung von Anpassungsvorgängen der Populationen an Umweltveränderungen und neuerdings molekularbiologische Untersuchungen, haben das heterogene Adaptionsvermögen der einzelnen Populationen an herrschende Standortfaktoren mit der größeren genetischen Vielfalt südlicher Herkünfte geklärt.

Erkenntnisse der genetischen Unterschiede innerhalb der Art sind daher natürlich in der forstwirtschaftlichen Praxis relevant. Vom ökologischen Aspekt wirkt der in den Teilpopulationen andersgeartete Genpool und das resultierende unterschiedliche Adaptionsvermögen der anspruchsvollen Waldbäume in der Standortsindikation erschwerend, auf das schon Fukarek (1964) hinwies.

Die holozäne Migration der Weißtanne, aus anscheinend nur minimalen Restpopulationen in Südeuropa, resultierte in einer beachtlichen Expansion bis ins nordöstliche Mitteleuropa. Die erfolgte Trennung und anschließende Rückwanderung aus pleistozänen Teilrefugien zeitigte bei Abies alba in mehrfacher Hinsicht Auswirkungen. Sie ist zum Verständnis umweltbedingter Reaktionen der Art wesentlich und steht daher auch bei aktuellen molekularbiologischer Untersuchungen der Art im Mittelpunkt. Die lange Isolierung ist an Genotypen, die sich aufgrund Mutationen, Gendrift und schwacher Selektion vor allem der Existenz seltener Allele untereinander unterscheiden, festgehalten. Genetische und morphologische Veränderungen einzelner Herkünfte rechtfertigen aber keine taxonomischen Ansätze einer Differenzierung.

Aufgrund der forstwirtschaftlichen Bevorzugung der Fichte ist die Tanne heute in ihrem natürlichen Vorkommensgebiet selten geworden. Durch die industrielle Luftverschmutzung wurde sie zusätzlich im Bestand geschwächt. Bereits vor dem Phänomen der neuartigen Waldschäden (bekannt unter dem Schlagwort „Waldsterben“) war das „Tannensterben“ auffällig. Heute geht man davon aus, dass damals die Weißtannen nördlich der Alpen eine Vorschädigung ihrer Wurzeln durch Phytophthora erleiden mussten. Zusammen mit einer schweren Trockenheit führte dies zu erheblichen Ausfällen im Bestand. Seit Anfang der Achtzigerjahre hat sich zumindest in Süddeutschland die Vitalität vieler Alttannen aufgrund der industriellen Rauchgasentschwefelung (Großfeuerungsanlagenverordnung 1982) deutlich verbessert. Dies ist an längeren Jahrestrieben, breiteren Jahresringen und üppigem Samenfall zu erkennen. Als Hauptgefährdungsfaktor kann heute vielerorts Totverbiss aller jungen Tannenschößlinge durch überhöhte Bestände an Reh- Rot- Dam und Gamswild angesehen werden. Der bei überhöhten Wildbeständen notwendige Zaunschutz der Jungtannen stellt einen im Vergleich zur Fichte erheblichen forstwirtschaftlichen Mehraufwand dar. Dies und die Scheu vor möglichen Konflikten mit der an hohen Wildbeständen interessierten Jägerschaft diskreditieren die Weißtanne bei vielen Waldbesitzen. Dies führt mancherorts zu einer letztendlich jagdlich begründeten und regional existenzbedrohenden Zurückhaltung der Waldbesitzer beim Anbau der Weißtanne.

Waldbauliche Eigenarten

Urwaldtanne (Weißtanne) aus dem Orjen
55 m hohe und 1,5 m starke Urwaldtanne (Weißtanne) aus dem Orjen in Montenegro

Die Tanne ist eine typische Baumart des Bergmischwaldes. Sie wächst vergesellschaftet mit Fichte, Buche, Bergahorn und in tieferen Lagen auch mit Eiche. Waldbaulich ist sie eine interessante Art, da sie eine ausgesprochen schattenertragende Baumart ist. So kann sie zum Beispiel bis zu 100 Jahren unter Schirm (Beschattung durch ältere Baumarten) stehen und wächst nach Freistellung sehr schnell. Die Weißtanne ist empfindlich gegenüber Spätfrost und gefährdet durch Wildverbiss.

Als im so genannten Supersommer 2003 viele Fichten an Wassermangel und anschließendem Insektenbefall starben, verblüffte die bis dahin als äußerst wasserbedürftig geltende Weißtanne die Fachwelt vielerorts durch eine unerwartet große Trockenresistenz.

Die Tanne kann forstlich nicht über ihr natürliches Verbreitungsgebiet erfolgreich angebaut werden. Der norddeutsche Küstenraum stellt – vermutlich aufgrund der hohen Luftfeuchte – eine Ausnahme dar.

Auf günstigen Standorten zeigen Tannen ausgezeichnete Massenzuwächse und außerordentlich vorratsreiche Waldbestände mit deutlich über 1000 Kubikmeter Holz je 10.000 Quadratmeter Waldfläche. Damit übertrifft sie auf ihr zusagenden Standorten auch die Fichte.

Durch ihre leichter sich zersetzende Nadelstreu (die aufgrund der Pfahlwurzel auch Nährstoffe aus tiefergelegenen Bodenhorizonten enthält und somit als „Nährstoffpumpe“ dient) ist sie zudem bodenpfleglicher als die Fichte.

Die Weißtanne nimmt unter den europäischen Nadelbaumarten in der gesellschaftlichen Einbindung eine Sonderstellung ein (Ellenberg):

„Die Weißtanne (hat) viele Beziehungen zur Rotbuche und bildet mit Fagus so häufig Mischbestände, daß sie von den meisten Autoren als Charakterbaum des Fagion-Verbandes oder der Ordnung Fagetalia angesehen wird. Überhaupt verhält sie sich von allen Koniferen Mitteleuropas am „laubholzähnlichsten“, obwohl sie, im Gegensatz zur Lärche, ihre dunklen Nadeln im Winter nicht verliert und im Wuchs eher der Fichte ähnelt“.

Die überwiegende Einbindung in mittleren Lagen montaner Wälder ozeanischer und gemäßigt kontinentaler Klimaverhältnisse, bekräftigt, dass die Weißtanne vor allem luftfeuchte Gebirgslagen mit abgeschwächten Extremen besiedelt. Sie wächst überdies im Regenschatten von Gebirgen sowie in inneralpinen Tälern.

Im südmitteleuropäischen Verbreitungsschwerpunkt stimmt das alpisch-herzynisch-karpatische Hauptareal mit dem der Fichte weitgehend überein, auf dem Balkan, im Apennin und den Pyrenäen greift sie in (sub-) meridional-montane Habitate aus. In submontanen Bereichen des Apennin kann die Weißtanne daher auf gut wasserversorgten Böden als Element des Eichen-Kastanienwaldes vorkommen, auf Korsika mischt sie sich an der unteren Verbreitungsgrenze mit Hartlaubelementen (Steineiche, Manna-Esche, Baumheide, See-Kiefer) und in Dalmatien tritt sie im Hopfenbuchenwald auf.

Die dargestellten absoluten Grenzstandorte mit hochmediterranem Charakter belegen eine überdurchschnittliche standörtliche (genetische) Amplitude oromediterraner Weißtannen. Sie hat in südlichen Arealteilen auch mehr einen Halbschattenbaum-Charakter und ist trockenresistenter.

Mediterrane Abies-Arten gedeihen unter humiden bis semiariden Bedingungen. Trockenresistente Ökotypen sind hier offensichtlich. Große Klimaunterschiede zwischen Sonn- und Schattenseiten führen bei „mediterranen“ Weißtannen zu ähnlichen Ökotypen.

Im Zentrum und im Norden ihres Areals zählt die Weißtane zu den Schattholzarten. Sie erträgt Seitendruck und Überschirmung für viele Jahrzehnte und leistet bei anschließender Freistellung starken Zuwachs. In der Jugend kommt sie mit 5 % der Freiland-Strahlung aus, zur intensiven Wurzelentwicklung in der Ansamungsphase benötigt sie 2,3 bis 4 % und zur Keimung nur 1 % des vollen Tageslichtes. Demgegenüber benötigen Weißtannen aus den südlichen Arealteilen mehr Licht und Wärme. Sie können sich auf Freiflächen verjüngen und keimen auf Rohböden. Reine oder nahezu reine Tannenwälder kommen im natürlicherweise nur dort vor, wo die Buche wegen vernässter Böden, Trockenheit, kurzer Vegetationszeiten oder strenger Winterfröste nicht mehr konkurrenzfähig ist und die Fichte schon in der Keimungsphase ausfällt.

Weißtannen verlangen eine etwa dreimonatige frostfreie Vegetationszeit und eine mindestens dreimonatige Winterruhe. Jahresniederschläge von 800 mm werden als Minimum angesehen. Geringere Werte, zum Beispiel 520 mm an der Arealgrenze in Polen, können durch ein günstiges Bodenwasser-Angebot kompensiert werden. Das Optimum liegt bei etwa 1200 mm, dabei sollte der größere Teil als Regen während der Vegetationsperiode fallen. Sommerliche Trockenheit begrenzt das Vorkommen der Art, was unter anderem für tiefere Lagen Südeuropas und für inneralpine Täler zutrifft. Generell ist ein ausreichender Wasserhaushalt für das Gedeihen der Weißtanne wichtiger als eine gute Nährstoffversorgung. Die Art ist weitgehend bodenvag. Sie gedeiht sowohl auf karbonatreichen Substraten wie auf basenarmen Silikatböden, weiterhin auch auf Rendzinen, auf podsolierten und vergleyten Böden. Sie stellt geringe Ansprüche an die Durchlüftung des Bodens und eignet sich dank des guten Aufschlussvermögens bestens für die Besiedelung dichter und schwerer tonreicher Substrate.

In den schweizerischen und französischen Westalpen, südöstlichen Ostalpen und dem Apennin ist ein Abietetum im ökologischen (soziologischen) Optimum der Tanne, also ohne Konkurrenz anderer Baumarten, durch mittlere (bis schwach-bessere) Wuchsleistungen gekennzeichnet, gebildet. Natürliche Tannen-Buchenwaldgesellschaften (Abieti-Fagetum) findet man im ozeanischen Klimabereich des Alpenraumes und zwar auf tiefgründigen, frischen bis feuchten, dennoch genügend durchlüfteten, lehmigen Böden mit hohen Feinerdeanteilen. Luftfeuchte Lagen und hohe Niederschläge sind wichtige Voraussetzungen für das vorkommen dieser Waldgesellschaft. Die jeweilige geologische Unterlage beeinflusst die Baumartenmischung: Laubbäume (Buche) werden auf Kalk, Dolomit und tonarmen Moränen gefördert, einen hohen Tannenanteil trifft man auf Silikatgestein, Flysch, tonreichen Schiefern und verdichteten skelettarmen Moränen an.

Drei ökologisch differierende Gruppen reiner Tannenwälder lassen sich unterscheiden:

  1. Bestände in subkontinental beeinflusstem Klima von der Ebene bis in Gebirgslagen auf mehr oder weniger basenreichen Böden. Die Buche fehlt aus klimatischen Gründen.
  2. Bestände in subkontinental beeinflusstem Klima von der Ebene bis in Gebirgslagen auf mehr oder weniger basenreichen Böden. Die Buche fehlt aus klimatischen Gründen.
  3. Bestände in der submontanen bis montanen Stufe auf staunassen, oft sauren Böden.

Das Konkurrenzgleichgewicht quantitativ zu Gunsten von Tanne ist auch auf stärker bodensauren, feinerdereicheren, nachhaltig frischen (bis pseudovergleyten) Standorten verschoben. Mit dem Übergang von der oberen montanen zur subalpinen Stufe scheidet die Buche im Alpenraum allmählich aus, die Tanne beginnt zu dominieren und der Anteil von Fichte, in geringem Maß auch von Lärche, Bergkiefer und Bergahorn nimmt deutlich zu. Derartige Fichten-Tannenwälder (Abieti-Piceetum) unterteilt man in mehrere Untergesellschaften. Sie stocken mehrheitlich auf ebenen oder mäßig geneigten, luftfeuchten Standorten mit frischen, tiefgründigen, oft lehmig-tonigen Böden. Zu buchenreichen Gesellschaften besteht jedoch immer ein engerer Kontakt als zum Fichtenwald.

Eindeutig begrenzt ist die Tanne dann im tiefsub-alpinen Fichtenwaldmilieu. In den stärker ozeanischen Dinariden ist dagegen die Buche bevorzugt und Tanne scheidet schon in der oberen montanen Stufe aus. Reinbestände der Weißtanne finden sich in der illyrischen und balkanischen Buchenwaldzone auf nadelholzfördernden Böden.

Solche azonalen Extremfälle sind die Verbände Blechno-Abietetum auf der sauren und Calamagrostio-Abietetum (Dinarischer Karst-Blockhalden-Tannenwald) auf der basischen Seite im hochgebirgigen Tannenwald. Hier ist die bodenbasische Unterlage als tannenfördernd anzusehen, ebenso sind nachhaltig bodenfrische, bodensaure Moder-Rohumusstandorte bevorzugt. Zu Austrocknung neigende Standorte werden gemieden.

Die Vitalität der Tanne wird durch nachhaltige Bodenfrische, mäßig saure Moderstandorte, basenreiche Hangschuttböden und einen mäßigen Buchenwaldeinfluß gefördert. In schattigen Lagen verläuft das Wachstum sehr langsam. Höhenzuwächse von drei Zentimetern und ein Durchmesserzuwachs von weniger als einem Millimeter pro Jahr während lang andauernder Unterdrückung haben keinen nachteiligen Einfluss auf das spätere Wachstum. Unter günstigen Lichtverhältnissen zeichnet sich die Weißtanne jedoch durch ein rasches, lang anhaltendes Wachstum aus und schließt das Höhenwachstum mit etwa 100 Jahren ab. Sie kann 500 bis 600 Jahre alt werden.

Bei kaum einer wirtschaftlich bedeutenden Baumart liegen Spitzenleistung und Misserfolg so nah beieinander, und ihre Empfindlichkeit gegenüber Umweltveränderungen gilt auch bezüglich der waldbaulichen Behandlung. In gleichaltrigen Wirtschaftswald können Tannenbestände auf guten Standorten bei einer Umtriebszeit von 120 Jahren eine Gesamtproduktion an Schaft-Derbholz von mehr als 2000 m³/ha leisten. Der jährliche Derbholzzuwachs pro Hektar erreicht Werte bis zu 26 m³. Reine Tannenbestände von bester Ertragsart leisten bis zum Alter von 90 bis 100 Jahren durchschnittliche Zuwachswerte von mehr als 18 m³ pro Jahr und Hektar.

Tannenreiche Bestände gehören zu den vorratsreichsten und produktivsten Wäldern Europas. In Urwaldbeständen mit hohem Tannenanteil werden maximale Vorratswerte von 1366 m³/ha erreicht. Die Weißtannen mit mediterranen Verbreitung entwickeln sich immer zu hochwachsenden vorratsreichen Wäldern. Einzelbäume von mehr als zwei Meter Brusthöhendurchmesser finden sich in Kalabrien und auf Korsika. Die größten Tannen sind aus dem Nationalpark Biogradska Gora in Montenegro beschrieben (60 m Höhe, 202 cm Brusthöhendurchmesser und 54 m³ Stamminhalt).

Die sensible Baumart erfordert aber eine ökologisch-biologisch ausgerichtete Behandlung zur Dauerstabilisierung und Aufrechterhaltung der Vitalität, um in naturnahen Wirtschaftswäldern fortzukommen. Ein lokales Aussterben ist schon allein durch die Wildfrage nicht zu verhindern. Das Tannensterben an sich kann aber durch günstige Herkunfts-Auswahl eingedämmt werden. Diese werden bei Neupflanzungen berücksichtigt. Insbesondere werden trockenresistente Tannen aus Kalabrien und Korsika von verschiedener Seite empfohlen.

Kultur

Für Völker, wie Kelten und Germanen war die Tanne ein Baum von außergewöhnlicher magischer Kraft, sie galt als Sinnbild der Stärke und der Hoffnung. Schon in vorchristlicher Zeit stellte man zur Wintersonnenwende einen Tannenbaum auf. Im Jahr 1539 soll der erste christliche Weihnachtsbaum im Straßburger Münster gestanden haben. Diese Sitte hat sich seitdem über ganz Deutschland und darüber hinaus verbreitet. Als Christbaum werden Tannen bevorzugt.

Einzelnachweise

  1. Lore Kutschera, Erwin Lichtenegger: Wurzelatlas mitteleuropäischer Waldbäume und Sträucher. Stocker, Graz 2002, ISBN 3-7020-0928-0 (Wurzelatlas, 6. Band)

Literatur

  • Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (Hrsg.): LWF-Wissen 45. Beiträge zur Tanne. LWF, Freising 2004, ISSN 0945-8131
  • Pavle Cikovac: Soziologie und standortbedingte Verbreitung tannenreicher Wälder im Orjen-Gebirge (Montenegro). Universität München, München 2002 (Diplomarbeit).
  • Manfred A. Fischer (Hrsg.): Exkursionsflora von Österreich. Ulmer, Stuttgart 1994, ISBN 3-8001-3461-6.
  • Ulrich Hecker: BLV-Naturführer Bäume und Sträucher. 3. Auflage. BLV, München 2001, ISBN 3-405-14738-7.
  • Wolf Hockenjos: Tannenbäume. Eine Zukunft für Abies alba. DRW, Leinfelden-Echterdingen, 2008, ISBN 3-87181-723-6
  • Manfred Horndasch: Die Weißtanne (Abies alba Mill.) und ihr tragisches Schicksal im Wandel der Zeiten. Horndasch, Augsburg 1993.

Weblinks


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