110-kV-Leitung Lauchhammer–Riesa

Die 1912 in Betrieb genommene 110-kV-Leitung Lauchhammer–Riesa war die erste Hochspannungsleitung mit einer Betriebsspannung von über 100 kV in Europa.[1] Sie war als zweikreisige Drehstromleitung ausgeführt und führte zum Elektrizitätsverband Gröba auf dem Rittergut Gröba.

Die Initiative zum Bau der Leitung ging vom damaligen Generaldirektor der Eisen- und Stahlwerke A.G. Lauchhammer Joseph Hallbauer aus, der diese in Zusammenarbeit mit dem Dresdner Ingenieur Emil Gottfried Fischinger realisieren ließ.[2]

Die Leitung war als zweikreisige Stromleitung ausgeführt. Kreuzungen mit Bahnlinien und Fernsprechleitungen waren eingerüstet. Die Elbe wurde mit einem Spannfeld von 272 Meter Länge überquert. Die beiden Maste an den Enden dieses Spannfelds waren 43 bzw. 37 Meter hoch.

Die 110-kV-Leitung von Lauchhammer nach Riesa war bis 1945 in Betrieb, der Abschnitt Gröditz-Riesa noch bis 1964.[2] Im Jahr 1975 wurde der letzte Mast dieser Leitung erneuert.

Ein Modell der für diese Leitung verwendeten Masten kann im Deutschen Museum in München besichtigt werden, einer der Originalmasten steht heute vor der TU Cottbus.

Einzelnachweise

  1. Große Kreisstadt Radebeul (Hrsg.): Stadtlexikon Radebeul. Historisches Handbuch für die Lößnitz, 2., leicht geänderte Auflage 2006, ISBN 3-938460-05-9
  2. a b Die erste 110-kV-Leitung zwischen Lauchhammer und Riesa bei technik-in-hessen.de, abgerufen am 7. Juni 2011

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