Kong Humbles Grav
Kong Humbles Grav, im Hintergrund die Kirche von Humble
Der Langhügel

Der Dolmen Kong Humbles Grav liegt nordöstlich von Humble auf der dänischen Insel Langeland. Er entstand im Neolithikum zwischen 3500 und 2800 v. Chr. als Megalithanlage der Trichterbecherkultur.

Kong Humbles Grav ist ein Dolmen (dänisch Dysse) im Langhügel (das Gegenstück zum Rundhügel). Es ist wegen seiner Größe und seinem guten Erhaltungsgrad Langelands bekanntestes vorzeitliches Denkmal. Der Nord-Süd ausgerichtete Hügel misst 55 × 9 m und ist von 77 großen Randsteinen umgeben, von denen die meisten noch auf ihrem ursprünglichen Platz stehen. Etwa in der Mitte des Hügels liegt die ansehnliche Kammer, die einzige in Dänemark, die von einem großen, aufgewölbten Deckstein bedeckt ist.

Die relativ große[1] Anlage enthält nur eine Grabkammer und laut Volksglauben soll hier König Humble, eine Person von besonders vornehmer Herkunft, ruhen. Solche mythischen Königsnamen, mitunter gebildet aus dem jeweiligen Ortsnamen, verknüpfen sich auch an anderen Orten Dänemarks (Kong Asgers Høj (Møn), Kong Grøns Høj und Kong Svends Høj (Lolland)) mit vorzeitlichen Denkmälern.

Zu Beginn des 18. Jahrhunderts ließ der Herredsvogt Niels Hansen dass Grab öffnen und fand "das Gerippe eines Riesen". Wie sich später erwies, stammte es jedoch von einer Kuh. Noch um 1850 fand man im Grab Menschenzähne und Knochenreste. Ob auch vorgeschichtliche Gegenstände aufgefunden wurden, ist nicht überliefert.

Das Schicksal von "Kong Humbles Grav" hing an einem seidenen Faden. Steinmetze hatten bereits Sprenglöcher in die Randsteine des Hügels gebohrt. Die Sprengung wurde von Jens Winther (1863–1955), dem Gründer des Langelands Museum verhindert.

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Siehe auch

Literatur

  • Jens Bech; Langelands Museum (Hrsg.): Denkmäler auf Langeland. Druck 4. 2 Auflage. 1981, ISBN 8798034863.

Einzelnachweis

  1. Die Einfassungen können die Anlagen eng umgeben oder z.B. als kleiner Dolmen in einer 168 m langen und 4 - 5 m breiten Einfassung (wie Lindeskov, auf Fünen) vorkommen. Es ist das zweitlängsten Hünenbett Dänemarks (nach der Kardybdysse zwischen Tastum und Kobberup - mit 185 m). Das längste deutsche Hünenbett liegt im Sachsenwald und misst 154 m, der Visbeker Bräutigam ist das längste Hünenbett Niedersachsens, er misst 104 m. In Polen ist die längste Einfassung eines kammerlosen Hünenbettes 130 m lang. Eine 125 m lange Einfassung für ein Hünenbett ohne Kammer ist die längste Einfassung in Mecklenburg-Vorpommern

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