Chanel
Chanel S.A.S.
Chanel
Rechtsform Société par Actions Simplifiée
Gründung 1913/14
Sitz Paris, Frankreich
Leitung Alain Wertheimer (CEO)
Branche Luxusartikel
Website www.chanel.com
Chanel-Boutique an der Pariser Place Vendôme mit Spiegelung des Hôtel Ritz

Chanel S.A.S. heißt der von Coco Chanel (Gabrielle Bonheur Chanel) 1914 gegründete Modekonzern mit Sitz in Paris. Heute gehört Chanel zu den größten Unternehmen in der Mode- und Kosmetikbranche. Neben der Haute Couture und Prêt-à-porter für Damen produziert Chanel auch Uhren, Schmuck, Brillen, Modeaccessoires, Parfüms und Kosmetik im Luxusgüter-Segment.

Nach Forbes ist Chanel ein privat geführtes Unternehmen, das den Franzosen Alain Wertheimer und Gerard Wertheimer gehört, den Enkeln von Pierre Wertheimer - einem einstigen Geschäftspartner von Coco Chanel.[1]

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Coco Chanel

Hauptartikel: Coco Chanel
Blick in eine Chanel-Boutique in Hong Kong

1909 eröffnete Coco Chanel, eine gelernte Näherin, in Paris ein Hutatelier mit eleganten, schlichten Hüten für wohlhabende Damen. Da sich ihre modernen Hutkreationen in ihrem erweiterten Bekanntenkreis der Pariser High Society rasch größter Beliebtheit erfreuten, erwarb Mademoiselle Chanel 1910 ein Anwesen in der Pariser Rue Cambon 21, gegenüber der Rückseite des Hotel Ritz, in welchem sie ab Mitte der 1930er Jahre eine Suite beziehen sollte. Es folgten 1913 eine Boutique namens Chanel Modes im mondänen Deauville und in den folgenden Jahren ein Couture-Haus im schicken Badeort Biarritz, wo Mademoiselle eine für die Zeit ungewöhnlich sportlich-lässige, dennoch elegante und hochpreisige Damenmode anbot. Das offizielle Gründungsdatum des Unternehmens Chanel wird je nach Quelle mit 1913/1914 angegeben. Gegen 1918 eröffnete die Boutique in der Rue Cambon 31, wo sich bis heute das Haupt-Atelier und eine Flagship-Boutique von Chanel befinden.

Jacqueline Kennedy (1963)

Ähnlich wie bei Modeschöpfer-Kollege Jean Patou bestand bei Chanel der typische Look - im Gegensatz zur konservativ-opulenten, steifen Damenmode jener Zeit - aus schlichten, androgynen Schnitten mit fließenden, weichen Stoffen und tiefsitzenden Taillen, wie es in den 1920er Jahren für junge, emanzipierte Frauen der letzte Schrei war. Inspiriert von Sportbekleidung für Damen, dem maritimen Mode-Stil der Badeorte und der Praktikabilität von Herren-Bekleidung und Armee-Uniformen machte sich Chanel mit jugendlichen Blusen, eleganten Blazern, dreiteiligen Kostümen, weiten Hosen und Pailletten-Tops in einfarbig-dezenten Tönen in der Pariser Modewelt rasch einen Namen. Auch ihr bis dahin nur bei Unterwäsche gekannter Einsatz von weichem Baumwoll-Jersey in der Damengarderobe - ursprünglich eine Notwendigkeit aus Kostengründen und wegen der Ressourcenknappheit in der Zeit um den Ersten Weltkrieg - verhalf ihr bald zu internationaler Anerkennung.[2] 1925 kreierte sie erstmals ein Kostüm mit Cardigan-Jacke ohne Revers aus Tweed, welches eine Ikone der Chanel-Mode werden sollte und später bspw. als mit Bordüren abgesetztes Bouclé-Kostüm zahlreich variiert wurde. Ab 1926 erregte Coco Chanel mit ihrem Klassiker dem „kleinen Schwarzen“ (frz.: petite robe noire), einem knielangen schwarzen Abendkleid - in einer Zeit, in der kurze Rocklängen noch immer ungewohnt und die Kleider-Farbe schwarz zumeist den Dienstboten vorbehalten war - erneut große Aufmerksamkeit in der Modebranche und erschuf somit eines der bedeutendsten Kleidungsstücke des 20. Jahrhunderts. Bald wurde der Chanel-Stil von allen Seiten kopiert, was allerdings nur noch mehr zum Prestige des Hauses beitrug. Coco Chanel entwarf auch Schmuckkollektionen - sie gilt als Erfinderin des Modeschmucks - wobei sehr häufig lange Perlen-Ketten zum Einsatz kamen.

Die Parfümsparte von Chanel wurde 1924 als Parfums Chanel in Neuilly offiziell etabliert, nachdem bereits 1922 von Coco Chanel zusammen mit dem Chemiker Ernest Beaux aus Grasse das berühmte Parfüm Chanel Nº 5 sowie eine Reihe anderer, später eingestellter Parfüms (Nº 11, Nº 14, Nº 20, Nº 21, Nº 27, Nº 55) lanciert worden war. Der französische Geschäftsmann Pierre Wertheimer (* 8. Januar 1888; † 24. April 1965) und sein Bruder Paul (* 22. Juni 1883; † ), Eigentümer des international agierenden Kosmetik-Konzerns Bourjois aus Pantin, brachten die finanziellen Möglichkeiten, die Fabrikationsstätten für Parfüm, die kommerzielle Expertise und die nötigen Geschäftsverbindungen in das Unternehmen mit ein und hielten infolge 70% an der von der Mode-Sparte des Hauses Chanel getrennt tätigen Firma. Mademoiselle Chanel selbst besaß lediglich 10% der Anteile und der Gründer der Galeries Lafayette Théophile Bader - ein elsässischer Freund des Vaters der Wertheimers, welcher die Begegnung mit Coco Chanel 1923 in Deauville initiiert hatte - hielt 20%. Mit Bader war Chanel über ihren Modesalon und das Parfüm Nº 5 bereits geschäftlich verbunden und befreundet gewesen. 1926 wurde die erste Chanel-Boutique in London eröffnet. Coco Chanel versuchte nach für sowohl die Mode- als auch die Parfüm-Sparte geschäftlich sehr erfolgreichen Jahren in den 1930ern vergebens durch Klagen, ihre Besitzanteile an Parfums Chanel zu erhöhen.

1930 stattete Chanel die Leinwand-Stars von United Artists aus. 1935 zählte Chanel bereits 4.000 Angestellte und verkaufte 28.000 Kleidungsstücke, obwohl das Unternehmen die Weltwirtschaftskrise 1929 besonders auf dem amerikanischen Markt zu spüren bekommen hatte. Im September 1939, nachdem der Zweite Weltkrieg begonnen hatte, stellte Coco Chanel die Haute Couture Mode ein und verkaufte vorübergehend nur noch Parfüm und Accessories. 1940 emigrierte die ursprünglich aus dem Elsass stammende, jüdische Familie Wertheimer mit deutschen Wurzeln über Brasilien in die USA; die Anteile an Parfums Chanel wurden bis zu ihrer Rückkehr nach dem Weltkrieg vom befreundeten Flugzeug-Hersteller Félix Amiot pro forma übernommen und danach an Pierre Wertheimer zurückgegeben, ohne dass Coco Chanel die Besitzverhältnisse beeinflussen konnte. Mlle. Chanel zog nach Vorwürfen, sie habe mit Nazi-Deutschland kollaboriert, bis 1953 in die Schweiz. Nach finanziellen Auseinandersetzungen und persönlichen Streitigkeiten mit Pierre Wertheimer einigten sich Coco Chanel und er 1947 auf eine weitere geschäftliche Zusammenarbeit, wobei Wertheimer sich die Rechte an allen Produkten der Marke Chanel sicherte und Coco Chanel eine Einmalzahlung von umgerechnet 350.000 Dollar sowie eine fortwährende Umsatzbeteiligung von 2% (entsprach bis zu einer Million Dollar pro Jahr) zugestand, um einen Gerichtsprozess oder einen Alleingang von Mlle. Chanel zu vermeiden. 1954 übernahmen die Wertheimers auch den 20%-Anteil von Théophil Bader sowie die Modesparte des Unternehmens. Die Haute Couture - inzwischen dominiert von Konkurrenten wie Dior, Fath oder Balenciaga - wurde unter der Regie der mittlerweile 70-jährigen Coco Chanel im Hause Chanel wiederbelebt. Die Kollektionen waren nach anfänglichen Schwierigkeiten äußerst erfolgreich und beflügelten im Nebeneffekt den Umsatz des Parfüm-Geschäfts.

Der erste Herren-Duft des Hauses, Chanel pour Monsieur, wurde 1955 auf den Markt gebracht und ist bis heute erhältlich. Im gleichen Jahr wurde eine abgesteppte Chanel-Handtasche mit Goldkette präsentiert. 1956 wurde die US-amerikanische Niederlassung Chanel, Inc. in New York gegründet.[3] Von Marilyn Monroe ist bekannt, dass sie "zum Schlafen nur einige Tropfen Chanel No. 5" und sonst nichts trug, und die Fotos der sich in einem blutverschmiertem Chanel-Kostüm (bzw. je nach Quelle ein pinkfarbenes Kostüm im Chanel-Stil) über ihren angeschossenen Ehemann beugenden Jacqueline Kennedy gingen 1963 um die Welt.[4][5][6] 1965 übernahm nach Pierres Tod dessen Sohn Jacques (* 18. August 1911; † 6. Februar 1996), ein begeisterter Pferdezüchter, die Leitung des Hauses Chanel. Unter seiner Führung sanken die Umsätze des Parfüm-Geschäfts; Chanel-Parfüm war in den USA mittlerweile sogar zu immer weiter sinkenden Preisen in Drogerie-Ketten zu kaufen.

Bis zu ihrem Tod im Alter von 88 Jahren war Coco Chanel für die Kreationen des Hauses verantwortlich.

Karl Lagerfeld

Hauptartikel: Karl Lagerfeld
Karl Lagerfeld mit Sebastien Jondeau im Hintergrund (Februar 2008)
Claudia Schiffer im Chanel-Outfit als Gast bei der Chanel Prêt-à-porter-Schau F/S 2010 (Oktober 2009)

Nach Coco Chanels Tod 1971 nahm Gaston Berthelot, ein Dior-Designer, wenig erfolgreich ihren Platz als Designer der Chanel-Mode ein. 1974 übernahm Pierres Sohn Alain, welcher mit seinem Bruder Gerard bis heute alleiniger Eigentümer von Chanel ist, die Leitung des Konzerns während sein Vater bis 1978 dem Aufsichtsrat angehörte. Die erste Prêt-à-porter-Modekollektion von Chanel, Chanel Boutique, wurde 1978 unter der Leitung von Philippe Guibourgé mit mäßigem Erfolg präsentiert. 1980 stellte Alain Wertheimer die Werbefachfrau Kitty D'Alessio ein, welche wiederum den damaligen Chloé-Designer Karl Lagerfeld mit Wertheimer bekannt machte. 1983 wurde Lagerfeld zunächst als Berater für die Haute Couture eingestellt und 1984 zum Chef-Designer der gesamten Mode-Sparte des Hauses ernannt. Lagerfeld verhalf durch moderne Interpretationen des Erbes von Coco Chanel der damals etwas angestaubten Modemarke wieder zu ihrem altem Glanz und trug durch den Ausbau der Kollektionen maßgeblich dazu bei, dass Chanel heute auch bei jungen Frauen zu den tonangebenden Top-Marken in der hochpreisigen Damenmode zählt. 1987 wurden zum ersten Mal Armbanduhren von Chanel angeboten.

Unter Lagerfeld wurde das französische Model Inès de la Fressange ab 1983 medienwirksames Werbe-Gesicht für Chanel, bis Lagerfeld sie 1990 durch das deutsche Model Claudia Schiffer ersetzte. Schiffer und Lagerfeld gingen 1996 getrennte Wege, arbeiteten aber seit Anfang der 2000er Jahre wieder für die Marke Chanel miteinander. Inès de la Fressange führte Ende 2010 die Haute Couture Modenschau von Chanel als Model an. Ab den 2000er Jahren wurden vermehrt internationale Stars wie Vanessa Paradis, Nicole Kidman, Audrey Tautou, Keira Knightley oder Blake Lively als Testimonials für Chanel eingesetzt.

Chanel-Konzern

Zur Chanel-Gruppe (Holdings: Pamerco AG, Glarus sowie New Litor Limited, George Town) gehörten unter anderem von 1993 bis 1998 eine Beteiligung am defizitären amerikanischen Modelabel Isaac Mizrahi, seit 1993 der Schweizer Uhrenhersteller G&F Chatelain, seit 1996 der britische Waffenhersteller Holland & Holland mit eigener Jagdmodenkollektion, von 1996 bis 2005 als Joint Venture die Friseursalon-Kette Frédéric Fekkai, seit 1997 der Bademodenhersteller Eres, seit 1998 eine Beteiligung am Uhrenhersteller Bell & Ross und seit 2002 die langjährigen Chanel-Zulieferer A. Michel et Cie. (Hüte), Massaro (Schuhe), Lemarié (Federn), Desrues (Accessoires) und Lesage (Stickereien) aus Paris.[7] Konzern-Zahlen werden von Chanel nicht veröffentlicht. Anfang der 2000er Jahre wurde der Jahresumsatz auf über 2 Mrd. Dollar geschätzt. Das Familienvermögen von Alain (Konzern-Chef, New York) und Gérard (Europa-Chef, Genf) Wertheimer wurde Mitte der 2000er auf 5 Mrd. Euro geschätzt.[8] Die Familie lebt zurückgezogen und tritt in der Öffentlichkeit nicht in Erscheinung.

Boutiquen

Die Chanel-Boutique am Rodeo Drive (2008)

Chanel-Mode wird nur über die eigenen Boutiquen und wenige ausgewählte Kaufhäuser des gehobenen Genres, in welchen sich meist Chanel Shops-in-Shop befinden, vertrieben. Weltweit gibt es über 200 Chanel Boutiquen, von welchen nicht alle das Komplett-Sortiment führen.[9] In Deutschland unterhält Chanel sechs Geschäfte: Berlin (2x), Düsseldorf, Hamburg, Frankfurt am Main und München. In der Schweiz sind es die Standorte Genf (2x), St. Moritz und Zürich, und in Österreich befindet sich Chanel am Kohlmarkt in Wien.

Kollektionen

Haute Couture Kollektion H/W 2011; präsentiert im Juli 2011 im Grand Palais

Chanel bietet ausschließlich Damenmode an. Karl Lagerfeld entwirft für das Haus Chanel acht Kollektionen pro Jahr:[10] vier hochpreisige Prêt-à-porter-Kollektionen, zwei nicht weniger teuere Vor-Kollektionen (ebenso Prêt-à-porter-Mode) sowie zwei Haute Couture Kollektionen im obersten Preissegment. Bei den regulären Prêt-à-porter-Kollektionen gibt es pro Saison je eine modisch-aufwendige Laufstegkollektion, welche bereits sechs Monate vor dem Verkauf während der Pariser Modewochen präsentiert wird, sowie eine klassischere Kollektion, welche direkt in den Verkauf geht und zuvor nicht auf dem Laufsteg präsentiert wird. Die weltweiten Chanel-Boutiquen werden demnach alle zwei Monate mit neuer Ware aus den Prêt-à-porter- und Vor-Kollektionen beliefert. Die für einen exklusiven Käuferkreis bestimmte Haute Couture Mode wird - mit Ausnahme von in größeren Boutiquen wie bspw. in New York angebotenen Mustermodellen - der zahlungskräftigen internationalen Kundschaft vorwiegend im Atelier in der Rue Cambon in Paris angepasst und verkauft.

  • Haute Couture - Frühjahr/Sommer sowie Herbst/Winter
  • Prêt-à-porter - Frühjahr/Sommer sowie Herbst/Winter (jeweils Laufsteg- und Klassik-Kollektion)
  • Vor-Kollektionen:
    • Croisière/Resort - "Pre-Spring" (Frühjahrs-/Sommermode im Winter)
    • Metiers d'art - "Pre-Fall" (Herbst-/Wintermode im Sommer)

Letztere soll seit dem Erwerb der ehemaligen Zulieferer-Werksstätten (Massaro/Schuhe, Lemarié/Federn und Blüten, Desrues/Accessoires, Michel/Hüte etc.) im Jahr 2002 deren kunsthandwerkliche Fertigkeiten hervorheben. Die Métiers d'art (dt.: Kunsthandwerke) Schauen wurden seit 2004 nach Metropolen benannt (und meist auch dort vorgeführt), welche in irgendeiner Weise mit Coco Chanel in Verbindung stehen: Paris-Tokio (Pre-Fall 2005), Paris-New York (Pre-Fall 2006), Paris-Monte Carlo (Pre-Fall 2007), Paris-London (Pre-Fall 2008), Paris-Moskau (Pre-Fall 2009)[11], Paris-Shanghai (Pre-Fall 2010)[12], Paris-Byzanz (Pre-Fall 2011, in Paris gezeigt)[13].

Analog wurden die Resort-Kollektion an besonderen Schauplätzen vorgeführt: Bootsfahrt auf der Seine (Pre-Spring 2005), Busfahrt durch Paris (Pre-Spring 2006), New York Grand Central Station (Pre-Spring 2007), Santa Monica Airport (Pre-Spring 2008), Miami (Pre-Spring 2009), Lido di Venezia (Pre-Spring 2010), Saint Tropez (Pre-Spring 2011), Antibes (Pre-Spring 2012).

Seit 2006 werden die Prêt-à-porter-Schauen und in den letzten Jahren mitunter auch die Haute Couture Präsentationen von Chanel im Pariser Grand Palais vorgeführt, welcher zu diesem Zweck jeweils ein besonderes Dekor erhält. Die Chanel-Schauen sind - aufgrund der wohlhabenden Besucher unter hohen Sicherheitsvorkehrungen - aufwendig inszenierte und kostenintensive Veranstaltungen für geladene Gäste und ziehen jedes Mal ein großes Medien-Echo auf sich.

In den letzten Jahren tauchten in den Chanel-Modenschauen auch männliche Modelle - vorgeführt von Lagerfelds Lieblingsmodels wie Brad Kroenig, Sebastien Jondeau oder Baptiste Giabiconi - auf, obwohl Chanel keine Bekleidung für Herren herstellt. Lagerfeld erklärte dies mit dem Umstand, dass Coco Chanel sich die Inspiration für ihre Damenkollektionen einst aus der Männermode holte. Mit seinen männlichen Chanel-Modellen (im Grunde für Herren modifizierte Damen-Modelle) wolle Lagerfeld diesen Umstand - zumindest während der Modenschauen - als Hommage an Coco umkehren.

Typische Chanel-Verkaufsfläche für Kosmetik in Hong Kong
Das berühmteste Parfüm von Chanel: N° 5

Parfüm und Kosmetik

Hauptartikel: Chanel Nº 5

Das Unternehmen entwickelte im Laufe der Jahre eine ganze Reihe bis heute erhältlicher hochpreisiger Damen- und Herrendüfte, z. B. Pour Monsieur (1955), Nº 19 (1971), Cristalle (1974), Antaeus (1981), Coco (1984), Egoïste (1990), Platinum Egoïste (1993), Allure / Allure Homme (1999; und Variationen in den Folgejahren), Coco Mademoiselle (2001), Chance (2002; und spätere Variationen), Bleu de Chanel (2010) und viele weitere. Daneben gibt es die Exclusifs de Chanel, eine Reihe von 12 in den Chanel-Boutiquen erhältliche Eau de Toilettes in identischen 200ml-Flacons, zu denen neben Nº 22 (1922) und Sycomore (2008) auch Gardénia (1925), Cuir de Russie (1927), Coromandel (2007), Nº 18 (2007), Beige (2008) und weitere zählen. Im Laufe der Jahre wurden allerdings auch einige - besonders die zahlreichen während der 1930er und 1940er Jahre lancierten Düfte (Ivoire, Glamour, Cynique etc.) - wieder eingestellt. Chanel bediente sich bei der Entwicklung der Parfums neuester Erkenntnisse der organischen Chemie und der Duftwissenschaft, langjähriger Parfumeur des Hauses Chanel ist Jacques Polge. Außerdem existieren hochpreisige pflegende und dekorative Kosmetik-Serien aus dem Hause Chanel, welche sowohl über die eigenen Boutiquen als auch über den Parfümerie-Fachhandel vertrieben werden.

Weblinks

 Commons: Chanel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. World's Richest People: Wertheimer, Alain & Gerard, forbes.com, 2005
  2. Königin der Haute Couture, Die Zeit, 12. August 2009
  3. Chanel, Inc., Business Week, abgerufen: 19. Oktober 2010
  4. Vor 85 Jahren: Chanel No. 5 kommt auf den Markt - Der Duft der Emanzipation, wdr.de, 5. Mai 2006
  5. The woman who REALLY invented French dressing: New movie reveals a different side to Coco Chanel, dailymail.co.uk, 31. Juli 2009
  6. Pink Chanel suit of Jacqueline Bouvier Kennedy, en.wikipedia.org, abgerufen: 6. Juni 2011
  7. The Power Behind The Cologne, The New York Times (engl.), 24. Februar 2002
  8. Wer steckt hinter ... dem Chanel-Konzern?, stern.de, 25. Februar 2006
  9. Chanel – Unternehmensgeschichte, Abruf: 24. Mai 2009 (englischer Artikel)
  10. Fünf Minuten Lagerfeld, manager-magazin.de, 17. Februar 2009
  11. Folkloristische Hommage, amica.de, abgerufen: 21. März 2011
  12. Chanel meets China, vogue.de, 7. Dezember 2009
  13. Chanel Pre-Fall 2011 Métiers d'Art line - Für Könige und Kaiser, fem.com, 11. Dezember 2010

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