Michail Alexandrowitsch Kukuschkin

Michail Alexandrowitsch Kukuschkin
Michail Kukuschkin Tennisspieler
Michail Kukuschkin
Nationalität: KasachstanKasachstan Kasachstan
Geburtstag: 26. Dezember 1987
Größe: 183 cm
Gewicht: 72 kg
Spielhand: Rechts
Trainer: Anastasia Ulikhina
Preisgeld: 805.396 US-Dollar
Einzel
Karrierebilanz: 34:36
Karrieretitel: 1
Höchste Platzierung: 58 (1. November 2010)
Aktuelle Platzierung: 66
Grand-Slam-Bilanz
Doppel
Karrierebilanz: 8:12
Höchste Platzierung: 150 (18. Juli 2011)
Aktuelle Platzierung: 153
Grand-Slam-Bilanz
Letzte Aktualisierung der Infobox: 1. August 2011

Michail Alexandrowitsch Kukuschkin (russisch Михаил Александрович Кукушкин, engl. Transkription: Mikhail Kukushkin; * 26. Dezember 1987 in Wolgograd, Sowjetunion) ist ein kasachischer Tennisspieler russischer Herkunft.

Inhaltsverzeichnis

Tenniskarriere

bis 2006: Werdegang und erste Erfahrungen als Profi

Michail Kukuschkin begann im Alter von sechs Jahren mit dem Tennisspielen und wurde bis zu seinem 17. Lebensjahr von seinem Vater Alexander Kukuschkin trainiert.

Kukuschkin spielte nie auf der Juniorentour, sondern begann ab 2005 direkt, im Erwachsenenbereich auf Future-Turnieren zu spielen. 2006 qualifizierte er sich erstmals für Turniere der ATP Challenger Tour, zudem erreichte er im November 2006 in Russland sein erstes Future-Finale.

2007–2009: Challenger-Turniersiege und Erfolge im Davis Cup und auf der ATP Tour

Im August 2007 gewann Michail Kukuschkin gleich zwei Challenger-Turniere hintereinander: In Saransk besiegte er Iwan Sergejew, und eine Woche später triumphierte er in Samarkand über Manuel Jorquera. Im Oktober 2007 konnte sich Kukuschkin in Sankt Petersburg erstmals für ein ATP-Turnier qualifizieren, er verlor jedoch in der ersten Runde gegen Michail Ledovskikh. In der Tennis-Weltrangliste stieg er daraufhin bis auf Rang 201.

Im März 2008 folgte in Barletta mit einem Sieg über Boris Pašanski der dritte Challenger-Titel. Im Anschluss gewann Kukuschkin in Russland ein Future-Turnier, und konnte sich dann im April 2008 für das ATP-Turnier von Barcelona qualifizieren. Dort besiegte er in der ersten Runde den damaligen Weltranglisten-24. Jarkko Nieminen, und erreichte nach einem Sieg über Pablo Cuevas das Achtelfinale, wo er dann Albert Montañés unterlag. In der folgenden Woche erreichte er mit Rang 131 seine bis dahin beste Weltranglistenplatzierung. Bei den French Open 2008 versuchte Kukuschkin erstmals, sich für ein Grand-Slam-Turnier zu qualifizieren, er schied jedoch in der zweiten Qualifikationsrunde aus. Im Sommer 2008 zog Michail Kukuschkin von Russland ins kasachische Astana und nahm (genau wie seine Landsmänner Andrei Golubew und Juri Schukin) die kasachische Staatsbürgerschaft an. Daraufhin konnte er im September 2008 erstmals für Kasachstan im Davis Cup spielen, und steuerte zum 5:0-Sieg über die Philippinen einen Einzelsieg bei. Seitdem hat er in acht Davis-Cup-Partien zehn von 14 Einzeln gewonnen. Im Oktober 2008 konnte sich Kukuschkin für die beiden russischen Indoor-ATP-Turniere von Moskau und Sankt Petersburg qualifizieren. In Moskau schied er in der ersten Runde aus, in Sankt Petersburg erreichte er nach einem Sieg über den Top-25-Spieler Marin Čilić die zweite Runde.

Auch im Jahr 2009 konnte sich Michail Kukuschkin für mehrere ATP-Turniere qualifizieren und auch einige Siege verzeichnen: Im März 2009 besiegte er in der ersten Runde des Masters-Turniers von Miami Tommy Haas, und im April 2009 in Barcelona ebenfalls in der ersten Runde Pere Riba. Im Juli 2009 feierte Kukuschkin in Pensa nach einem Sieg über Ilja Martschenko seinen vierten Challenger-Titel. Für ein Grand-Slam-Turnier konnte er sich auch in diesem Jahr nicht qualifizieren: Das Erreichen der dritten Qualifikationsrunde bei den US Open im September 2009 war sein bis dahin bestes Ergebnis in dieser Turnierkategorie. Im Oktober 2009 gelang Kukuschkin sein bislang größer Erfolg bei einem ATP-Turnier: In Moskau überstand er die Qualifikation und erreichte dann nach Siegen über die Top-100-Spieler Fabio Fognini, Wayne Odesnik sowie Pablo Cuevas das Halbfinale, in dem er dann dem späteren Turniersieger Michail Juschny unterlag.

2010–2011: Einstieg in die Top 100 und erster ATP-Titel

Das Jahr 2010 begann ähnlich wie das vorangegangene: Michail Kukuschkin konnte sich für mehrere ATP-Turniere qualifizieren, und erreichte dabei in Zagreb und Houston jeweils die zweite Runde. Im Juli 2010 gewann er in Braunschweig seinen fünften Challenger-Titel, wobei er im Finale von der Aufgabe seines Gegners Marcos Daniel profitierte. Daraufhin stieg Kukuschkin erstmals in die Top 100 der Weltrangliste ein. Drei Wochen später folgte in Pensa mit einem Sieg über Konstantin Krawtschuk die erfolgreiche Titelverteidigung. Im August 2010 verlor Kukuschkin in Istanbul gegen Adrian Mannarino in seinem siebten Challenger-Finale erstmals ein Endspiel. Dennoch war er danach durch seine Weltranglistenposition bei den US Open 2010 erstmals für ein Grand-Slam-Turnier qualifiziert. Dort war er jedoch bereits in der ersten Runde dem späteren Viertelfinalisten Stanislas Wawrinka in drei Sätzen unterlegen. Nur zwei Wochen später revanchierte er sich für diese Niederlage, als er im Davis Cup Wawrinka in fünf Sätzen besiegte und damit Kasachstan den Weg zum 5:0-Sieg über die Schweiz ebnete. Kasachstan schaffte dadurch erstmals den Einzug in die Weltgruppe. Im Oktober 2010 erreichte Kukuschkin bei den Thailand Open in Bangkok das Viertelfinale, war dort jedoch gegen den Weltranglistenersten Rafael Nadal chancenlos. Zwei Wochen später konnte Michail Kukuschkin in Sankt Petersburg erstmals ein ATP-Finale erreichen. Dort besiegte er in zwei Sätzen den topgesetzten Michail Juschny und sicherte sich somit seinen ersten ATP-Titel. In der Weltrangliste erreichte er daraufhin mit Rang 58 seine bislang beste Platzierung

Zu Beginn des Jahres 2011 verlor Michail Kukuschkin bei seinem Australian-Open-Debüt in der ersten Runde gegen den späteren Viertelfinalisten Alexander Dolgopolow. Auch die folgenden Monate verliefen wenig erfolgreich für Kukuschkin: Zwar konnte er bei den French Open durch einen Sieg über Daniel Brands erstmals die zweite Runde eines Grand-Slam-Turniers erreichen, dies blieb aber neben zwei weiteren Erstrundensiegen bei den Miami Masters sowie in Eastbourne sein einziger ATP-Matchgewinn. Dem gegenüber standen neun Erstrundenniederlagen, bei vier weiteren Turnieren scheiterte er sogar bereits in der Qualifikation. Einziger Höhepunkt war Anfang März 2011 der 3:2-Sieg Kasachstans über Tschechien in der ersten Runde der Davis-Cup-Weltgruppe, zu dem Kukuschkin den entscheidenden Sieg über Jan Hájek beisteuerte. Im Viertelfinale gegen Argentinien verlor Kasachstan dann allerdings mit 0:5. Im Juli 2011 spielte Kukuschkin in Pensa erstmals in diesem Jahr wieder ein Turnier auf der Challenger Tour. Er erreichte wie schon in den beiden Jahren zuvor das Finale, verlor dort jedoch in drei Sätzen gegen Arnau Brugués-Davi. Nur eine Woche später stand Michail Kukuschkin in Astana erneut in einem Challenger-Finale, und diesmal setzte er sich in zwei Sätzen gegen Serhij Bubka durch und sicherte sich somit seinen ersten Titel in diesem Jahr.

Erfolge

Legende (Anzahl der Siege)
Grand Slam
ATP World Tour Finals
ATP World Tour Masters 1000
ATP World Tour 500
ATP World Tour 250 (1)
ATP Challenger Tour (7)

Einzel

Siege

Nr. Datum Turnier Belag Finalgegner Endergebnis
1. 5. August 2007 RusslandRussland Saransk Sand UkraineUkraine Iwan Sergejew 6:3, 6:1
2. 11. August 2007 UsbekistanUsbekistan Samarkand Sand ItalienItalien Manuel Jorquera 6:4, 6:3
3. 30. März 2008 ItalienItalien Barletta Sand SerbienSerbien Boris Pašanski 6:3, 6:4
4. 25. Juli 2009 RusslandRussland Pensa (1) Hartplatz UkraineUkraine Ilja Martschenko 6:4, 6:2
5. 4. Juli 2010 DeutschlandDeutschland Braunschweig Sand BrasilienBrasilien Marcos Daniel 6:2, 3:0 RET
6. 24. Juli 2010 RusslandRussland Pensa (2) Hartplatz RusslandRussland Konstantin Krawtschuk 6:3, 6:73, 6:3
7. 31. Oktober 2010 RusslandRussland Sankt Petersburg Hartplatz (i) RusslandRussland Michail Juschny 6:3, 7:62
8. 31. Juli 2011 KasachstanKasachstan Astana Hartplatz UkraineUkraine Serhij Bubka 6:3, 6:4

Weblinks


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