Robotron-Gelände Pirnaischer Platz

Robotron-Gelände Pirnaischer Platz
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Auf dem Robotron-Gelände am Pirnaischen Platz in Dresden befinden sich die Gebäude der ehemaligen Leitung und des Zentrums für Forschung und Technik (ZFT) des VEB Kombinat Robotron. Der Gebäudekomplex befindet sich an der St.-Petersburger Straße (ehemalige Leningrader Str.) zwischen Pirnaischer Platz und Georgplatz. Im Süden schließt sich die Bürgerwiese und in Richtung Osten unmittelbar das Hygienemuseum an das Gelände an.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Die SED-Kreisleitung entschloss sich im Jahre 1968, in der Stadtmitte Dresdens einen neuen Gebäudekomplex für die Entwicklung und Herstellung von Rechentechnik an der St.-Petersburger Str. gegenüber dem Neuem Rathaus zu bauen. Der 1969 bis 1972 vom VEB Wohnungs- und Gesellschaftsbau erstellte Gebäudekomplex besteht aus einem L-Bau (Kombinatsleitung), dem Atrium I (ZFT) und Atrium II (1980 fertiggestellt, Robotron-Messelektronik und Betriebspoliklinik), einem Sozialgebäude (Betriebsgastätte) sowie dem Rechenzentrum[1].

Beschreibung

Der Gebäudekomplex wurde von einem Architektenkollektiv unter Leitung von Axel Magdeburg und Werner Schmidt projektiert. Der Dresdner Künstler Friedrich Kracht entwarf die schmückenden Betonformsteine im Stil der 1970er-Jahre. Zusammen mit Karl-Heinz Adler schuf Kracht viele dieser unterschiedlich zusammensetzbaren ornamentalen Betonelemente[2].

Bemerkenswert sind die aneinandergereihten Formsteinfassaden aus Beton. Die Wandgestaltung durch plastische Betonformsteine stellt das Ornament in der Moderne der DDR-Architektur der 1970er-Jahre dar. Diese wurden als besonderer Schmuck an die Stirnseite der Bürohäuser angebracht. Betonformsteine bilden auch die durchbrochenen Wandmauern auch außerhalb des Robotron Areals.

So dienen Betonformsteine in dem von Herbert Zimmer, Peter Schramm und Siegfried Thiel geplanten Speisesaal zur Gestaltung der Wand. Ein dekonstruktivistisches, abstraktes Glasmosaik schmückt das Treppenhaus. Im Hof des heutigen „Bürozentrums Robotron“ befindet sich eine Schmuckwand bestehend aus Betonformsteinen. Durchbruchplastische Module aus Beton schmücken Wände und Mauern. Keramik-Formstein dient als Element der Fassaden- und Landschaftsgestaltung.

Nutzung

Während der 1990er Jahre war der Abriss der Gebäude vorgesehen. Dieser Plan wurde zwischenzeitlich aufgegeben oder aufgeschoben. Teile der alten Robotron-Gebäude werden von kleineren Unternehmen genutzt. An der zur St.-Petersburger Str. liegenden Seite befindet sich ein Skatepark.

Einzelnachweise

  1. Gerhard Merkel: VEB Kombinat Robotron - Ein Kombinat des Ministeriums für Elektrotechnik und Elektronik der DDR. Dresden 2006, S. 27 f..
  2. Robotrongelände Dresden. Abgerufen am 23. Dezember 2010.
51.04772113.744991

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