Abtei Notre Dame (Soissons)
Die Ruine der Abteikirche von Notre Dame

Notre Dame ist die Ruine eines Benediktinerinnenklosters in der französischen Stadt Soissons (Département Aisne).

Die Abtei von Notre Dame wurde unter den Merowingern zwischen 659 und 666 gegründet und wurde später karolingische Reichsabtei. Gisela, die Schwester Karls des Großen, war hier Äbtissin und seine Tochter Rotrude Nonne. Eine bedeutende spätere Äbtissin war Katharina von Bourbon, die Tante Heinrich IV. Unter Kaiser Ludwig dem Frommen wurde das Benediktinerinnenkloster Notre Dame zu Soissons Mutterkloster der Reichsabtei Herford, während die Benediktinerabtei Corbie Mutterkloster der Reichsabtei Corvey wurde.

Das einstmals umfangreiche Abteigelände umfasste drei Sakralbauten, die Abteikirche Notre Dame sowie die Kirchen St. Pierre und St. Genevieve. Weiter war die Abtei berühmt für ihre Reliquiensammlung, darunter den „Schuh Mariens“. Im Zuge der Französischen Revolution wurde die Abtei aufgehoben und abgerissen.

Das ehemalige Abteigelände von Notre Dame erstreckt sich im heutigen Soissons vom Platz an der Kathedrale, dem Postamt sowie dem Justizpalast bis zum Ufer der Aisne. Erhalten hat sich von den Sakralbauten lediglich ein Stück des nördlichen Querschiffes der Abteikirche mit zwei ornamentgeschmückten romanischen Fenstern sowie die zwei westlichen Joche des Langhauses von St. Pierre, die heute als Ehrenmal dienen.

Die Westfassade von St. Pierre

Quellen

  • Office de Tourisme, Ville de Soissons
  • Kroker, Martin, Kaiser, Könige und fromme Frauen. Das Reichsstift Herford in ottonischer, salischer und staufischer Zeit, in: Olaf Schirmeister (Hg.), Fromme Frauen und Ordensmänner. Klöster und Stifte im heiligen Herford, Bielefeld 2000, S. 77-126.

Weblinks

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