Abtei Susteren
Das Westwerk der Kirche, vom angrenzenden Friedhof aus gesehen
Die Basilika, von Nordosten aus gesehen

Die Abtei Susteren südlich von Roermond in der heutigen niederländischen Provinz Limburg wurde im 8. Jahrhundert gegründet.

Im Frühjahr 714 stellten Pippin der Mittlere und seine Frau Plektrudis dem Kloster einen Übertragungs- und Schutzbrief an den hl. Willibrord aus, der zugleich die freie Abtwahl gestattete. So wurde die Abtei ein Refugium der Missionare in Friesland und den Niederlanden.

Die Benediktinerabtei wurde nach Zerstörung durch die Wikinger im 9. Jahrhundert als weltliches Frauenstift neu gegründet. Die erste Äbtissin war die hl. Amalberg († um 800, auch Amalberga/Amelberga/Alma genannt). Die im 11. Jahrhundert erbaute, durch die zwischen 1885 bis 1890 erfolgten Restaurierungsarbeiten stark veränderte Stiftskirche ist deutlich von der ottonischen Kirche des Stifts Essen beeinflusst. Papst Benedikt XVI. erhob die Kirche 2007 zur Basilica minor.

Der lotharingische König Zwentibold, Förderer des Klosters und Vater oder Bruder der Äbtissinnen Benedikta und Cäcilia, wurde einer späten Überlieferung zufolge um 900 im Stift Susteren begraben. Die hl. Wastrada († Mitte 8. Jahrhundert) und der hl. Gregor († um 775/777) von Pfalzel-Utrecht, zunächst Begleiter des hl. Bonifatius bei seinen Missionen in Friesland, später Abt in Utrecht, fanden ebenfalls in der Abtei Susteren ihre letzte Ruhestätte.

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