Abundance
Bevölkerungsdichte – Stand 1994
Bevölkerungsdichte nach Staaten - 2006

Die Bevölkerungsdichte ist die mittlere Anzahl der Einwohner pro Fläche für ein bestimmtes Gebiet (Staat, Region oder ähnliches), in der Regel angegeben in Einwohner pro km². Man errechnet sie, indem man die Einwohnerzahl des Gebietes durch die Fläche des Gebietes teilt.

Ein etwas abgewandelter Begriff der Bevölkerungsdichte ist die Siedlungsdichte. Sie beschreibt die Einwohnerzahl je Quadratkilometer Siedlungs- und Verkehrsfläche.

Manchmal wird der Kehrwert, die Arealitätsziffer angegeben. Diese bezeichnet dann die „durchschnittliche Fläche pro Einwohner“.

Inhaltsverzeichnis

Bevölkerungsdichten in geographischen Einheiten

Länder

Das Land mit der

Zum Vergleich: Deutschland 231 Einwohner/km², Österreich 99.5 Einwohner/km², Schweiz 183.9 Einwohner/km²

Grönland hat mit 0,025 Einwohner/km² eine noch geringere Bevölkerungsdichte als die Mongolei, ist aber kein eigenständiges Land, sondern ein autonomer Bestandteil Dänemarks. Der dünnstbesiedelte Kontinent ist Antarktika mit 0,0001-0,0003 Einwohner/km².

Städte

Walled City, Hong Kong, 1989.

Innerhalb der Fläche eines Landes ist die Bevölkerungsdichte höchst unterschiedlich. Die höchsten Bevölkerungsdichten findet man in Städten, und oftmals kann man nochmals um ein Vielfaches höherere Bevölkerungsdichten in einzelnen Stadtteilen finden. Beispielsweise hat Macao (heute Volksrepublik China) bereits eine sehr hohe Dichte von 16.521 Einwohner/km². Der Distrikt Freguesia de Santo Antonio innerhalb von Macao hat jedoch noch eine viel höhere: hier kommen fast 100.000 Einwohner auf einen Quadratkilometer.

Die vermutlich höchste jemals erreichte Bevölkerungsdichte der Welt wies die Walled City auf, ein Stadtteil in Hong Kong, der 1993 abgerissen wurde. Hier lebten 50.000 Bewohner auf nur 0,026 km², was einer Weltrekord-Bevölkerungsdichte von 1.900.000 Einwohner/km² entspricht.

In Europa besitzt Paris mit 24.672 Einwohnern/km² eine sehr hohe Bevölkerungsdichte; das 11. Arrondissement hat die höchste Dichte von Paris mit 40.672 Einwohnern/km².

Deutschland

Bevölkerungsdichte in Deutschland nach Bundesländern und Landkreisen

Die statistisch am dichtesten besiedelte Großstadt in Deutschland ist München mit 4.300 Einwohner je km² vor Berlin mit 3.801 Einwohner/km² und Herne im Ruhrgebiet (3.300 Einwohner/km²). Hamburg als zweitgrößte deutsche Stadt beherbergt dagegen nur rund 2.300 Einwohner/km².

Die statistische Bevölkerungsdichte sagt allerdings nur sehr begrenzt etwas über die tatsächliche Bebauungsdichte und Einwohnerdichte einzelner Wohngebiete aus. Die Stadtgrenzen sind oft ziemlich willkürlich aus historischen Entwicklungen heraus entstanden. München verdankt seinen Spitzenplatz hier dem Zustand, dass die Stadtgrenzen relativ eng gewählt sind. Auch die Wohnungsbelegung, das heißt die Anzahl der Personen je Wohnungseinheit hat einen Einfluss auf die Bevölkerungsdichte. So haben Städte oder Stadtteile mit vielen Singlehaushalten eine tendenziell geringere Einwohnerdichte.

Hamburg hat durch den Hafen auf der Elbinsel sowie größere ländliche Gebiete große Flächen, auf denen nur sehr wenig Menschen wohnen, sodass der Durchschnitt der Bevölkerungsdichte gesenkt wird.

Dicht bebaute Wohngebiete ohne größere unbewohnte Gebiete mit eng gefassten Grenzen erreichen leicht Werte von über 10.000 Einwohner pro km². So hat der Bezirk Berlin-Kreuzberg eine Bevölkerungsdichte von über 15.000 Einwohner/km², der Hamburger Stadtteil Hoheluft-West hat etwa 18.000 Einwohner/km².

Der am dichtesten besiedelte Landkreis Deutschlands ist mit 1.239 Einwohner/km² der Kreis Mettmann, der zwischen Düsseldorf und dem Ruhrgebiet liegt.

Die am dünnsten besiedelte Gemeinde in Deutschland ist Wiedenborstel in Schleswig-Holstein, in der fünf Einwohner auf 4,52 km² kommen. Die Einwohnerdichte beträgt also 1,11 Einwohner/km². In Grimme im Fläming kommen 153 Einwohner auf 28,77 km², was einer Bevölkerungsdichte von 5,31 Einwohnern/km² entspricht.

Das am dichtesten besiedelte Flächenbundesland ist Nordrhein-Westfalen (529 Einwohner/km²) vor dem Saarland (406 Einwohner/km²). Das am wenigsten besiedelte ist Mecklenburg-Vorpommern (73 Einwohner/km²).

Österreich

Bevölkerungsdichte in Österreich nach Bundesländern

Die fünf österreichischen Großstädte (mehr als 100.000 Einwohner) sind nach der Bevölkerungsdichte wie folgt gereiht:

  1. Wien: 4.025/km²
  2. Salzburg: 2.288/km²
  3. Linz: 1.971/km²
  4. Graz: 1.960/km²
  5. Innsbruck: 1.124/km²

Der am dichtesten besiedelte Wiener Gemeindebezirk ist Margareten, wo auf 2,03 Quadratkilometern 52.296 Personen wohnen – das sind 25.787/km². An zweiter Stelle folgt Josefstadt, das mit 21.904 Einwohner pro Quadratkilometer ebenfalls noch einen Wert über 20.000 erreicht.

Schweiz

Bevölkerungsdichte in der Schweiz nach Kantonen

Die sechs Schweizer Großstädte sind nach der Bevölkerungsdichte wie folgt gereiht:

  1. Genf: 11.721/km²
  2. Basel: 7.301/km²
  3. Zürich: 4.046/km²
  4. Lausanne: 2.846/km²
  5. Bern: 2.484/km²
  6. Winterthur: 1.470/km²

Der Stadtkreis in Zürich mit der größten Bevölkerungsdichte ist Aussersihl (Kreis 4) mit 9.297 Einwohnern pro Quadratkilometer.

Aussagekraft

Die Aussagekraft des Wertes der Bevölkerungsdichte wird oft als gering betrachtet, da sie eine Durchschnittszahl darstellt. Sie gibt keinen Aufschluss über die unterschiedliche Bevölkerungsdichte aufgrund geographischer Besonderheiten, wie z.B. unbewohnbare Gebiete. Für Länder mit einem hohen Anteil an Wüsten oder Gebirge, wie zum Beispiel Ägypten, Saudi-Arabien oder China ist die Zahl daher wenig erhellend. Genauer wäre in diesem Fall die Besiedlungsdichte, bei der man sich nur auf die theoretisch besiedelbare Fläche bezieht.

Methodische Anmerkung: Die auf die Gemarkungsfläche bezogene Bevölkerungsdichte einer Stadt oder Gemeinde ist wenig aussagekräftig, da sie sehr davon abhängt, wie groß der Anteil der nicht besiedelten Flächen ist: Große Wald- und Ackerflächen im Bereich der Gemarkung reduzieren die Bevölkerungsdichte, dabei können die Bewohner der Stadtteile durchaus dicht gedrängt leben.

Ein Extrembeispiel bildet etwa die schwedische Gemeinde Kiruna. Hier leben 23.129 Einwohner auf 19.371 km². Das entspricht 1,2 Einwohnern je km². Allerdings leben im gleichnamigen Hauptort der Gemeinde 18.154 Einwohner bei nur 15,92 km² Fläche (1.140 Einwohner je km²). 78,5 % der Einwohner konzentrieren sich also auf nur 0,08 % der Fläche.

Siehe auch

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  • Abundance — may refer to: * Abundance (economics), the opposite of scarcity * Abundance (ecology), the relative representation of a species in a community * Abundance (programming language), a Forth like computer programming language * Abundance, a property… …   Wikipedia

  • Abundance — A*bun dance ([.a]*b[u^]n dans), n. [OE. (h)abundaunce, abundance, F. abondance, L. abundantia, fr. abundare. See {Abound}.] An overflowing fullness; ample sufficiency; great plenty; profusion; copious supply; superfluity; wealth: strictly… …   The Collaborative International Dictionary of English

  • abundance — ► NOUN 1) a very large quantity. 2) the state of having a very large quantity; plentifulness: vines grew in abundance. 3) the amount of something present in a particular area, volume, or sample. ORIGIN Latin abundantia, from abundare overflow …   English terms dictionary

  • abundance — index boom (prosperity), bulk, plethora, prosperity, quantity, quorum, spate, store ( …   Law dictionary

  • abundance — (n.) mid 14c., from O.Fr. abondance and directly from L. abundantia fullness, plenty, noun of state from abundantem (nom. abundans), prp. of abundare to overflow (see ABOUND (Cf. abound)) …   Etymology dictionary

  • abundance — [n] great amount or supply affluence, ampleness, bounty, copiousness, fortune, myriad, opulence, plenitude, plenty, plethora, profusion, prosperity, prosperousness, riches, thriving, wealth; concepts 710,767 Ant. dearth, deficiency, inadequacy,… …   New thesaurus

  • abundance — [ə bun′dəns] n. [ME aboundaunce < OFr abondaunce < L abundantia < prp. of abundare: see ABOUND] 1. a great supply; more than sufficient quantity 2. great plenty; wealth …   English World dictionary

  • abundance — n. 1) an abundance of (there was an abundance of water power) 2) in abundance (we had food in abundance) 3) of abundance (a life of abundance) * * * [ə bʌndəns] of abundance (a life of abundance) an abundance of (there was an abundance of water… …   Combinatory dictionary

  • abundance — noun ADJECTIVE ▪ great, rich, sheer ▪ We were amazed by the sheer abundance of food. ▪ relative ▪ high, low …   Collocations dictionary

  • abundance — a|bun|dance [əˈbʌndəns] n [singular, U] a large quantity of something abundance of ▪ an abundance of wavy red hair in abundance ▪ One quality the team possessed in abundance was fighting spirit …   Dictionary of contemporary English

  • abundance — a|bun|dance [ ə bʌndəns ] noun uncount FORMAL a very large quantity of something: abundance of: The lake attracts an abundance of wildlife. in abundance: The evidence is there in abundance. ─ opposite SCARCITY …   Usage of the words and phrases in modern English

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