Academia (Zeitschrift)

Die Academia ist seit 1888 bis heute die Verbandszeitschrift des Cartellverbandes der katholischen deutschen Studentenverbindungen (CV), die im zweimonatigen Rhythmus erscheint.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Die erste Ausgabe der „Academia“ erschien am 20. Mai 1888 auf Initiative von Dr. Hermann-Joseph Wurm. Wurm über den Sinn und Zweck der Academia in der ersten Ausgabe 1888: „Da die ‘Academia’ nur den Interessen des CV dienen soll, so selbstverständlich Politik und Polemik in ihr keine Stelle finden. So möge sie denn hinausziehen, Kunde zu bringen von Leben und Streben im CV, beizutragen zum treuen Zusammenhalten aller Cartellbrüder zu helfen zum ‘Vivat, Crescat, Floreat Cartellverband!“ Weiter erläutert Wurm: „Die Academia entstand nicht aufgrund eines Beschlusses des CV, sondern ist ein reines Privatvergnügen von mir“.[1] Gedruckt wurde die erste Ausgabe in der Buchbinderei Franz Quick in Warburg.

Die Academia ist auch Nachfolger des Correspondenzblattes, das seit 1909 nicht mehr veröffentlicht wird.

Zeitschrift heute

Die über 100 Seiten starke Zeitschrift erscheint im 100. Jahrgang (2007). Die Auflage pro Ausgabe wird mit 29.820 Exemplaren (2010) angegeben. Es werden neben den üblichen Mitteilungen zum Verband auch umfangreiche Beiträge zu Staat, Gesellschaft, Wissenschaft, Politik, Wirtschaft, Religion und Kultur veröffentlicht.

Seit der Trennung 1933 des CV und des Österreichischen Cartellverbandes (ÖCV) brachte der ÖCV ein eigenes Mitteilungsblatt heraus. Seit dem Jahr 1949 gibt es eine österreichische Version der Academia, mit einer Auflage von über 13.000 Exemplaren. Aktueller Herausgeber ist Dr. Herbert Kaspar.

Chefredakteure und Herausgeber

Academia (CV)

  • 1888 bis 1889 – Dr. Hermann-Joseph Wurm, Pfarrer
  • 1889 bis 1896 – Florian Werr, Pfarrer
  • 1896 bis 1897 – Dr. Ernst Heitzmann, Arzt
  • 1897 bis 1911 – Dr. Hermann-Joseph Wurm, Pfarrer
  • 1911 bis 1931 – Dr. Josef Weiß, Historiker
  • 1931 bis 1935 – Dr. Hubert Max
  • 1935 – Hans Link
  • 1956 bis 1959 – Ernst Kayser
  • 1959 bis 1965 – Hanns Schold
  • 1965 bis 1967 – Albert Scharf (*1934), Verwaltungsjurist
  • 1967 bis 1977 – Dr. Norbert Matern (*1934), Journalist und Publizist
  • 1977 bis 2010 – Dr. Johannes Leclerque (1935−2010), Journalist[2]
  • seit 2010 – Dr. Veit Neumann, Journalist und Theologe

Academia (ÖCV)

Herausgeber/ Amtsträger

  • 1949 bis 1957 – Ernst Marboe
  • 1957 bis 1966 – Helmut Steinacker
  • 1966 bis 1969 – Heribert Steinbauer
  • 1969 bis 1973 – Wolfgang Aigner
  • 1973 bis 1976 – Ernst Wolfram Marboe
  • 1976 bis 1980 – Peter Hofbauer
  • 1984 bis 1992 – Erwin Rotter
  • 1984 bis 1992 – Walter Schwarz
  • 1992 bis 1996 – Gerald Freihofner
  • 1996 bis 1997 – Martin Zimper
  • 1997 bis 2001 – Gerhard Tschugguel
  • seit 2001 – Prof. Dr. Herbert Kaspar

Chefredakteure

  • 1957 bis 1966 - Gerd Rittenauer
  • 1966 bis 1969 - Werner A. Perger
  • 1969 bis 1974 - Gerhard Feltl (Leiter der Redaktion)
  • 1974 bis 1977 - Peter Hofbauer (Leiter der Redaktion)
  • 1977 bis 1979 - Johannes Twaroch (ehemals Walth)
  • 1979 bis 1981 - Tino (Johann) Teller
  • 1981 bis 1987 - Gerhard Popp
  • 1987 bis 1992 - Clemens Martin Auer
  • 1992 bis 1996 - Klaus Zellhofer
  • 1996 bis 1997 - Andreas Aichinger
  • 1997 bis 1999 - Michael Thomas
  • 1999 bis 2005 - Paul Hefelle
  • seit Oktober 2005 - Wolfgang Bamberg

Einzelnachweise

  1. „Kapitel 3.2.1 Academia“, Stephan Fuchs: Vom Segen des Krieges, eingesehen am 11. September 2009 (Google Books)
  2. Eintrag über Johannes Leclerque im Stadtwiki Karlsruhe, eingesehen am 3. Februar 2010

Weblinks


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