Acantholyda hieroglyphica
Kiefernkultur-Gespinstblattwespe
Systematik
Klasse: Insekten (Insecta)
Ordnung: Hautflügler (Hymenoptera)
Unterordnung: Pflanzenwespen (Symphyta)
Familie: Gespinstblattwespen (Pamphiliidae)
Gattung: Acantholyda
Art: Kiefernkultur-Gespinstblattwespe
Wissenschaftlicher Name
Acantholyda hieroglyphica
(Christ, 1791)

Die Kiefernkultur-Gespinstblattwespe (Acantholyda hieroglyphica) ist eine Pflanzenwespe aus der Familie der Gespinstblattwespen (Pamphiliidae).

Inhaltsverzeichnis

Merkmale

Die Tiere werden 12 bis 17 Millimeter lang. Kopf und Thorax sind schwarz gefärbt und tragen eine wenig auffallend gelbe Zeichnung. Der Hinterleib ist am ersten Segment sowie am Ende schwarz gefärbt, ansonsten von rotgelber Farbe. Auf dem zweiten Segment befindet sich ein kleines, schwarzes Dreieck. Die Flügel sind gelblich gefärbt haben eine Spannweite von 22 bis 30 Millimetern.

Vorkommen

Die Kiefernkultur-Gespinstblattwespe ist ein kommt in Mittel- und Nordeuropa von Lappland bis zu den Alpen vor. Sie leben an Waldrändern und in jungen Kiefernwäldern. Sie fliegen im Juni und Juli und sind häufig vorkommend.

Lebensweise

Bevorzugte Fresspflanze sind, insbesondere junge Waldkiefern (Pinus silvestris), weswegen die Art zu den Forstschädlingen gezählt wird. Im Vergleich zur ähnlichen Gemeinen Fichtengespinstblattwespe (Cephalcia abietis) richtet sie jedoch wesentlich geringere Schäden an.

Entwicklung

Die Weibchen legen ihre spindelförmigen Eier einzeln in die Spitzen junger Kieferntriebe. Besiedelt wird vor allem der Haupttrieb. Die grünlich gefärbten Larven umspinnen am obersten Knospenquirl des Triebes die zartfrischen Nadeln und beginnen dort mit dem Fraß. Mit zunehmenden Alter wandern die Larven auf der Suche nach neuer Nahrung allmählich den Trieb hinab, wobei sich die Gespinströhre vergrößert. Das Gespinst ist mit vielen Kotteilchen bedeckt. Wenn die Larven im Laufe des Augusts voll ausgewachsen sind und sich auf den Boden zurückziehen, haben diese Gespinströhren in der Regel eine Länge von sechs bis acht Zentimetern erreicht. Die Larven verbleiben im Boden und verpuppen sich im darauffolgenden Frühjahr.

Literatur

  • Heiko Bellmann: Der Neue Kosmos Insektenführer, Franckh-Kosmos Verlags-GmbH & Co KG, Stuttgart 1999, ISBN 3-440-07682-2

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