Acer monspessulanum
Französischer Ahorn
Französischer Ahorn (Acer monspessulanum)

Französischer Ahorn (Acer monspessulanum)

Systematik
Unterklasse: Rosenähnliche (Rosidae)
Ordnung: Seifenbaumartige (Sapindales)
Familie: Seifenbaumgewächse (Sapindaceae)
Unterfamilie: Hippocastanoideae
Gattung: Ahorne (Acer)
Art: Französischer Ahorn
Wissenschaftlicher Name
Acer monspessulanum
L.

Der Französische Ahorn (Acer monspessulanum), auch Französischer Massholder, Felsen-Ahorn oder Burgen-Ahorn genannt, ist eine Baumart aus der Gattung der Ahorne (Acer). Diese werden heute in die Familie der Seifenbaumgewächse (Sapindaceae) gestellt, bildeten früher aber eine eigene Familie Ahorngewächse (Aceraceae).

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Der sommergrüne Baum erreicht eine Höhe von 3 bis 10 Metern und ist meist sparrig verzweigt mit unregelmäßiger Krone.

Erst nachdem sich die dreilappigen Blätter entfaltet haben, zeigen sich die gelbgrünen Blüten, die zu einem Paar zusammengesetzter Nußfrüchte mit teilweise rötlichen Flügeln auswachsen. Diese Fruchtflügel stehen parallel zueinander. Im Herbst färben sich die Blätter goldgelb.

Vorkommen und Verbreitung

Vorkommen im Mittelrheintal bei Kaub

Das Hauptverbreitungsgebiet des Französischen Ahorns ist das Mittelmeergebiet. Von Frankreich ausstrahlend ist er in Deutschland noch im Mittelrheingebiet, im Mosel- und Nahetal heimisch. Östlich des Rheins kommt er in Unterfranken vor, ist aber dort vielleicht nur aus Burggärten verwildert. Daher kommt wohl auch die regionale Bezeichnung „Burgen-Ahorn“. Er braucht nährstoffreichen, lockeren Lehmboden und einen warmen Standort, dabei zieht er volle Sonne dem Halbschatten vor. Deshalb findet man ihn nur an Waldrändern oder gut besonnten Gebüschen in klimabegünstigten Lagen. Er erreicht in Südwestdeutschland die Nordgrenze seiner Verbreitung. Der Felsenahorn-Traubeneichen-Wald (Aceri monspessulani-Quercetum petraeae) ist dabei eine charakteristische rheinische Pflanzengesellschaft.

Allgemeines

In trockenen Jahren kann das Blattwerk schon im Sommer völlig eintrocknen, ohne dass die Bäume nachhaltigen oder sichtbaren Schaden tragen. Die Blüten sondern reichlich Nektar ab und werden von Insekten, vor allem Bienen aufgesucht. Die Verbreitung der Früchte erfolgt durch den Wind. Zwischen Fruchtreife und Verbreitung kann eine große Zeitspanne liegen. Die Keimung erfolgt im zeitigen Frühjahr. Die Jungpflanzen sind sehr lichtbedürftig und weniger wüchsig als der ähnliche Feld-Ahorn.

Literatur

  • Helmut Pirc: Ahorne. Mit Zeichnungen von Michael Motamen. Ulmer, Stuttgart 1994, ISBN 3-8001-6554-6

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