Comet (Musikpreis)

Der Musiksender VIVA verleiht mit dem Comet den einzigen Musikpreis Deutschlands, der ausschließlich an nationale Künstler vergeben wird. In einer unterschiedlichen Zahl von Kategorien werden die beliebtesten und erfolgreichsten Stars der deutschen Musikszene mit dem Zuschauerpreis gekürt. Das Publikum entscheidet per Abstimmung, welche Künstler der verschiedenen Kategorien einen Comet mit nach Hause nehmen dürfen.

Zwischenzeitlich wurde der Preis in Kooperation mit anderen Fernsehsendern verliehen und übertragen. Von 1999 bis mind. 2002 war der Medienpartner das ZDF. [1][2] Im Jahr 2005 wurde der Preis zusammen mit ProSieben ausgerichtet.[3]

2006 fiel die Preisvergabe aus.

Von 2005 bis 2008 wurde als besondere Auszeichnung der Super-Comet vergeben. Unter allen Preisträgern des Abends bestimmten die Zuschauer während der Show per Telefon-Voting den beliebtesten Comet-Künstler. Alle drei Male konnten Tokio Hotel den Preis gewinnen. 2008 wurde die Kategorie Star der Stars eingeführt, dessen Preisträger von den Nominierten der Veranstaltung bestimmt wird. Als Sieger ging Herbert Grönemeyer hervor.[4]

Inhaltsverzeichnis

Preisträger

1995

Moderiert von Heike Makatsch und Martin Wirsing, Veranstaltungsort: Kölsche Akropolis.

Preisträger:

Höhepunkte: Interpreten wie Massive Attack und The Kelly Family sind live dabei und spielen ihre aktuellen Werke.

1996

Moderiert von Minh-Khai Phan-Thi und Christof Arnold, Veranstaltungsort: Kölsche Akropolis.

Preisträger:

Höhepunkte: Kiss-Auftritt in voller Montur, Robbie Williams singt seinen Hit Freedom.

Hinweis: Auf der Popkomm 1996 sollte der Band Tocotronic der Preis in der Kategorie Jung, deutsch und auf dem Weg nach oben verliehen werden. Die Band folgte der Einladung, lehnte den Preis, auf der Bühne stehend, jedoch mit folgender Begründung ab: „Wir sind nicht stolz darauf, jung zu sein. Wir sind auch nicht stolz darauf, deutsch zu sein. Und auf dem Weg nach oben, naja…“. Die Kategorie wurde daraufhin abgeschafft.

1997

Moderiert von Tobias Schlegl und Berrit Arnold, Veranstaltungsort: Kölsche Akropolis.

Preisträger:

Höhepunkte: Live-Auftritt von Skunk Anansie (mit Skin), U2 fliegen für den COMET ein und nehmen ihren Preis in der Kategorie Bester Internationaler Act entgegen.

1998

Moderiert von Aleksandra Bechtel (1998 noch VIVA-Moderatorin) und Markus Kavka (damals noch VIVA Zwei-Moderator), Veranstaltungsort: Kölsche Akropolis.

Preisträger:

Höhepunkte: Michail Gorbatschow tritt beim COMET auf und bekommt einen Preis für seine außerordentlichen Verdienste um die europäische Jugend, Robbie Williams singt Let Me Entertain You, Live-Auftritt von Missy Elliott.

1999

Moderiert von den VIVA-Moderatorinnen Aleksandra Bechtel und Charlotte Roche, Veranstaltungsort: Kölsche Akropolis.

Preisträger:

Höhepunkte: Live-Auftritte von Die Fantastischen Vier mit MFG, Pet Shop Boys nehmen Preis entgegen, Harald Schmidt (Laudator) legt spektakuläres Tänzchen auf der Bühne hin.

2000

Moderiert von VIVA-Moderatorin Jessica Schwarz und ihrem VJ-Kollegen Mola Adebisi am 17. August 2000. Veranstaltungsort: Erster Ortswechsel: Der COMET geht auf die Expo nach Hannover.

Preisträger:

Höhepunkte: Live-Auftritte u.a. von a-ha, Bon Jovi, der Bloodhound Gang, Reamonn und Fettes Brot.

2001

→ Hauptartikel: VIVA Comet 2001

Moderiert wurde die Show von Jessica Schwarz und Sasha. Veranstaltungsort: Kölsche Akropolis.

Preisträger:

Höhepunkte: Auftritte von Geri Halliwell, Nelly Furtado, den No Angels, Ronan Keating, Travis, HIM und den Brothers Keepers, dem Musikerzusammenschluss gegen Rechts u.a. mit Xavier Naidoo, Afrob und Samy Deluxe, Iggy Pop vergab zusammen mit Jessica Schwarz den Zuschauerpreis von VIVA Zwei an HIM.

2002

→ Hauptartikel: VIVA Comet 2002

Moderiert wurde die Veranstaltung von Janin Reinhardt, Michael Mittermeier, Milka Loff Fernandes und Mirjam Weichselbraun. Veranstaltungsort: Kölsche Akropolis.

Preisträger:

Höhepunkte: Erster Live-Auftritt von Herbert Grönemeyer mit seiner Single Mensch, Auftritte von Anastacia, Enrique Iglesias, Alanis Morissette u.v.m.

2003

→ Hauptartikel: VIVA Comet 2003

Moderiert wurde der Comet 2003 von Yvonne Catterfeld und Sasha. Veranstaltungsort: Kölnarena.

Preisträger:

Höhepunkte: Live-Auftritt von Ricky Martin, Nena feierte ihr Comeback beim COMET, erster Auftritt von Dick Brave (Sasha) vor dem großen Erfolg mit seiner Platte in Deutschland.

2004

→ Hauptartikel: VIVA Comet 2004

Moderiert wurde die Sendung von Ralf Bauer und Wolke Hegenbarth. Die Verleihung wurde aus der Kölnarena übertragen.

Preisträger:

Höhepunkte: Auftritte von mehr als zehn nationalen und internationalen Akteuren, darunter Bryan Adams, Die Fantastischen Vier und Marilyn Manson. Beim Auftritt von Manson ereignete sich ein tragischer Zwischenfall: Der Schlagzeuger des Schock-Rockers stürzte aus zwei Metern Höhe von der Bühne – die Veranstaltung musste für 20 Minuten unterbrochen werden, der Schlagzeuger kam mit Knochenbrüchen ins Krankenhaus. Sängerin Nelly Furtado sang zusammen mit den Sportfreunden Stiller den Song Ich, Roque.

2005[5]

→ Hauptartikel: VIVA Comet 2005

2005 wurde die COMET-Verleihung von VIVA-Moderatorin Gülcan Kamps und Stefan Raab moderiert. Die Awardshow fand in der König-Pilsener-Arena in Oberhausen statt und wurde auf VIVA und ProSieben ausgestrahlt.

Preisträger:

Höhepunkte: Erstmals wurde der Super-COMET vergeben, seit 2005 ist der COMET der einzige ausschließlich nationale Musikpreis Deutschlands, außergewöhnlicher Live-Auftritt von Wir sind Helden, bei dem sie als Comic-Helden verkleidet originalgetreu ihren Videoclip zum Song Von hier an blind auf der Bühne präsentierten.

2007[6]

→ Hauptartikel: VIVA Comet 2007

Am 3. Mai fand die COMET-Verleihung 2007 statt. Die Show wurde live aus dem Kölner Musical Dome gesendet und wurde von Sido, Johanna Klum und Collien Fernandes moderiert.

Preisträger:

Höhepunkte: Sarah Connor nahm den Preis als Beste Künstlerin entgegen, Tokio Hotel und Silbermond traten auf und erhielten jeweils drei Preise.

2008[7]

→ Hauptartikel: VIVA Comet 2008

Am 23. Mai fand die Comet-Verleihung 2008 in der König-Pilsener-Arena in Oberhausen statt. Durch die Sendung führte Oliver Pocher unterstützt von den VIVA-Moderatorinnen Gülcan Kamps und Collien Fernandes. Vom roten Teppich berichteten die VIVA-Moderatoren Johanna Klum und Klaas Heufer-Umlauf. Die Show wurde live auf VIVA ausgestrahlt. Zum ersten Mal hatten alle nominierten Künstler die Möglichkeit, unter sich den Star der Stars auszumachen. Der erste Preisträger in der Kategorie war Herbert Grönemeyer. Ebenfalls zum ersten Mal wurde 2008 der Platin-COMET verliehen.

Preisträger:

Höhepunkte: Live-Auftritte von Monrose, Mark Medlock, Fettes Brot, Jimi Blue Ochsenknecht gemeinsam mit Wilson Gonzalez Ochsenknecht, Udo Lindenberg mit Jan Delay, Bushido, Sido mit Ich + Ich. Tokio Hotel brachen den COMET-Rekord, indem sie vier Preise gewannen.

2009

VIVA Comet Logo 2009
→ Hauptartikel: VIVA Comet 2009

Am 29. Mai fand die Comet-Verleihung 2009 ebenfalls in der König-Pilsener-Arena in Oberhausen statt. Moderator des Musikevents war zum zweiten Mal Oliver Pocher. Collien Fernandes wurde wieder als Co-Moderatorin engagiert und moderierte die Schalten aus dem sogenannten Glamour Pit, in dem sich die Künstler aufhalten. Die VIVA-VJ’s Gülcan Kamps und Jan Köppen waren am roten Teppich vor Ort.

Preisträger:

Live-Auftritte:

2010[8]

VIVA Comet Logo 2010
→ Hauptartikel: VIVA Comet 2010

Am 21. Mai 2010 fand die 15. Comet-Verleihung wiederum in der König-Pilsener-Arena in Oberhausen statt. Die VIVA-Moderatorin und Schauspielerin Collien Fernandes moderierte die Veranstaltung, zusammen mit Jan Köppen.

Preisträger:

Laudatoren waren unter anderem: Monrose, Ralf Möller, Johanna Klum, Sara Nuru, Oliver Pocher, Daniel Schuhmacher und Sido.

2011[9]

VIVA Comet Logo 2011
→ Hauptartikel: VIVA Comet 2011

Die 16. Comet-Verleihung fand am 27. Mai 2011 in der König-Pilsener-Arena in Oberhausen statt. Die VIVA-Moderatorin und Schauspielerin Collien Fernandes moderierte die Veranstaltung zusammen mit Palina Rojinski.[10]

Preisträger:

Laudatoren waren unter anderem: Daniela Katzenberger, Sido, Fernanda Brandao, Oliver Pocher und Jorge González.

Polen

Preisträger:

2007

  • Special Award: US5
  • Newcomer des Jahres: Grupa Operacyjna
  • Künstler des Jahres: Mezo
  • Künstlerin des Jahres: Doda
  • Klingelton des Jahres: Kalwi & Remi – Explosion
  • Handybild des Jahres: Doda
  • Band des Jahres: The Jet Set
  • Musikvideo des Jahres: Doda – Katharsis
  • Planet VIVA – Charts Awards: Gosia Andrzejewicz – Pozwól Żyć
  • „Genuss“ des Jahres: Mundurki
t.A.T.u. beim VIVA Comet 2008, Polen

2008

  • Special Award: t.A.T.u.
  • Newcomer des Jahres: Natalia Lesz
  • Künstler des Jahres: Stachursky
  • Künstlerin des Jahres: Doda
  • Klingelton des Jahres: Ewelina Flinta & Łukasz Zagrobelny – Nie kłam, że kochasz mnie
  • Handybild des Jahres: Doda
  • Band des Jahres: Feel
  • Musikvideo des Jahres: Doda – Nie daj się
  • Planet VIVA – Charts Awards: Doda – Nie daj się
  • „Muzodajnia“: Feel

2010

  • Newcomer des Jahres: Mrozu
  • Künstler des Jahres: Liber
  • Künstlerin des Jahres: Ewa Farna
  • Klingelton des Jahres: Ania WyszkoniCzy ten pan i pani
  • Handybild des Jahres: Agnieszka Chylińska
  • Band des Jahres: Afromental
  • Musikvideo des Jahres: DodaRany
  • Planet VIVA – Charts Awards: Ewa Farna – Cicho
  • Künstler des Jahrzehnts: Dora
  • Song des Jahrzehnts: VirginSzansa
VIVA Comet Logo 2011 in Polen

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Viva und ZDF kooperieren bei Medienpreis-Vergabe auf http://www.mediabiz.de/, abgerufen am 15. Mai 2011
  2. Preis wurde 2002 von ZDF und VIVA verliehen, Information auf djsatwork.de, abgerufen am 15. Mai 2011
  3. VIVA belebt den COMET 2007 wieder auf tvmatrix.de, abgerufen am 15. Mai 2011
  4. http://www.focus.de/kultur/musik/viva-comet-2008-kometen-schauer-fuer-tokio-hotel_aid_303783.html
  5. http://www.prosieben.de/music_cd/comet2005/nominierungen
  6. Viva: Comet-Preisträger 2007
  7. Viva: Comet Gewinner 2008
  8. Viva: Comet Gewinner 2010
  9. Viva: http://www.viva.tv/news/comet_2011_die_jubelnden_gewinner/
  10. Moderation 2011 (Deutschland)

Wikimedia Foundation.

Schlagen Sie auch in anderen Wörterbüchern nach:

  • Comet — bezeichnet: Verschiedene Schiffe: einen deutschen Fischdampfer, der in einen schweren Seeunfall verwickelt war, siehe Zusammenstoß der Comet mit der Cometen ein Kanonenboot I. Klasse der Preußischen und der Kaiserlichen Marine, siehe SMS Comet… …   Deutsch Wikipedia

  • Musikpreis — Unter einem Musikpreis versteht man Auszeichnungen, die im Bereich der kompositorischen und ausführenden Musik vergeben werden. Dazu gehören sowohl Preise, die von unabhängigen Jurys oder Stiftungen vergeben werden, wie auch solche, deren Träger… …   Deutsch Wikipedia

  • Super-Comet — Der Musiksender VIVA verleiht mit dem COMET den einzigen Musikpreis Deutschlands, der ausschließlich an nationale Künstler vergeben wird. In acht Kategorien werden die beliebtesten und erfolgreichsten Stars der deutschen Musikszene mit dem… …   Deutsch Wikipedia

  • CO-MET — Comet bezeichnet: in der Medizin die Abkürzung für eine Studie, siehe COMET (Studie) einen Musikpreis des Fernsehsenders VIVA, siehe Comet (Musikpreis) ein Kanonenboot 1. Classe, die 1860 gebaute SMS Comet einen britischen Panzer des Zweiten… …   Deutsch Wikipedia

  • Schwester S — Sabrina Setlur bei einem Konzert in Wiesbaden, November 2007 Sabrina Setlur (* 10. Januar 1974 in Frankfurt am Main) ist eine deutsche Rapperin. Mit mehr als zwei Millionen verkauften Tonträgern ist sie die erfolgreichste weibliche Interpretin… …   Deutsch Wikipedia

  • Schwester S. — Sabrina Setlur bei einem Konzert in Wiesbaden, November 2007 Sabrina Setlur (* 10. Januar 1974 in Frankfurt am Main) ist eine deutsche Rapperin. Mit mehr als zwei Millionen verkauften Tonträgern ist sie die erfolgreichste weibliche Interpretin… …   Deutsch Wikipedia

  • Setlur — Sabrina Setlur bei einem Konzert in Wiesbaden, November 2007 Sabrina Setlur (* 10. Januar 1974 in Frankfurt am Main) ist eine deutsche Rapperin. Mit mehr als zwei Millionen verkauften Tonträgern ist sie die erfolgreichste weibliche Interpretin… …   Deutsch Wikipedia

  • Devilish — Tokio Hotel Gründung 2001 Genre Pop, Rock Website http://www.tokiohotel.de …   Deutsch Wikipedia

  • Georg Listing — Tokio Hotel Gründung 2001 Genre Pop, Rock Website http://www.tokiohotel.de …   Deutsch Wikipedia

  • Gustav Klaus Wolfgang Schäfer — Tokio Hotel Gründung 2001 Genre Pop, Rock Website http://www.tokiohotel.de …   Deutsch Wikipedia

Share the article and excerpts

Direct link
Do a right-click on the link above
and select “Copy Link”