Conrad Hinrich Donner Bank
Conrad Hinrich Donner Bank AG
Unternehmensform Aktiengesellschaft
Gründung 1798
Unternehmenssitz Hamburg
Unternehmensleitung

Wolfgang Hellwege, Marcus Vitt

Mitarbeiter 163
Bilanzsumme 1.186 Mio. Euro (2007)
Branche Banken
Website

www.donner.de

Die Conrad Hinrich Donner Bank AG ist ein deutsches Kreditinstitut in Form einer Aktiengesellschaft. Die Hauptgeschäftsfelder der Bank sind Private Banking, das Angebot von Bankprodukten über das Internet, Finanzdienstleistungen für institutionelle Kunden und die Privatkundenbetreuung von vermögenden Privatpersonen.

Die Bank beschäftigt rund 160 Mitarbeiter am Hauptsitz Hamburg und der Zweigstelle Luxemburg. Die Bilanzsumme der Bank beträgt rund 1.2 Mrd. Euro (2007). Die Bank wurde 2009 als bester Arbeitgeber Hamburgs ausgezeichnet.[1]

Geschichte

Die Conrad Hinrich Donner Bank wurde 1798 von dem Hamburger Kaufmann und Reeder Conrad Hinrich Donner als Handelshaus „Hamburger Banco“ im damals noch vom dänischen König (in Personalunion als Herzog von Holstein) verwalteten Altona gegründet. Das Handelshaus widmete sich vornehmlich dem Speditionsgeschäft und der Reederei, aber auch dem Kommissionshandel mit Einfuhrgütern. Neben der Gründung von weiteren Firmen, wurde Conrad Hinrich Donner als Vollbankier durch die Auflegung von Staatsanleihen für Dänemark bekannt.

Seit 1871 hat die Bank ihren Sitz in Hamburg, wo sie sich bis zum ersten Weltkrieg zu einer der größten deutschen Banken entwickelte. Der Enkel des Gründers, Conrad Hinrich (III.) Donner, war Mitgründer der Commerzbank AG, der Hongkong & Shanghai Banking Corporation und der Hamburger Electricitäts-Werke AG. Bis zu Beginn des zweiten Weltkrieges exportierte Conrad Hinrich Donner Waren. Der Schwerpunkt war das Südamerikageschäft, insbesondere Argentinien und Chile. Vor dem Krieg war Conrad Hinrich Donner zudem der größte Kaffeeimporteur aus Costa Rica. Nach dem Krieg erhielt die Conrad Hinrich Donner Bank von der englischen Besatzung den Status einer akkreditierten Auslandsbank. Der Warenhandel wurde fast eingestellt, die Überseebeteiligungen und ausländischen Vermögenswerte gingen durch den Krieg verloren. 1983 wurde die Vereins- und Westbank, die seit 1975 eine Beteiligung an der Bank gehalten hat, einzige Anteilseignerin.

1990 übernahm der Versicherungskonzern Iduna Nova die Bank. 1994 wurde sie von einer Kommanditgesellschaft in eine Aktiengesellschaft umgewandelt, und 1999 in die Signal-Iduna-Gruppe eingegliedert. 2003 wurde der erste bankhauseigene Fonds, der nach der Best of Two-Strategie gesteuerte HI Bankhaus Donner Optimix, aufgelegt.

Heute verwaltet die Conrad Hinrich Donner Bank ein Vermögen von rund 3 Mrd. Euro.

Literatur

  • Kristina Dörge: "200 Jahre Conrad Hinrich Donner Bank", Hamburg, 1998.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Hamburgs beste Arbeitgeber 2009 (PDF)

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