Achim-Helge Freiherr von Beust

Achim-Helge Marquard Freiherr von Beust (* 16. März 1917 in Lübeck; † 7. Januar 2007 in Hamburg) war ein Hamburger Politiker, Gründungsmitglied und Ehrenmitglied des dortigen CDU-Landesverbandes.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Der gelernte Jurist war vor dem Krieg Mitglied der NSDAP[1] und anschließend Mitbegründer der CDU Hamburg und erster Landesvorsitzender der Jungen Union. Fast ein Vierteljahrhundert lang war von Beust Bezirksamtsleiter von Hamburg-Wandsbek, seinerzeit das einzige CDU-geführte Bezirksamt im sonst SPD-regierten Stadtstaat Hamburg. Er war als der Baron von Wandsbek bekannt.

Von Beust war verheiratet mit Hanna Wolff († 1996), die nach den Nürnberger Gesetzen als „Halbjüdin“ eingestuft wurde. Der jüngste seiner drei Söhne ist Freiherr Ole von Beust, seit 2001 Hamburgs Erster Bürgermeister. Zu seinen Vorfahren zählt Friedrich Ferdinand von Beust. Seine Großmutter Gertrud Elisabeth von Beust ist die Urgroßmutter von Jutta Ditfurth.

Von Beust war über die Parteigrenzen hinweg bekannt für seine Liberalität, und so bekannte er sich 2003 im Interview mit der Welt am Sonntag [2] auch öffentlich positiv zur Homosexualität seines Sohnes Ole, nachdem dieser von Innensenator Ronald Schill deshalb unter Druck gesetzt worden war.[3] Den damaligen Presseberichten zufolge war es der Vater, der damit den Sohn ungefragt „outete“, was aber zu einem Popularitätszuwachs Ole von Beusts beitrug, während Schill von der politischen Bühne der Hansestadt verschwand.

Am 12. Mai 2006 wurde von Beust anlässlich des 60. Jahrestages der Gründung der Hamburger CDU von Bundeskanzlerin Angela Merkel geehrt. [4]

Siehe auch

Weblinks

Einzelnachweise

  1. http://freenet-homepage.de/niqel/bredel/news/abgeord.htm
  2. WamS, 31. August 2003
  3. taz: „Ein Exbezirksamtsleiter packt aus - Der Vater des Hamburger Bürgermeisters Ole von Beust plauderte über seinen Sohn“, 3. September 2003
  4. CDU Hamburg-Nord: „60 Jahre CDU Hamburg“ (Fotos)

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