Achnacarry

Achnacarry (schottisch-gälisch: Achadh na Cairidh) ist ein Weiler in Privatbesitz mit Schloss im Ortsverband Lochaber in den schottischen Highlands, ungefähr 15 Meilen nördlich der Stadt Fort William in der Nähe der Ortschaft Spean Bridge. Das Schloss wurde 1802 im schottischen baronial Stil errichtet. Die Chiefs des Cameron Clans sind in Achnacarry seit 1665 sesshaft. Das Schloss ist nicht öffentlich zugänglich, jedoch ein Museum des Cameron Clans, welches sich auf dem Gelände befindet [1].

Mit dem schottisch gälischem Achadh na Cairidh (Feld der Fischreuse) wird die Landenge zwischen Loch Lochy im Osten und Loch Arkaig im Westen beschrieben.

„As you approach Achnacarry, which lies rather low, but is surrounded by very fine trees, the luxuriance of the tangled woods, surmounted by rugged hills, becomes finer and finer till you come to Loch Arkaig, a little over half a mile from the house. This is a very lovely loch, reminding one of Loch Katrine, especially where there is a little pier, from which we embarked on board a very small but nice screw steamer which belongs to Cameron of Lochiel.“

12. September 1873 Queen Victoria

.

Königin Viktoria bemerkte bei einem Besuch, eine geringe Höhe über dem Meeresspiegel und den Naturwald welcher in Richtung Achnacarry feiner wird.

Inhaltsverzeichnis

Cameron Clan

In August 2001, traf sich der Cameron Clan anlässlich des 50. Jahrestages der Amtsübernahme als 26. Chief des Cameron Clans, von Oberst Sir Donald Hamish Cameron von Lochiel und Mitglied des Order of the Thistle. Auch im Sommer 2009 werden sich dort wieder die Krebsfischer treffen.

Commando Castle

Commando Memorial

Das auf den Ruinen des Achnacarry-Schlosses errichtete Gebäude wurde als Ausbildungslager für alliierte Truppen von 1942 bis 1945 genutzt. Britische Kommando Truppen, United States Army Rangers, Kommandotruppen aus Frankreich, den Niederlanden, Norwegen, der Tschechoslowakei, Polen und Belgien trainierten hier mit scharfer Munition, was zu Verlusten führte, sowie das Schloss durch einen Brand beschädigte. In Erinnerung an die Ausbildung der Commandos während des Zweiten Weltkrieges wird noch heute der Commando March, ein "Speed March" zwischen Spean Bridge und Achnacarry durchgeführt.

Agreement

Am 18. August 1928 trafen sich im Schloss Achnacarry Vertreter von Erdölförderunternehmen. Sie bildeten ein Kartell und vereinbarten Förderquoten. Ein Vertrag, das Achnacarry Agreement oder As-Is" Agreement wurde vereinbart. In den 1920er gab es unter den Erdölförderunternehmen Wettbewerb. Auffällig wurde dieser in Indien zwischen Standard Oil of New York und einer Filiale der Royal Dutch Shell. Zu den Teilnehmern gehörten die Vertreter von:

Dieses As-Is-Agreement wurde 1952 in einem Bericht mit dem Titel The International Petroleum Cartel [3] von der Federal Trade Commission an den Unterausschuss des US-Senates beschrieben. [4] Mit dem As-Is-Agreement wurden sieben Prinzipien zur Beschränkung des "exzessiven Wettbewerbes" vereinbart, welcher zu einer maßlosen Überproduktion geführt hätte. Dazu gehörte das Aufteilen der Märkte (geografisch nach dem Red Line Agreement, nach Ölfraktionen), die Festsetzung von Preisen und die Beschränkung der Ausweitung der Produktionskapazitäten. Die Vereinbarung hemmte den Ausbau der Erdölförderkapazitäten im Nahen Osten durch eine Beschränkung des Preiswettbewerbes auf dem Produktmarkt und stützte den Preis von Produkten aus Rohöl aus den USA und Kanada, also politisch sicheren Gegenden. Die Strategie war eine georeferenzierte Preisstruktur, bei welchem die Verkäufer ihre Free On Board (FOB) - Preise nach einem oder mehreren Basis-point Ortsfaktoren aus einer Tabelle zuzüglich standardisierter Frachtkosten kalkulierten. Für das aufwandarm zu fördernde Rohöl des Nahen Ostens führte dieses System dazu, dass die Entwicklung der Förderkapazitäten durch die Ausbeutung bestehender Konzessionenen bis zum Zweiten Weltkrieg verzögert und in den USA und Kanada Reserven ausgebeutet wurden. Durch das Abkommen wurde 1928 mehr als ein Drittel der weltweiten Rohölförderung zurückgefahren. Die Unternehmen fürchteten, dass bei einem Wettbewerb die niedrigen Kosten der aufwandarmen Ölförderung im Nahen Osten ohne Marktausweitung ihre Kosten erhöhen. Die resultierende Produktionsverteilung unter den Ländern des Nahen Ostens und sich verschärfende entkolonisierende und dýsisphobe Tendenzen in den Bevölkerungen waren im Irak und im Iran am ausgeprägtesten. Die Vereinbarung etablierte ein Muster zur Sicherung der Profite im Erdölgeschäft, welches die OPEC später zu imitieren versuchte. [5] [6]

Einzelnachweise

  1. cameron, cameron clan museum
  2. Draft Achnacarry Agreement, 18. August 1928
  3. http://www.ftc.gov/bc/gasconf/comments2/habermandavidijd.pdf
  4. United States Congress. Senate. Select Committee on Small Business. Subcommittee on Monopoly. The International Petroleum Cartel: Staff Report to the Federal Trade Commission. 82nd Congress, 2nd session. Washington, DC: U.S. Government Printing Office, 1952.
  5. Edith T Penrose. The Large International Firm in DevelopingCountries: The International Petroleum Industry. Westport, CT: Greenwood Press, 1976.
  6. Anthony Sampson. The Seven Sisters: The Great Oil Companies and the World They Shaped. New York: Bantam, 1991.
56.968611111111-4.9105555555556

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