Acholshausen

Acholshausen ist ein Ortsteil im Bezirk Unterfranken (Bayern) im Landkreis Würzburg und gehört seit dem Zusammenschluss der vormals selbstständigen Gemeinden Acholshausen, Gaukönigshofen und Wolkshausen zur Großgemeinde Gaukönigshofen am 1. April 1975 zur Gemeinde Gaukönigshofen. Acholshausen ist mit 411 Einwohnern (Stand: 2010) der zweitgrößte Ortsteil der Gemeinde Gaukönigshofen

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Bronzekultwagen aus der Urnenfelderkultur auf einer Briefmarke
Kesselwagen von Acholshausen in der Archäologischen Staatssammlung München

Erstmals urkundlich erwähnt wurde Acholshausen 1125. Der Ort wurde in den Urkunden des 12. Jahrhunderts als Accolveshusen (1130) oder Hacholdeshusen (1182) bezeichnet.

Archäologische Funde lassen jedoch auf Ansiedlungen auf dem Gebiet Acholshausens in der Jungsteinzeit, der Bronzezeit, der Hallstattzeit und der keltischen Latènzeit schließen. Am bekanntesten von diesen Funden ist der 1970 bei Acholshausen in einem Steinkammergrab gefundene bronzene Kesselwagen. Dieser sehr gut erhaltene Bronzekultwagen von etwa 1000 v. Chr. schmückte 1976 eine 30-Pfennig-Briefmarke der Deutschen Bundespost. Der Kultwagen kann heute im Mainfränkischen Museum in Würzburg besichtigt werden.

Im 16. Jahrhundert muss Acholshausen über einen gewissen Reichtum verfügt haben, da es mit der "Acholshäuser Madonna" über ein bekanntes Werk Tilman Riemenschneiders aus der Zeit um 1520 verfügte. Die Statue kann ebenfalls im Mainfränkischen Museum in Würzburg besichtigt werden.

Am 10. September 1944 wurde Acholshausen durch einen Bombenangriff weitgehend zerstört.

Kirche

1346 trennte sich die Gemeinde Acholshausen von der Urpfarrei und Mutterkirche Gaukönigshofen und wurde eine selbständige Pfarrei. Eine Kirche war zu diesem Zeitpunkt bereits vorhanden, da diese in der Separationsurkunde vom 1. Mai 1346 genannt wurde. Über die Baugeschichte dieser Kirche ist allerdings nichts weiteres bekannt.

Am 24. August 1947 konnte der Rohbau der bei dem Luftangriff ebenfalls zerstörten Kirche soweit vollendet werden, dass das Allerheiligste wieder in die Kirche überführt werden konnte. Der Innenausbau dauerte darüber hinaus an, bis zwischen 1970 und 1972 die Kirche grundlegend restauriert wurde.

Erwähnenswert ist der sich in einer Nische auf dem Friedhof befindende „Geistliche Glückshafen, die Seelen aus dem Fegefeuer zu erlösen“.

Sehenswürdigkeiten

In einer 1887 aus Dankbarkeit zu Ehren der Gottesmutter von Johann Thomas Schmitt und seiner Ehefrau Elisabeth errichteten Kapelle befindet sich der älteste Bildstock Acholshausens aus dem Jahr 1624 mit der Inschrift „Anno 1624 hat der Ersame Caspar Schmith des Gerichtes zu Acholshausen für sich unt Agatha seine Eheliche hausfrau Gott zu Lob und Ehren wegen grosse und vielfältige Hauptwettage diese Figuren und Bildnis haben machen lassen.“

Weblinks

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