Achselzucken

Das Achselzucken (Schulterzucken) ist eine Geste, bei der beide Schultern angehoben und nach unterschiedlich langer Verzögerung wieder abgesenkt werden. Manchmal wird diese Geste von der betreffenden Person auch mehrfach in kurzen Abständen wiederholt, um ihre Wirkung zu verstärken. Das Achselzucken gilt als Ausdruck von Ratlosigkeit, Gleichgültigkeit oder beidem und wird in der Regel auch von entsprechender Mimik begleitet.

Herkunft

Es wird angenommen, dass das Achselzucken seinen Ursprung in der instinktiven Beurteilung des Gewichtsunterschieds zweier Gegenstände hat. Durch abwiegende Bewegungen mit beiden Händen und Armen (wodurch sich auch die Schultern heben und senken) versucht die betreffende Person, das Gewicht und damit die Eignung der beiden Gegenstände für einen bestimmten Zweck abzuschätzen. Implizit verdeutlicht die betreffende Person somit ihre Unsicherheit in dieser Frage.

Ein anderer Erklärungsversuch versteht das Achselzucken als symbolisches Abschütteln einer Last.

Redewendungen

Der Begriff wird auch in Redewendungen gebraucht, z. B. "Darauf konnte er nur mit einem Achselzucken antworten" (= Er hatte keine Ahnung) oder "Sie ging mit einem Achselzucken darüber hinweg" (= Es war ihr egal).


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  • Achselzucken — Ạch|sel|zu|cken 〈[ ks ] n.; s; unz.〉 Gebärde der Gleichgültigkeit od. des Nichtwissens ● etwas mit einem Achselzucken abtun; mit einem Achselzucken antworten * * * Ạch|sel|zu|cken, das; s: kurzes Hochziehen der Schultern (als Gebärde des… …   Universal-Lexikon

  • Achselzucken — Zehn Achselzucken sind leichter als ein Handaufthun. – Altmann VI, 410 …   Deutsches Sprichwörter-Lexikon

  • Achselzucken — Ạch|sel|zu|cken, das; s …   Die deutsche Rechtschreibung

  • quittieren — würdigen; anerkennen; honorieren; bestätigen * * * quit|tie|ren [kvɪ ti:rən] <tr.; hat: 1. durch Unterschrift bestätigen, dass man etwas Bestimmtes erhalten hat: [jmdm.] den Empfang des Geldes quittieren; auch itr.> auf der Rückseite [der… …   Universal-Lexikon

  • Geste — Als Geste (v. lat.: gerere = tragen, ausführen; PPP: gestum) bezeichnet man zeichenhafte Bewegungen bestimmter Körperteile (v. a. Hand und Kopf) zum Zwecke der nonverbalen Kommunikation. Gesten sind u. a. Winken, Augenrollen, Nicken, Achselzucken …   Deutsch Wikipedia

  • Gesten — Als Geste (v. lat.: gerere = tragen, ausführen; PPP: gestum) bezeichnet man zeichenhafte Bewegungen bestimmter Körperteile (v. a. Hand und Kopf) zum Zwecke der nonverbalen Kommunikation. Gesten sind u. a. Winken, Augenrollen, Nicken, Achselzucken …   Deutsch Wikipedia

  • Gestus — Als Geste (v. lat.: gerere = tragen, ausführen; PPP: gestum) bezeichnet man zeichenhafte Bewegungen bestimmter Körperteile (v. a. Hand und Kopf) zum Zwecke der nonverbalen Kommunikation. Gesten sind u. a. Winken, Augenrollen, Nicken, Achselzucken …   Deutsch Wikipedia

  • Achsel, die — Die Achsel, plur. die n. 1) Eigentlich, der oberste Theil des Armes, wo er in das Schulterblatt gefüget ist, und der zum Tragen dienet. Etwas auf die Achsel nehmen. Figürliche R.A. sind: Jemanden über die Achsel ansehen, ihm einen verächtlichen… …   Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

  • antworten — Stellung beziehen (zu); Position beziehen; Stellung nehmen (zu); eingehen (auf); reagieren; beantworten; erwidern (auf); Paroli bieten; entgegen setzen; …   Universal-Lexikon

  • achselzuckend — gleichgültig; desinteressiert; indifferent; schulterzuckend; lustlos; uninteressiert * * * ạch|sel|zu|ckend 〈[ ks ] Adj.〉 Gleichgültigkeit, Achtlosigkeit ausdrückend (durch die Gebärde des Achselzuckens) * * * ạch|sel|zu|ckend <Adj.>: mit …   Universal-Lexikon

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