Aciculit
Aikinit
Chemische Formel PbCuBiS3 [1]
Mineralklasse Sulfosalze
II/E.30-10 (8. Aufl.) ; 2.HB.05 (9. Aufl.) (nach Strunz)
3.4.5.1 (nach Dana)
Kristallsystem orthorhombisch
Kristallklasse orthorhombisch-dipyramidal 2/m\ 2/m\ 2/m
Farbe weiß, cremefarben, rotbraun-metallisch, grau, bleigrau, schwarz
Strichfarbe grau-schwarz
Mohshärte 2 bis 2,5
Dichte (g/cm³) 6,8 bis 7,2
Glanz Metallglanz
Transparenz undurchsichtig
Bruch uneben
Spaltbarkeit undeutlich nach [010]
Habitus prismatische, nadelige, gestreifte Kristalle und massige Aggregate
Häufige Kristallflächen
Zwillingsbildung
Weitere Eigenschaften
Radioaktivität nicht radioaktiv
Magnetismus nicht magnetisch

Aikinit ist ein seltenes Mineral aus der Mineralklasse der Sulfide und Sulfosalze, genauer ein Sulfosalz mit der chemischen Zusammensetzung PbCuBiS3. Es kristallisiert im orthorhombischen Kristallsystem und bildet metallisch glänzende, prismatische oder nadelige, gestreifte Kristalle, aber auch massige Aggregate in den Farben grau, braun oder schwarz, seltener weiß bis cremefarben. Der bisher größte gefundene Kristall hat eine Länge von einem Meter.

Aikinit bildet zusammen mit Hammarit, Lindströmit, Gladit, Krupkait und Pekoit die Aikinit-Reihe.

Inhaltsverzeichnis

Etymologie und Geschichte

Aikinit wurde nach dem englischen Geologen Arthur Aikin (1773-1854) benannt.

International ist Aikinit unter verschiedenen Namen bekannt, so unter anderem als Aikinite (nach Chapman), Acicular Bismuth, Acicular bismuth glance, Aciculit, Aikenit, Argentoaikinite, Belonite (nach Glocker), Cupreous Bismuth, Nadelerz und Patrinit.

Bildung und Fundorte

Aikinit bildet sich hydrothermal in Erzgängen und wird von den Mineralen Gold, Pyrit, Bleiglanz und Tennantit begleitet.

Fundorte sind unter anderem La Gardette/Bourg d'Oisans in Frankreich, Berezovsk/Ural in der Russischen Föderation, Gladhammar in Schweden, Val d'Anniviers in der Schweiz und Idaho und Nevada in den USA.

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. Stefan Weiß: Das große Lapis Mineralienverzeichnis. 4. Auflage. Christian Weise Verlag, München 2002, ISBN 3-921656-17-6

Literatur

  • Petr Korbel, Milan Novák: Mineralien Enzyklopädie. Nebel Verlag GmbH, Eggolsheim 2002, ISBN 3-89555-076-0
  • Paul Ramdohr, Hugo Strunz: Lehrbuch der Mineralogie (16. Aufl.), Ferdinand Enke Verlag (1978), ISBN 3-432-82986-8

Weblinks


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