Ackermeier
Acker-Meier
Acker-Meier (Asperula arvensis)

Acker-Meier (Asperula arvensis)

Systematik
Klasse: Dreifurchenpollen-
Zweikeimblättrige
(Rosopsida)
Unterklasse: Asternähnliche (Asteridae)
Ordnung: Enzianartige (Gentianales)
Familie: Rötegewächse (Rubiaceae)
Gattung: Meier (Asperula)
Art: Acker-Meier
Wissenschaftlicher Name
Asperula arvensis
L.

Der Acker-Meier, auch Acker-Meister, (Asperula arvensis) ist ein zur Gattung Meier (Asperula) gehörendes mediterranes Ackerwildkraut. Durch die Intensivierung der Landwirtschaft in Mitteleuropa gilt es in diesem Bereich als ausgestorben.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Der Acker-Meier ist ein Therophyt und wird zwischen 0,10 und 0,50 m hoch. Er blüht im Zeitraum von Mai bis August blau-violett. Die braunen Samen sind 2 bis 3 mm groß und keimen im März bis April.[1]

Vorkommen

Ursprünglich kam die Art in Mitteleuropa und im Mittelmeerraum vor. In Deutschland ist sie schon für vorgeschichtliche Zeiten bei Ausgrabungen nachgewiesen. Durch die intensive Landwirtschaft ist sie jedoch aus Mitteleuropa in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts praktisch vollständig verschwunden. In Deutschland und Österreich steht die Pflanze daher auf der Roten Liste und gilt als ausgestorben oder verschollen. In Frankreich kommt der Acker-Meier selten vor. Im Mittelmeerraum, insbesondere in Spanien, Italien und Portugal existieren jedoch noch Standorte. Auch in Nordafrika und im Nahen Osten ist die Art noch präsent. Im Zuge der Auswanderung aus Europa war der Acker-Meier auch in den östlichen Teil des nordamerikanischen Kontinents und in den Ostteil Australiens gelangt, wo er heute noch vereinzelt gefunden wird.

Der Acker-Meier wird jedoch auch in Mitteleuropa vereinzelt in Gärten im Zuge privater Bemühungen zur Erhaltung der Pflanzenvielfalt gehalten.[1]

Acker-Meier

Acker-Meier in Literatur und Geschichte

In einem später veröffentlichten Brief Ernst Haeckels an seine Eltern vom 8. Juli 1853 (29. Brief) berichtet Haeckel von einer Wanderung auf den Nikolausberg in der Nähe von Würzburg. Er schreibt, dort einen "niedlichen Waldmeister mit blauen Blüten" gesehen zu haben, den er auch mit dem lateinischen Namen Asperula arvensis benennt.

Einzelnachweise

  1. a b ARCHE NOAH, Sortenhandbuch 2007, Seite 238

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