Ackermennig
Odermennige
Gemeiner Odermennig (Agrimonia eupatoria)

Gemeiner Odermennig (Agrimonia eupatoria)

Systematik
Klasse: Dreifurchenpollen-
Zweikeimblättrige
(Rosopsida)
Unterklasse: Rosenähnliche (Rosidae)
Ordnung: Rosenartige (Rosales)
Familie: Rosengewächse (Rosaceae)
Unterfamilie: Rosoideae
Gattung: Odermennige
Wissenschaftlicher Name
Agrimonia
L.
Illustration: Gemeiner Odermennig (Agrimonia eupatoria)

Die Odermennige (Agrimonia) sind eine Pflanzengattung aus der Unterfamilie der Rosoideae innerhalb der Familie der Rosengewächse (Rosaceae).

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Odermennige sind große, ausdauernde krautige Pflanzen, die aus einem Rhizom wachsen. Die Stängel sind behaart. Die wechselständigen, gestielten Laubblätter sind unpaarig gefiedert und bis zu 25 cm lang. Die Fiederblättchen sind gezähnt. Die untereinander unverwachsenen, großen Nebenblätter sind mit der Basis der Blattstieles verwachsen.

Die achsel- oder endständigen, meist unterbrochenen, traubigen Blütenstände enthalten meist viele Blüten. Dem Ansatz des Blütenstiels entspringen zwei gelappte Vorblätter. Die sehr kleinen, fünfzähligen, radiärsymmetrischen Blüten sind zwittrig. Der Blütenbecher wird an seinem Schlund fast geschlossen durch eine kuppelförmige, auf der Außenseite mit hakigen Stacheln besetzten Scheibe. Ein Außenkelch fehlt. Die fünf Kelchblätter liegen dachziegelartig übereinander und schließen sich nach dem Ende der Blütezeit über der werdenden Frucht. Die fünf Kronblätter sind meist gelb, selten weiß. Die Blüten weisen fünf bis zehn, selten bis zu zwanzig Staubblätter auf. Jede Blüte enthält zwei freie Fruchtblätter. Die Griffel sind fadenförmig.

Je Blüte entwickeln sich - eingeschlossen in den Kelch - meist zwei, manchmal nur eine Achäne mit dünnem, ledrigen Perikarp und Stacheln. Die Außenhaut der Samen ist häutig.

Die Chromosomenzahlen betragen 2n=28 oder 56, bei Hybriden 42.

Verbreitung

Diese Gattung ist in Europa und Asien weitverbreitet und dringt bis nach Sri Lanka und Java vor. Einige wenige Arten finden sich auch in Nordamerika bis Mexiko, eine in Haiti und einige wenige in Brasilien. Odermennige sind in manchen Ländern außerhalb ihres eigentlichen Verbreitungsgebietes naturalisiert, so zum Beispiel in Südafrika.

Die Gattung Agrimonia ist in gemäßigten Zonen beheimatet, in den Tropen zieht sie sich in montane Höhenstufen zurück. Während manche Arten als „Unkräuter“ wachsen, findet sich die Mehrzahl zumeist in offener Vegetation.

Arten

Zu dieser Gattung zählen etwa zehn bis 15 Arten, darunter:

  • Agrimonia coreana Nakai
  • Gemeiner Odermennig (Agrimonia eupatoria L.)
  • Agrimonia gryposepala Wallr.
  • Agrimonia incisa Torr. & A.Gray
  • Agrimonia nipponica Koidz.
  • Agrimonia parviflora Aiton
  • Agrimonia pilosa Ledeb.
  • Großer Odermennig oder Wohlriechender Odermennig (Agrimonia procera Wallr.)
  • Agrimonia pubescens Wallr.
  • Agrimonia rostellata Wallr.
  • Agrimonia striata Michx.

Nachweise

  • Li Chaoluan (Li Chao-luang), Hiroshi Ikeda, Hideaki Ohba: Agrimonia In: Flora of China, Vol. 9, S. 382 Online
  • E. J. Mendes: Rosaceae in Flora Zambesiaca, Volume:4, Kew Publishing at the Royal Botanic Gardens Kew, 1978, Online. (engl.)
  • C. Kalkman: Rosaceae. In: Klaus Kubitzki (Hrsg.): The Families and Genera of Vascular Plants - Volume VI - Flowering Plants - Dicotyledons - Celastrales, Oxalidales, Rosales, Cornales, Ericales, 2004, S. 361-362, ISBN 978-3-540-06512-8

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