Acne aestivalis
Klassifikation nach ICD-10
L56.4 Polymorphe Lichtdermatose
ICD-10 online (WHO-Version 2011)

Die Acne aestivalis, auch Mallorca-Akne und Sommerakne genannt, ist eine akneähnliche Erkrankung der Haarfollikel. Sie ist eine Sonderform des Sonnenekzems (polymorphe Lichtdermatose). Namensgeber der Erkrankung war der dänische Dermatologe Nils Hjorth, der das Krankheitsbild 1972 erstmals beschrieb.[1]

Inhaltsverzeichnis

Epidemiologie

Acne aestivalis kommt vor allem bei Urlaubern vor, die sich unvorbereitet längere Zeit starker Sonneneinstrahlung aussetzen.

Symptome

Es bilden sich wenige Millimeter große, kleine Knötchen im Bereich der Haarfollikelöffnungen. Diese können hautfarben oder leicht gerötet sein. Sie treten meist an den Schultern, im Brustausschnitt und am oberen Rücken auf, eher selten ist ein Befall im Bereich des Gesichts. Bei der Acne aestivalis treten im Unterschied zu anderen Akneformen keine eitrigen Effloreszenzen auf, auch finden sich keine oder nur vereinzelte Komedonen.

Ursachen

Die Acne aestivalis ist eine Reaktion der Haut auf UV-Strahlen. Die typischen Knötchen sind eine Folge der Fibrosierung (Neubildung des Bindegewebes). Auch ohne die Benutzung von Sonnenschutzmitteln kann diese Krankheit auftreten. In seltenen Fällen ist die Acne aestivalis eine Begleiterscheinung einer PUVA (Photochemotherapie).

Therapie

Die Erkrankung heilt nach Vermeidung weiterer UV-Exposition langsam ab. Eine zusätzliche keratolytische Behandlung, wie bei der Acne vulgaris üblich, kann den Heilungsverlauf beschleunigen.

Einzelnachweise

  1. Hjorth N, Sjolin KE, Sylvest B, Thomsen K.: Acne aestivalis--Mallorca acne. In: Acta Derm Venereol. 1972;52(1):61-3. PMID 4111109

Literatur

  • Lindemeyer A.: Eine Fremde in der Aknefamilie In: ÄrzteWoche Wien, 6. Jahrgang Nr. 1, 2007, Springer. Volltext
  • Hölzle E.: Mallorca-Akne In: Derma-Net-Online 2007, Kap. 11.4.6, S. 9-10, BBS Verlags GmbH und Co. KG. Volltext
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