Acolon

Acolon ist eine rote Rebsorte, die 1971 von Bernd Hill von der Staatlichen Lehr- und Versuchsanstalt für Wein- und Obstbau in Weinsberg aus den Rebsorten Lemberger (Blaufränkisch) und Dornfelder gekreuzt wurde. Sie erhielt erst 2002 vom Bundessortenamt die Zulassung und den Sortenschutz als Neuzüchtung.

Acolon wird zum Anbau empfohlen in traditionell guten Schwarzriesling- und Spätburgunderlagen. Die Sorte ist frühreifend (die Ernte kann fast zeitgleich mit dem frühreifenden Gutedel erfolgen) und erreicht hohe Mostgewichte. Die Weine aus der Acolon-Traube sind Lemberger-ähnlich und farbintensiv. Sie werden als füllig und harmonisch beschrieben, bei gleichzeitig dezenter Gerbstoffnote. Die Weine finden in Württemberg bereits reißenden Absatz und sind sehr schnell ausverkauft. Die Anbaufläche in Deutschland wächst entsprechend schnell. In Deutschland waren im Jahr 2007 473 Hektar ( = 0,5% der deutschen Rebfläche) [1] mit der Rebsorte Acolon bestockt. Im Jahr 2006 waren noch 460 Hektar [2] Anbaufläche bestockt, nachdem im Jahr 2001 nur 76 Hektar [3] erhoben wurden.

In Belgien wurde die Rebsorte im Jahr 2005 in der Herkunftsbezeichnung Côtes de Sambre et Meuse zugelassen.

Die Sorte wird für weitere Kreuzungen verwendet.

Siehe auch den Artikel Weinbau in Deutschland und die Liste der Rebsorten.

Synonyme: keine

Zuchtnummer: We 71-816-102

Abstammung: Blaufränkisch x Dornfelder

Inhaltsverzeichnis

Verbreitung

Die Rebflächen in Deutschland verteilen sich wie folgt auf die einzelnen Anbaugebiete:

Weinbaugebiet Rebfläche (Hektar)
Ahr 3
Baden 27
Franken 44
Hessische Bergstraße -
Mittelrhein -
Mosel 4
Nahe 6
Pfalz 116
Rheingau -
Rheinhessen 55
Saale-Unstrut unter 0,5
Sachsen unter 0,5
Stargader Land -
Württemberg 217
TOTAL Deutschland 2007 473

Quelle: Rebflächenstatistik vom 13. März 2008, Statistisches Bundesamt, Wiesbaden 2008 in Beschreibende Sortenliste des Bundessortenamtes 2008, Seite 198ff. [4]

Kleine Bestände sind auch in der Schweiz bekannt. (2,75 Hektar, Stand 2007, Quelle: Office fédéral de l'agriculture OFAG [5])

Einzelnachweise

  1. Deutsches Weininstitut: Statistik 2008/2009, (PDF Datei). Mainz 2008.
  2. Deutsches Weininstitut: Statistik 2007/2008, (PDF Datei). Mainz 2007.
  3. Deutsches Weininstitut: Statistik 2004/2005, (PDF Datei). Mainz 2004.
  4. Beschreibende Sortenliste des Bundessortenamtes 2008(PDF)
  5. Das Weinjahr 2008 (PDF), Herausgeber Office fédéral de l'agriculture OFAG

Literatur

Weblinks


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