Aconitum anthora
Gift-Eisenhut
Gift-Eisenhut (Aconitum anthora)

Gift-Eisenhut (Aconitum anthora)

Systematik
Ordnung: Hahnenfußartige (Ranunculales)
Familie: Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae)
Unterfamilie: Ranunculoideae
Tribus: Delphinieae
Gattung: Eisenhut (Aconitum)
Art: Gift-Eisenhut
Wissenschaftlicher Name
Aconitum anthora
L.

Der Gift-Eisenhut (Aconitum anthora) ist eine Pflanzenart aus der Gattung Eisenhut (Aconitum). Die Art wird auch als Blassgelber Eisenhut, Giftheil-, Gegengift- und Feinblatt-Eisenhut[1] bezeichnet.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Die mehrjährige, krautige Pflanze erreicht Wuchshöhen von 25 bis 150 Zentimetern und hat einen steif aufrechten, bläulich-grünen Stängel, der behaart ist. Die Wurzel ist rübenförmig verdickt.

Die handförmige geteilten Stängelblätter sind bis zum Grund fünf- bis siebenteilig, wobei die Abschnitte zwei- bis dreifach fiederteilig sind und schmal linealische, ein bis zwei Millimeter breite Zipfel haben.

Die blassgelben Blüten sind zygomorph und weich behaart. Der halbkugelige Helm wird etwa so hoch wie breit. Die Balgfrüchte haben eine dichte und weiche Behaarung.[2].

Vorkommen

Das Verbreitungsgebiet umfasst die Alpen, Spanische Gebirge, Pyrenäen, Corbieres, Jura, Istrien, Kroatien, Ungarn, Mähren und Galizien. In den Alpen selbst selten in den Seealpen bis Grajische Alpen und den südlichen Kalkgebirgen verbreitet.

In Österreich ist die Art selten bis sehr selten in den Bundesländern Niederösterreich und Steiermark von der collinen bis montanen Höhenstufe verbreitet.[1]

Als Standort werden trockene Weiden und steinige Rasen auf Kalkböden bevorzugt. Die Art wächst gerne in Blaugras-Rasen[3].

Namensherkunft

Das Artepipheton anthora leitet sich vom griechischen anti (gegen) und Ranunculus thora, dem sehr giftigen Schildblatt-Hahnenfuß (umgangssprachlich auch als Gift-Hahnenfuß bezeichnet) ab, da man die Pflanze für ein wirksames Gegengift gegen das Gift des Hahnenfußes hielt. Die volkstümlichen Namen sowie die Bezeichnung Aconitum salutiferum verweisen ebenfalls auf diesen Umstand.[4]

Die Wurzel fand auch Verwendung als Gegengift bei Vergiftungen mit anderen Eisenhut-Arten. Die Pflanze ist jedoch wie alle Eisenhut-Arten sehr giftig.

Quellen

  1. a b Fischer, M. A., Adler, W. & Oswald K.: Exkursionsflora für Österreich, Liechtenstein und Südtirol, Linz, 2005, ISBN 3-85474-140-5
  2. Muer, Angerer: Alpenpflanzen, Stuttgart 2004, ISBN 3-8001-3374-1
  3. Dieter Heß: Alpenblumen - Erkennen - Verstehen - Schützen, Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart 2001, ISBN 3-8001-3243-5
  4. Helmut Genaust: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. 3. Auflage, Birkhäuser, Basel 1996 (Nachdruck ISBN 3-937872-16-7

Weblinks


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