Daimler AG
Daimler AG
Logo der Daimler AG
Rechtsform Aktiengesellschaft
ISIN DE0007100000
Gründung 17. November 1998
(als DaimlerChrysler AG)
Sitz Stuttgart, Deutschland

Leitung

Mitarbeiter 260.100 (Dezember 2010)[1]
Umsatz 97,761 Mrd (2010)[1]
Branche Automobil
Website www.daimler.com

Die Daimler AG mit Sitz in Stuttgart ist ein deutscher Hersteller von Personenkraftwagen und Nutzfahrzeugen. Ihre bekannteste Automarke ist Mercedes-Benz. Das Unternehmen ist außerdem Anbieter von Finanzdienstleistungen und die erste global notierte Aktiengesellschaft.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Die heutige Daimler AG wurde 1998 als DaimlerChrysler AG nach dem Zusammenschluss der Daimler-Benz AG mit der US-amerikanischen Chrysler Corporation gegründet. Die Umbenennung in Daimler AG erfolgte 2007 nach dem mehrheitlichen Verkauf von Chrysler. Die Anfänge der Daimler AG reichen bis in das Gründungsjahr 1883 der Benz & Cie. Rheinische Gasmotorenfabrik in Mannheim zurück, die im Jahre 1926 mit der Daimler-Motoren-Gesellschaft zur Daimler-Benz AG fusionierten.

DaimlerChrysler AG (1998–2007)

Logo der DaimlerChrysler AG

Erste Gespräche zwischen dem damaligen Vorstandsvorsitzenden der Daimler-Benz AG, Jürgen Schrempp und dem damaligen CEO der Chrysler Corporation, Robert Eaton über eine Fusion beider Unternehmen fanden am 12. Januar 1998 in Detroit statt. Am 7. Mai wurde der Zusammenschluss durch die beiden Unternehmensführer in London bekanntgegeben. Dabei wurde betont, dass es sich um keine Übernahme des einen Unternehmens durch das andere handle, sondern um eine Fusion unter Gleichen (merger of equals). Jürgen Schrempp betitelte den Zusammenschluss zur DaimlerChrysler AG als „Hochzeit im Himmel“.

Nachdem zunächst schon die EU-Kommission der Fusion zugestimmt hatte, wurde diese am 31. Juli 1998 auch durch die US-amerikanischen Wettbewerbsbehörden genehmigt. Am 18. September stimmten schließlich die Aktionäre auf den Hauptversammlungen beider Unternehmen der Fusion zu.[2] Die Fusion erfolgte durch einen Aktientausch in Aktien des neuen Unternehmens, der DaimlerChrysler AG. Daimler-Benz-Aktionäre erhielten pro Aktie 1,005 DaimlerChrysler-Aktien, eine Chrysler-Aktie wurde in 0,6235 DaimlerChrysler-Aktien getauscht.[3][4] Am 17. November 1998 nahm die DaimlerChrysler AG das operative Geschäft auf und die Aktien wurden erstmals an den Börsen gehandelt.

In der Führung des neuen Unternehmens sollten Daimler-Benz und Chrysler zu gleichen Teilen vertreten sein. So war zunächst der Vorstand paritätisch besetzt und sowohl Jürgen Schrempp als auch Robert Eaton agierten als Vorstandsvorsitzender. Die Sitzungen des Vorstands wurden wechselnd in Stuttgart und bei Chrysler in Auburn Hills abgehalten. Juristischer Sitz war aber von Anfang an Stuttgart, die DaimlerChrysler AG wurde als Aktiengesellschaft nach deutschem Recht gegründet.

Größte Unternehmen der Welt 2005 nach Umsatz

Nach zwei Jahren erklärte der Co-Vorsitzende Robert Eaton seinen Rücktritt, so dass Jürgen Schrempp zum alleinigen Vorstandsvorsitzenden wurde. Jürgen Schrempp hat sein Amt am 1. Januar 2006 an Dieter Zetsche weitergegeben. Nach und nach verschob sich auch das Stimmenverhältnis im Vorstand immer mehr zugunsten der deutschen Mitglieder.

Kurz nach seinem Amtsantritt zum 1. Januar 2006 kündigte der neue DaimlerChrysler-Chef Dieter Zetsche einen weiteren Stellenabbau an. In der Konzernverwaltung wurden in den nächsten drei Jahren 6.000 Stellen abgebaut.

Zetsche wurde am 1. September 2005 zunächst Vorstand für die Marke Mercedes-Benz. Ursprünglich war 2004 Wolfgang Bernhard als Nachfolger von Jürgen Hubbert für den Chefposten bei Mercedes-Benz vorgesehen, wurde jedoch kurz vor Amtsantritt seines Vorstandsbereiches enthoben und wurde Markenchef von Volkswagen. Am 1. Oktober 2004 wurde Eckhard Cordes zum Markenchef von Mercedes-Benz berufen. Unter seiner Leitung wurde die Sanierung der mittlerweile angeschlagenen Marke Mercedes-Benz begonnen. Nachdem bekannt wurde, dass Zetsche in Nachfolge von Schrempp den Vorstandsvorsitz der DaimlerChrysler AG übernehmen würde, verließ nach kurzer Amtszeit am 31. August 2005 auch Cordes das Unternehmen und wurde Anfang 2006 Vorstandsvorsitzender der Franz Haniel & Cie. GmbH.

Im Zuge der Sanierung von Mercedes-Benz sollen in den Jahren 2005 bis 2008 ca. 14.000 Mitarbeiter das Unternehmen verlassen. Dies soll mit Abfindungsangeboten, Vorruhestandsregelungen, Versetzungen und durch Fluktuation erreicht werden. Dabei soll der Beschäftigungspakt, der bis 2012 gültig ist, eingehalten werden.

Im Oktober 2005 wurde zusammen mit den Automobilherstellern Hyundai und Mitsubishi Motors das Joint-Venture Global Engine Manufacturing Alliance (GEMA) gegründet, das Motoren für die beteiligten Unternehmen herstellt.

Am 11. November 2005 wurden die verbliebenen 12,4 % der Anteile an der Mitsubishi Motors Corp. verkauft. Im September 2006 wurde mit Chery Automobile ein chinesischer Automobilhersteller als Kooperationspartner gefunden. Chrysler soll die von Chery in China produzierten kostengünstigen Kleinwagen unter der Marke Dodge in den USA verkaufen.

2006 wurde das neue Mercedes-Benz Museum neben dem Stammwerk in Stuttgart-Untertürkheim eröffnet. Auf 16.500 m² Ausstellungsfläche sind 160 Fahrzeuge zu sehen. Im selben Jahr kündigte Konzernchef Zetsche zunächst den Umzug des Vorstands und von Teilen der Verwaltung ins Motorenwerk Stuttgart-Untertürkheim an, von wo aus das Vorgänger-Unternehmen Daimler-Benz bis 1990 geleitet wurde. Im Oktober 2006 kündigte das Unternehmen außerdem an, die bisherige Konzernzentrale in Stuttgart-Möhringen verkaufen zu wollen.[5]

Im März 2007 wurden erstmals Gerüchte laut, dass DaimlerChrysler den Verkauf der Chrysler Group in Erwägung ziehe. Seit der Fusion ist der Wert von Chrysler alleine um 35 Mrd. Euro gesunken[6], der von DaimlerChrysler bis zu Schrempps Rückzug Ende 2005 um 50 Mrd. Euro[7]. Die Kritik an der Fusion ist deshalb über die Jahre immer größer geworden. So konstatierte ein Sprecher der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger in der Hauptversammlung 2007 gegenüber dem Management: „Sie alle haben in unverantwortlicher Weise versagt“ und erhielt dafür Beifall der fast 7.000 Teilnehmer.[8] Als Interessenten von Chrysler galten zunächst die Investmentgesellschaften Blackstone und Cerberus Capital Management sowie der kanadische Automobilzulieferer Magna International. Auch der US-amerikanische Multimilliardär Kirk Kerkorian, der schon 1995 22,3 Mrd. Dollar auf Chrysler bot, hat nun wieder Interesse gezeigt. Diesmal soll sich die Summe auf 4,5 Mrd. belaufen haben.

Am 14. Mai 2007 wurde schließlich der mehrheitliche Verkauf der Chrysler Group an Cerberus bekanntgeben. Eine Tochtergesellschaft von Cerberus übernahm daraufhin 80,1 % der Aktien an der neu geschaffenen Chrysler Holding LLC, Daimler behielt 19,9 % der Anteile.

Im Juni 2007 gab DaimlerChrysler bekannt, zukünftig mit Fiat zu kooperieren. Die Kooperation bezieht sich vor allem auf die Nutzfahrzeugmotoren. Wie beide Unternehmen mitteilten, soll zunächst Daimlers japanische Nutzfahrzeugtochter Mitsubishi Fuso mit Dieselmotoren für leichte Lastwagen beliefert werden. Fiat Powertrain Technologies (FPT) werde ab 2009 rund 80.000 Motoren pro Jahr für das Modell Canter liefern, der in Europa und Japan abgesetzt werden soll. In den nächsten Jahren soll der Lieferumfang weiter ansteigen.[9]

Daimler AG (seit 2007)

Die Trennung von Chrysler wurde Anfang August 2007 abgeschlossen.[10] Auf einer außerordentlichen Hauptversammlung am 4. Oktober 2007 wurde schließlich die Umbenennung des Unternehmens in Daimler AG beschlossen. Seither operiert der Konzern in den Geschäftsfeldern Mercedes-Benz Cars, Daimler Trucks, Mercedes-Benz Vans, Daimler Buses und Daimler Financial Services.

Der Daimler-Vorstandsvorsitzende Dieter Zetsche gab am 4. Oktober 2007 außerdem bekannt, dass der Konzern die Namensrechte am Namen „Daimler“ von der Ford Motor Company für 20 Millionen US-Dollar (rund 14 Millionen Euro) erworben hat.[11] Die Vereinbarung besagt, dass die Daimler AG den Namen lediglich als Handels- oder Firmenbezeichnung nutzen darf, dauerhaft seien keine Namensrechte übertragen worden.[12] Im Zuge der Umbenennung des Konzerns wurden auch die Produktionsstandorte und Vertriebsgesellschaften umbenannt, wobei sich deren Name aus den Markennamen der jeweiligen Produkte ergibt, beispielsweise Mercedes-Benz.[13]

Am 24. März 2010 reichten die Vereinigten Staaten eine Klage gegen die Daimler AG ein. Der Vorwurf lautet auf Korruption im großen Stil und ist der Abschluss einer jahrelangen Ermittlung. Laut dem US-amerikanischen Justizministerium soll der Konzern zwischen 1998 und 2008 in Russland, der Türkei, Ägypten und China insgesamt mehrere zehn Millionen Dollar an Bestechungsgeldern gezahlt haben, um an Aufträge zu kommen, die die damals angeschlagene DaimlerChrysler retten sollten.[14][15]

Das Verfahren war in den USA möglich, da Daimler-Aktien an US-amerikanischen Börsen gehandelt werden. Der Konzern schloss bei einer gerichtlichen Anhörung am 1. April 2010 einen Vergleich mit den US-Behörden. Der Vergleich beinhaltet ein Schuldeingeständnis und die Zahlung von 185 Millionen Dollar an die US-Behörden. Auch in Deutschland war es zu Ermittlungsverfahren durch die Staatsanwaltschaft in Stuttgart gekommen, die inzwischen jedoch fast alle eingestellt wurden. Daimler selbst ergriff disziplinäre Maßnahmen gegen 60 Mitarbeiter, von denen 45 dabei auch gekündigt wurden.[14][16]

Im Februar 2011 wurde mit Christine Hohmann-Dennhardt zum ersten Mal in der Geschichte der Daimler AG und ihrer Vorgänger eine Frau in den Vorstand berufen.

Übernahme anderer Unternehmen

Im Lauf der Jahrzehnte beteiligte sich das Unternehmen (teilweise begleitet durch Umfirmierungen – von Daimler-Benz zu DaimlerChrysler zu Daimler) an zahlreichen Unternehmen, übernahm diese ganz oder hatte zumindest großen Einfluss. Die größeren davon waren:

Zeitleiste der Daimler-Automobilmarken von 1886 bis heute
Konzern Daimler-Benz Daimler Chrysler Daimler
Marke Gruppe 1880 1890 1900 10er 20er 30er 40er 50er 60er 70er 80er 90er 2000
Mercedes-Benz Daimler-
Benz
Mercedes Mercedes-Benz
Benz
Unimog Unimog Mercedes-Benz
Auto-Union DKW Audi
Hanomag-Henschel Hanomag HH Mercedes- Benz
Henschel
Freightliner Consolodated Freightways White Freightliner Freightliner
Setra Kässbohrer Kässbohrer Setra Setra
Sterling Sterling Sterling-White Sterling
Thomas Perley Thomas
Maybach
Western Star White Western Star Western Star
Orion
smart
Fuso
MCV Manufacturing Commercial Vehicles Mercedes-Benz (MCV)
MCV
ECHOLINE
eVolution Marshall Bus eVolution
Chrysler Chrysler Maxwell Chrysler
Dodge
Plymouth
AMC/Eagle Jeffery / Hudson AMC Eagle
Willys/Jeep Willys Jeep
GEM
  •  Automobilmarke einer eigenständigen Firma vor Übernahme durch Daimler, Chrysler, DaimlerChrysler, ggf. vorher schon in anderen Bereichen tätig
  •  Automobilmarke einer Firma, die mehrheitlich zu Daimler gehört, oder zu Chrysler bevor Gründung von DaimlerChrysler
  •  Automobilmarke von Daimler-Benz, DaimlerChrylser oder Daimler
  •  Automobilmarke verkauft

Konzernstruktur

Aktiengesellschaft

Vorstandsvorsitzender der Daimler AG ist seit dem 1. Januar 2006 Dieter Zetsche, Aufsichtsratsvorsitzender ist seit dem 4. April 2007 Manfred Bischoff. Die Aktien des Unternehmens (WKN 710000, ISIN DE0007100000) werden von der Deutschen Börse unter dem Kürzel DAI notiert und sind Bestandteil des DAX an der Frankfurter Wertpapierbörse.

Seit 1974 ist das Emirat Kuwait mit der Kuwait Investment Authority Großaktionär von Daimler und hält aktuell einen Anteil von 6,9 % am Grundkapital. Seit dem 22. März 2009 ist mit der Aabar Investments PJSC (Aabar), Vereinigte Arabische Emirate, kontrolliert durch die staatseigene International Petroleum Investment Company (IPIC) ein weiterer Großaktionär mit einem Anteil von 9,0 % hinzugekommen.[17]

Anteil Anteilseigner
09,0 % Aabar Investments PJSC, Abu Dhabi
06,9 % Kuwait Investment Authority, Kuwait
03,1 % Renault-Nissan, Frankreich
61,9 % Institutionelle Investoren Weltweit
19,1 % Private Investoren, Weltweit

Stand: 17. Januar 2011[18]

Vorsitzende des Vorstands

Vorsitzende des Aufsichtsrats

Produktionsstätten

Produktionsstandorte der Daimler AG außerhalb Deutschlands

Daimler unterhält Produktionsstätten in folgenden Ländern: Deutschland, USA, Kanada, Mexiko, Frankreich, Spanien, Türkei, VR China, Indien, Indonesien, Argentinien, Brasilien, Südafrika (Mercedes-Benz South Africa), Japan, Vietnam und Ägypten (Egyptian German Automotive). Darüber hinaus ist Daimler in weiteren Märkten durch Beteiligungen an weiteren Produktionsstätten beteiligt.

Daimler plante für 2006 den Bau der ersten Produktionsstätte in Russland. In Sankt Petersburg sollten C- und E-Klasse-Modelle und auch Chrysler-Modelle produziert werden. Die Entscheidung wurde aufgrund steuerlicher Nachteile durch die unterschiedlichen Zölle für Teil- und Komplettmontage vorerst vertagt. Die Gespräche mit der russischen Regierung werden indes fortgesetzt.

Werke unter Leitung der Mercedes-Benz Cars (inklusive Van Division)

Für Details siehe Mercedes-Benz Cars

Werke unter Leitung von Daimler Trucks (inklusive Bus Division)

Für Details siehe Daimler Trucks

Daimler Trucks Europe – Latin America

  • Werk Wörth: Actros, Atego, Axor, Econic, Unimog, Zetros
  • Werk Aksaray (Türkei): Axor, Actros, Atego und Unimog
  • Werk Mannheim: Nutzfahrzeug- und Industriemotoren, Gießerei
  • Werk Kassel: Achsen, Trailerachsen und Gelenkwellen, Komponenten
  • Werk Gaggenau und Werkteil Gaggenau in Rastatt: Getriebe, Achsen und Komponenten
  • Werk Kuppenheim (Baubeginn 2009): Karosserieteile für LKW und PKW[20]
  • Werk São Bernardo do Campo: Axor, Atego, Accelo und weitere lokale LKW-Baureihen, Motoren, Getriebe, Achsen
  • EvoBus-Werk Ulm/Neu-Ulm: Setra- und Mercedes-Benz Busse
  • EvoBus-Werk Mannheim: Mercedes-Benz Stadtbusse und Überlandbusse Niederflur, Rohkarossen Setra-Reisebusse
  • EvoBus-Werk Dortmund: Mercedes-Benz Minibusse (ehemalige Karl Koch GmbH)
  • EvoBus-Werk Holýšov/Tschechische Republik: Rohbauteile
  • EvoBus-Werk Ligny-en-Barrois/Frankreich: Mercedes-Benz Stadtbusse
  • EvoBus-Werk Sámano/Spanien: Fahrgestelle für Aufbauhersteller

Daimler Trucks North America

  • Cleveland Truck Manufacturing Plant, Cleveland (North Carolina), USA: Class 8 LKW
  • Gastonia Parts Manufacturing Plant, Gastonia (North Carolina), USA: Fahrerhäuser, Fahrgestelle, Komponenten
  • Thomas Built Buses Manufacturing Plant, High Point, (North Carolina), USA: Busse
  • Mount Holly Truck Manufacturing Plant, Mount Holly (North Carolina), USA: Mittelschwere LKW
  • Portland Truck Manufacturing Plant, Portland, (Oregon), USA: LKW der Marke Western Star – 4900 EX, 4900 SA, 4900 FA and 6900 XD; LKW der Marke Freightliner: Century Class S/T, Columbia, und Coronado; schwere Militärfahrzeuge.
  • Freightliner Custom Chassis Corporation Manufacturing Plant, Gafney (South Carolina), USA: Fahrgestelle für Sonderfahrzeuge
  • St. Thomas Truck Manufacturing Plant, St. Thomas, (Ontario), Kanada: LKW der Marke Sterling
  • Santiago Tianguistenco, Edo de Mexico (Mexiko), Truck Manufacturing Plant: LKW der Marke Freightliner
  • Detroit Diesel Redford Plant, Detroit, USA: Nutzfahrzeug- und Industriemotoren

Trucks Asia

  • Mitsubishi Fuso Truck & Bus, Kawasaki Plant (Kanagawa/Japan): LKW der Marke Fuso, Motoren, Komponenten
  • Mitsubishi Fuso Truck & Bus, Oye Bus Plant, Nagoya, (Aichi/Japan): Busse
  • Mitsubishi Fuso Truck & Bus, Nakatsu Plant (Kanagawa/Japan): Getriebe
  • Mitsubishi Fuso Bus Manufacturing, Fuchū (Toyama/Japan): Busse
  • Mitsubishi Fuso Europe, Tramagal (Portugal): Canter

Geschäftstätigkeit

Der Konzern stellt Kraftfahrzeuge her und verkauft sie über Vertragshändler und Niederlassungen weltweit an die Endabnehmer. Zusätzlich dazu werden Finanzierungsmöglichkeiten angeboten.

Das größte Geschäftsfeld stellt die Produktion von Pkw der Oberklasse dar: Damit machte die Unternehmensgruppe 2007 52,4 Mrd. Euro Umsatz. Von der Pkw-Produktion wurde über ein Viertel in Deutschland abgesetzt, weit über die Hälfte in Westeuropa. Ungefähr ein Fünftel wurde in den USA verkauft. Im Ostasiatischen Raum wurde über ein Zehntel der Produktion ausgeliefert.[21]

Mit schweren Lastwagen wurde ein Umsatz von 28,5 Mrd. Euro gemacht. Weniger als 10 % der Produktion wurde in Deutschland abgesetzt. Ein Fünftel in Westeuropa. Rund ein Viertel ging hauptsächlich in die USA aber auch in die angrenzenden Staaten Kanada und Mexiko. Über ein Viertel der Lastwagenproduktion wurde in Asien verkauft.[22]

Mit der Herstellung von Transportern machte der Konzern 9,3 Mrd. Euro Umsatz, mit der von Bussen 4,4 Mrd. Euro.[23]

Das Geschäftsfeld Daimler Financial Services erbrachte Umsatzleistungen von 8,7 Mrd. Das Geschäftsfeld umfasst nicht nur die Vermittlung von Finanzierungen und Leasingleistungen für die Anschaffung von Kraftfahrzeugen, sondern auch den Verkauf von Versicherungsleistungen. An der Erhebung von Mautgebühren über das System Toll-Collect ist Daimler Financial Services beteiligt.[24]

2008 fielen die Aktien des Konzernes um 59,7 %.[25]

Produkte und Marken

Die Daimler AG entwickelt, produziert und vertreibt unter folgenden Marken:

Mercedes-Benz Cars

Mercedes-Benz Cars ist die PKW Sparte der Daimler AG und beinhaltet folgende Marken:

Die Kernmarke Mercedes-Benz bietet ein umfangreiches Produktportfolio an Premium-PKW, das sich vom so genannten Compact-Segment (A- und B-Klasse) bis zum Large-Size Segment (S-Klasse) erstreckt.

Daimler Trucks

Die Sparte Daimler Trucks ist die LKW- und Komponenten- Herstellersparte von Daimler. Vorsitzender dieser Sparte ist Andreas Renschler.[26]

Trucks Europe & Latin America

Daimler Trucks North America LLC

Trucks Asia

Components

  • Mercedes-Benz: Motoren, Achsen, Getriebe
  • Detroit Diesel: Dieselmotoren
  • TruckWorks: Servicedienstleistungen für Anhänger, Auflieger und Aufbauten

Vans, Busse und andere

Das Segment Buses und Other enthält im Wesentlichen Mercedes-Benz Vans, Daimler Busse, die Beteiligungen des Daimler Konzerns, sowie die Immobilientätigkeiten.[27]

Mercedes-Benz Vans (Kleintransporter und Kleinbusse):[28]

Der Sprinter wird in Nordamerika unter den Marken Dodge und Freightliner verkauft. Das Vorgängermodell Sprinter T1N wird in Argentinien weiter gebaut.

Daimler Buses (Omnibusse):

Engineering- und Consulting

  • MBtech Group: Entwicklung und Erprobung von Komponenten und Systemen sowie Unternehmensberatung, weltweit

Finanzdienstleistungen

Beteiligungen und Kooperationen

  • 100 % an Mercedes-Benz HighPerformanceEngines Ltd., ehemals Mercedes-Ilmor, Hersteller von Formel-1-Motoren
  • 100 % an der Daimler FleetBoard GmbH
  • 100 % an der Daimler TSS GmbH
  • 97,7 % an Tognum (Über die Engine Holding von Daimler und der Rolls Royce Group)
  • 50,1 % an der Automotive Fuel Cell Corporation (AFCC)
  • 45 % an Toll Collect GmbH (mittels der Daimler Financial Services AG)
  • 45 % und eine Aktie an der Mercedes-Benz Grand Prix Ltd.
  • 15 % an EADS, Luft-, Raumfahrt- und Rüstungskonzern, Mutterunternehmen u. a. von Airbus und Eurocopter (Februar 2007); Daimler hält an der EADS einen rechtlichen Anteil (Stimmrechte) von 22,52 % und einen wirtschaftlichen Anteil von 15 %
  • 7,90 % an Tesla Motors, kalifornischer Hersteller von Elektrofahrzeugen, nachdem Daimler im Juli 2009 40 % ihrer Anteile verkauft hat[29]
  • 3,56 % an Eicher Goodearth
  • Kooperation mit Sutlej Motors, indischer Hersteller von Omnibussen[30]
  • 49,9 % an der Li-Tec Vermögensverwaltung GmbH, Kamenz (50,1 % hält die Evonik Industries). Geplant ist ein Joint Venture mit Evonik zur Herstellung moderner Batteriezellen und Batteriesystemen.
    Im Dezember 2008 gründete Daimler zusammen mit Evonik Industries eine strategische Allianz um die Entwicklung und Fertigung von Lithium-Ionen Batterien in Deutschland weiter voranzutreiben.[31] Daimler stieg deshalb in die zur Evonik Industries gehörende Li-Tec Vermögensverwaltung GmbH mit 49,9 % ein. Für die Zukunft streben die Konzerne eine Beteiligung eines dritten Gesellschafters an: Dieser soll die Systemintegration von Elektrik und Elektronik verwirklichen. Die neuen Li-Tec Zellen werden zunächst in die Elektrofahrzeuge von Daimler verbaut. Später ist dann die Gründung eines Joint-Venture vorgesehen. Ein wichtiger Meilenstein zur Serienproduktion von Elektroautos wurde somit erreicht. Daimler Chef Zetsche sagte: „Mit der Beteiligung an Li-Tec und der Gründung des Batterie Joint-Ventures bauen wir unsere Führungsposition auf dem Gebiet der alternativen Antriebe aus.“

Kritik

Rolle im Dritten Reich

Das Vorgängerunternehmen, die Daimler-Benz AG war maßgeblich an der Rüstung im Dritten Reich beteiligt. Darüber hinaus sollen auch noch in der Nachkriegszeit Verbindungen zu ehemaligen Nazi-Funktionären existiert haben. Angeblich veranlasste die Mercedes Benz AG, dass in die 1951 gegründete Fabrik Mercedes Benz Argentina ehemalige Nazi-Größen, die nach Südamerika ausgewandert waren, eingestellt wurden.[32] Die mangelnde Aufklärung und späte, relativ geringe Auszahlung einer Entschädigung sorgte für Kritik.[33]

Strategische Managemententscheidungen

Hauptkritikpunkte sind Verfehlungen bei der Übernahme/Fusion von Chrysler und der erfolgten Trennung, der angeblich fehlende Wille zu Umwelt- und Klimaschutz, fehlende soziale Verantwortung, sowie Verflechtungen in Rüstungsgeschäfte.

Die Autoren des Schwarzbuch Markenfirmen werfen dem Konzern z.B. „Handel mit Atomwaffen und Anti-Personenminen, Kooperation mit Militärregime und Umweltzerstörung“ vor, was auf die Beteiligung an dem Rüstungshersteller EADS mit 22,50 % zurückzuführen ist,[34] da EADS weiterhin Trägersysteme für Streubomben und Technologie für Atombomben herstellt.[35] Dies führte auch schon zu Boykottaufrufen wie z.B. die Aktion „Wir kaufen keinen Mercedes“, welche in Kooperation mit der „Deutschen Friedensgesellschaft“ ins Leben gerufen wurde.[36]

Die Gruppe „Kritischen AktionärInnen Daimler“ (KAD) (ehemals „Kritische Aktionäre Daimler Benz“ bzw. „… DaimlerChrysler“) spielt z.B. eine entscheidende Rolle bei der Kritik am Daimler-Konzern. Um die Geschäftsführung unter Druck zu setzen, versuchten die KAD die Aufmerksamkeit der Medien auf sich zu lenken – vor der Hauptversammlung gibt es häufig Interviews im Radio etc. Die KAD wirbt darüber hinaus für die Übernahme der Stimmrechte einzelner Aktionäre, um eine Nichtentlastung der Geschäftsführung zu erreichen.

Bestechung

International rief die Daimler AG zudem Empörung hervor, als Schmiergeldzahlungen im „zweistelligen Millionenbereich“[37] bekannt wurden, die zu Regierungsaufträgen führen sollten.

Bluttests bei Neueinstellungen

Als kontrovers wurde in den Medien die Durchführung von Bluttests bei Neueinstellungen der Produktionsmitarbeiter empfunden.[38] Im Jahr 2011 erhielt die Daimler AG dafür den Negativpreis Big Brother Award in der Kategorie Arbeitswelt.[39] Dies verletze laut FoeBuD, dem für die Preisverleihung verantwortlichen Verein, die Persönlichkeitsrechte und sei meist arbeitsrechtlich nicht erforderlich.[40]

Lobbying

Daimler-Benz erhielt 2007 zusammen mit den deutschen Automobilhersteller BMW und Porsche für ihre gemeinsame Kampagne, deren Ziel „die Verwässerung und Verzögerung von verpflichtenden CO2-Reduktionszielen“ war, den „Worst EU Lobby Award“.[41] 2008 wurde bekannt, dass in der Ausschreibungsphase für das milliardenteure deutsche LKW-Mautsystem ein ranghoher Mitarbeiter von DaimlerChrysler im Bundesverkehrsministerium mitarbeitete.[42]

Todesfälle bei Test- und Erprobungsfahrten

In den letzten Jahren ereigneten sich mehrere tödliche Unfälle bei Test- und Erprobungsfahrten mit PS-starken Fahrzeugen, bei denen neben dem menschlichen Versagen der Werksfahrer in den Medien auch dem Konzern eine Mitschuld gegeben wurde. Für den mit hoher medialer Aufmerksamkeit verbundenen Verkehrsunfall auf der Bundesautobahn 5 im Juli 2003 wurde ein Daimler-Versuchsingenieur verantwortlich gemacht. Er soll durch extrem schnelles Fahren und nahes Auffahren eine Frau in einem langsameren Auto dazu gebracht haben, ruckartig die Spur zu wechseln. Die Frau verlor die Kontrolle über ihren Wagen und starb bei dem folgenden Unfall zusammen mit einem in ihrem Wagen befindlichen Kleinkind. Bei dem Gerichtsverfahren wurde bekannt, dass Hochgeschwindigkeitsfahrten und aggressives Verhalten im öffentlichen Straßenverkehr von Werksfahrern im Konzern bekannt waren, ohne entsprechende Konsequenzen zu ziehen. Des Weiteren zeigten sich die als Zeugen geladenen Mitarbeiter des Konzerns auffallend unkooperativ.[43] Anfang 2005 wurde in Schweden eine Fußgängerin von einer von einem Werksfahrer gesteuerten Mercedes erfasst und getötet.[44] Im April 2010 wurde an einer Unfallstelle eine Person von einem Erlkönig, der mit überhöhter Geschwindigkeit auf der A81 unterwegs war, erfasst und getötet.[45] Ende September 2010 kam ein 27-jähriger Entwicklungsingenieur auf der Strecke für Hochgeschwindigkeitstests im emsländischen Papenburg ums Leben, ein unerfahrener Daimler-Praktikant kollidierte mit hoher Geschwindigkeit mit einem vorausfahrenden Fahrzeug, wofür mangelnde Sicherheitsstandards bei der Einweisung des Fahrers und dem Betrieb der Anlage verantwortlich gemacht werden.[46]

Sonstiges

Die Daimler AG gehört zu den größten Parteispendern in Deutschland und hat seit 2000 bereits mehr als 4 Millionen Euro an SPD, CDU, CSU und FDP gespendet[47].

Literatur

  • Peter Grohmann, Horst Sackstetter: Plakat: 10 Jahre Betriebsarbeit bei Daimler-Benz. Rotbuch-Verlag, Hamburg 1982, ISBN 3-88022-213-4.
  • Max Kruk, Gerold Lingnau: Hundert Jahre Daimler Benz. v. Hase und Koehler, Mainz 1986, ISBN 3-7758-1117-6.
  • Angelina Sörgel: Daimler-Benz – der Multi im Musterländle. PIW, Bremen 1986, ISBN 3-925139-06-0.
  • Klaus Heidel: Kein guter Stern für die Schwarzen: die Geschäfte von Daimler-Benz im Land der Apartheid. Christen für Arbeit u. Gerechtigkeit Weltweit, Heidelberg 1987, ISBN 3-925910-01-8.
  • Karl Heinz Roth: Die Daimler-Benz AG 1916–1948: Schlüsseldokumente zur Konzerngeschichte. Greno, Nördlingen 1987, ISBN 3-89190-955-1.
  • Sebastian Bamberg: „… und morgen die ganze Welt“: Daimler-Benz – ein Rüstungskonzern auf dem Weg ins 21. Jahrhundert. Pax Christi, Bad Vilbel 1990, ISBN 3-928082-11-6.
  • Jürgen Grässlin: Jürgen E. Schrempp. Der Herr der Sterne. Droemer, München 1998, ISBN 3-426-27075-7.
  • Jürgen Grässlin: Daimler-Benz. Der Konzern und seine Republik. Droemer Knaur, München 2002, ISBN 3-426-80064-0.
  • Gaby Weber: Daimler-Benz und die Argentinien-Connection: von Rattenlinien und Nazigeldern. Assoz. A, Berlin 2004, ISBN 3-935936-33-8.
  • Jürgen Grässlin: Das Daimler-Desaster: vom Vorzeigekonzern zum Sanierungsfall?. Droemer, München 2005, ISBN 3-426-27267-9.
  • Jürgen Grässlin: Abgewirtschaftet?! Das Daimler-Desaster geht weiter. Knaur, München 2007, ISBN 978-3-426-77977-4.
  • Arnd Zschiesche: Ein Positives Vorurteil Deutschland gegenüber – Mercedes-Benz als Gestaltsystem. LIT-Verlag, Berlin 2007, ISBN 978-3-8258-0904-1.

Siehe auch

Weblinks

 Commons: Daimler-Benz AG – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Commons: DaimlerChrysler – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Commons: Daimler AG – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wikinews Wikinews: Daimler AG – in den Nachrichten
Wikinews Wikinews: DaimlerChrysler – in den Nachrichten

Einzelnachweise

  1. a b Daimler AG: Geschäftsbericht 2010. Abgerufen am 4. April 2011 (PDF).
  2. Stuttgarter Zeitung: Fünf Jahre DaimlerChrysler AG, 29. April 2003
  3. Fragen und Antworten für alle DaimlerChrysler-Aktionäre. DaimlerChrysler AG. Archiviert vom Original am 3. Januar 2007. Abgerufen am 21. Mai 2009.
  4. Daimler/Chrysler – Letzte Hürde genommen. Manager Magazin online (12. November 1998). Abgerufen am 21. Mai 2009.
  5. handelsblatt.com: Daimler-Chrysler verkauft seine Zentrale, 27. Oktober 2006
  6. Spiegel online: Zetsche zerschlägt die Welt AG, 14. Mai 2007
  7. Spiegel online: Der Verheerer von Möhringen, 28. Juli 2005
  8. Spiegel online: „Sie alle haben in unverantwortlicher Weise versagt“, 4. April 2007
  9. FinanzNachrichten.de: DaimlerChrysler und Fiat: Zusammenarbeit bei Nutzfahrzeug-Motoren, 19. Juni 2007
  10. DaimlerChrysler AG: DaimlerChrysler schließt Transaktion zur Mehrheitsabgabe von Chrysler an Cerberus ab. Pressemitteilung, 3. August 2007
  11. boerse.ard.de: Tschüss, Chrysler, 4. Oktober 2007
  12. Spiegel online: Gezerre um Gottlieb, 24. August 2007
  13. Daimler AG: Außerordentliche DaimlerChrysler-Hauptversammlung billigt Umbenennung in Daimler AG 4. Oktober 2007
  14. a b Schmiergeldaffäre – Daimler feuerte 45 Mitarbeiter wegen Korruption auf Spiegel Online vom 25. März 2010
  15. rp-online.de: USA wirft Daimler Korruption vor (Zugriff am 24. März 2010)
  16. Schmiergeldaffäre – Daimler kauft sich für 185 Millionen Dollar frei auf Spiegel Online vom 1. April 2010
  17. vgl. Abu Dhabi steigt bei Daimler ein bei Spiegel Online, 22. März 2009
  18. Spiegel Online: [1] + Daimler-Aktie / Aktionaersstruktur
  19. DaimlerChrysler AG: Mercedes-Benz eröffnet neues Produktionswerk in Pune, Indien, abgerufen am 5. März 2009
  20. Nachrichten SWR:[2]
  21. Daimler AG: Geschäftsbericht Daimler AG
  22. Geschäftsbericht Daimler AG
  23. Daimler AG:Geschäftsbericht Daimler AG
  24. Daimler AG: Geschäftsbericht Daimler AG
  25. FTD.de:DAIMLER AG NAMENS-AKTIEN O.N.
  26. Vgl. Daimler AG (Hrsg.): „Daimler Trucks im Überblick. Ausgabe 2008.“, Stuttgart 2008, S. 1
  27. Daimler AG (Hrsg.): „Geschäftsbericht 2007“, Stuttgart 2008, S. 16
  28. [3]
  29. Daimler reicht Tesla-Beteiligung teilweise weiter
  30. Daimler Nachhaltigkeitsbericht 2008 (PDF, englisch)
  31. Daimler AG: Evonik und Daimler gründen strategische Allianz zur Entwicklung und Fertigung von Lithium-Ionen Batterien, 15.Dezember 2008
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