Adalram von Waldegg
Widmungsblatt Seckau
Innenhof der Abtei Seckau (2003)

Adalram von Waldeck (* um 1100; † 26. Dezember 1182), auch Adalram von Feistritz, war ein hochfreier Adeliger, Enkel des Aribo II. und Gründer des Stiftes Seckau. Adalram von Waldeck war ein Sohn des Hartnid von der Traisen, Bruder von Walter, Ernst und Hartwick. Adalram von Waldeck war zweimal vermählt. Seine erste Frau war Perchta aus dem Geschlecht der Offenberg. Seine zweite Frau war Richinza von Perg (∞ um 1130). Am 10. Jänner 1140 vollzog Adalram von Waldeck in Gegenwart vieler adeliger Zeugen (u. a. Udalrich von Graz) seine Stiftung und gründete in Sankt Marein bei Knittelfeld das Stift Seckau. Grund für die Stiftung dürfte ein Vergehen (delicta) Adalrams gewesen sein, nämlich der Totschlag an seinem Vetter Adalbero († um 1138) im Zuge einer Auseinandersetzung wegen eines Ehebruchs mit seiner Frau Richinza (ab eo peccatis exigentibus dimissa). Diese Gründung in St. Marein-Feistritz bestand allerdings nur drei Jahre, denn 1142 wurde das Stift an einen geeigneteren Ort, das heutige Seckau, verlegt. Die Gründerfamilie, Adalram von Waldeck und Richinza, traten in der Folge in das Doppelkloster zu Seckau ein. Von Adalram von Waldeck ist das Eintrittsdatum als Konverse in das Chorherrenstift mit 25. Februar 1147 bekannt. Die letzte urkundliche Erwähnung findet der lebende Adalram von Waldeck am 29. November 1182 in der Traungauer Urkunde Herzog Otakars IV.

Literatur

  • P. Benno Roth, OSB: Seckau, Geschichte und Kultur; Herold, Wien 1964.

Siehe auch

Weblinks



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