Adam Josef Schmitt

Adam Joseph Schmitt (* 27. Dezember 1855 in Finthen bei Mainz; † 1928) war ein deutscher Politiker (Zentrum).

Leben und Wirken

Nach dem Besuch der St. Marienschule und des Gymnasiums in Mainz, studierte Schmitt an den Universitäten Straßburg, Leipzig, Tübingen und Gießen. 1879 promovierte er in Jena zum Dr. jur. 1881 ließ Schmitt sich als Rechtsanwalt in Mainz nieder.

1889 wurde Schmitt Mitglied der Stadtverordnetenversammlung der Stadt Mainz. Ein Jahr später, 1890, wurde er zudem Mitglied des Kreistags und des Kreisausschusses von Mainz. 1893 wurde Schmitt für den Wahlkreis Mainz-Land in den hessischen Landtag gewählt, dem er bis nach dem Ersten Weltkrieg angehörte. Von 1895 bis 1903 saß Schmitt außerdem noch als Abgeordneter dem Reichstag des Kaiserreiches an. Um beide Mandate miteinander vereinen zu können, war Schmitt darauf angewiesen zu pendeln. Während der Sitzungen des Reichstages bewohnte er daher eine Suite im Berliner Central-Hotel. Da Schmitt eine wichtige Rolle bei der Beilegung einer parteiinternen Krise des hessischen Zentrums in den frühen 1930er Jahren beilegte, konnte Schmitt sich bei den Reichstagswahlen der Jahre 1896 und 1898 mit Hilfe der liberalen Stimmen seines Wahlkreises durchsetzen, mit der Konsequenz, dass er auch zum Führer der hessischen Zentrumspartei aufstieg - eine Stellung die er bis in die Nachkriegszeit innehaben sollte.[1]

Von Januar 1919 bis Juni 1920 saß Schmitt als Abgeordneter der Zentrumspartei für den Wahlkreis 34 (Hessen) in der Weimarer Nationalversammlung.

Einzelnachweise

  1. Franz Petri: Rheinische Geschichte, S. 423.

Weblinks


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