Adam Malysz
Adam Małysz Skispringen
Adam Małysz in Engelberg 2006
Nation Polen Polen
Geburtstag 3. Dezember 1977
Geburtsort Wisła
Größe 170 cm
Gewicht 54 kg
Beruf Dachdecker
Karriere
Verein KS Wisła Ustronianka
Trainer Jan Szturc
Nationalkader seit 1994
Debüt im Weltcup 9. Dezember 1994
Pers. Bestweite 225,0 m (Planica 2003)
Status aktiv
Medaillenspiegel
Olympische Medaillen 0 × Gold 1 × Silber 1 × Bronze
WM-Medaillen 4 × Gold 1 × Silber 0 × Bronze
Olympische Ringe Olympische Winterspiele
Silber 2002 Salt Lake City Großschanze
Bronze 2002 Salt Lake City Normalschanze
FIS Nordische Skiweltmeisterschaften
Gold 2001 Lahti Normalschanze
Silber 2001 Lahti Großschanze
Gold 2003 Val di Fiemme Normalschanze
Gold 2003 Val di Fiemme Großschanze
Gold 2007 Sapporo Normalschanze
Platzierungen
 Weltcupsiege 38
 Gesamtweltcup 01. (2000/01, 2001/02,
2002/03, 2006/07)
 Skiflug-Weltcup 02. (2000/01)
 Sprung-Weltcup 08. (1995/96, 1996/97)
 Vierschanzentournee 01. (2000/01)
 Nordic Tournament 01. (2001, 2003, 2007)
 Sommer-Grand-Prix 01. (2001, 2004, 2006)
 Podiumsplatzierungen 1. 2. 3.
 Skispringen 38 19 18
 Skifliegen 6 3 1
 Team 0 1 1
letzte Änderung: 14. April 2009

Adam Małysz [ˈadam ˈmawɨʃ] (* 3. Dezember 1977 in Wisła, Polen) ist ein polnischer Skispringer.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Adam Małysz begann zuerst mit der Nordischen Kombination. Mit 15 Jahren begann Adam Małysz, der eine Lehre als Dachdecker absolvierte, seine internationale Skisprung-Karriere. Nach seinen unerwarteten Erfolgen im Jahr 2001 stieg er in Polen zu einem Volkshelden auf, der Jahr für Jahr besonders bei dem Springen in Zakopane gefeiert wird. Als vierfacher Einzelweltmeister und vierfacher Weltcup-Gesamtsieger ist Małysz der bisher erfolgreichste polnische Wintersportler.

Betreut wird Małysz von seinem österreichischen Manager Edi Federer, der auch Andreas Goldberger und Thomas Morgenstern vermarktet, und seinem ursprünglichen Trainer Apoloniusz Tajner. Seit der Saison 2006/07 werden Małysz und das polnische Team vom finnischen Trainer Hannu Lepistö trainiert. Da Hannu Lepistö aber zwischenzeitlich entlassen wurde, ist er nicht mehr sein Trainer. Der Nachfolger ist Łukasz Kruczek.

Adam Małysz ist im Gegensatz zur weiten Mehrheit seiner Landsleute evangelischen Bekenntnisses. Er ist verheiratet mit Izabela und hat eine Tochter, Karolina.

Erfolge

Adam Małysz war nach anfänglichen Erfolgen 1995 und 1996 lange ein eher durchschnittlicher Skispringer, bis er in der Saison 2000/2001 unerwartet die Vierschanzentournee mit großem Vorsprung gewann. Seitdem gehört er zur internationalen Elite. In der gleichen Saison konnte er außerdem das Nordic Tournament gewinnen und wurde bei der Ski-WM 2001 in Lahti Weltmeister von der Normalschanze. Zudem gewann er den Gesamt-Weltcup.

Den Sieg im Skisprung-Weltcup wiederholte er in den darauffolgenden Jahren 2002 und 2003 und wurde damit als erster Skispringer der Geschichte drei Jahre in Folge konstantester Skispringer. Bei der WM 2003 im italienischen Val di Fiemme gewann er beide Einzelkonkurrenzen.

Es folgten einige wechselhafte Jahre ohne ganz große Erfolge: In der Saison 2003/2004 konnte Małysz kein einziges Weltcupspringen für sich entscheiden. Ein Jahr später erreichte er wieder vier Siege und den vierten Platz der Gesamtwertung. 2005/06 gewann er nur zum Saisonende das Holmenkollen-Springen in Oslo.

2007 kehrte Małysz jedoch in die absolute Weltspitze zurück und sicherte sich bei der Ski-WM 2007 den Weltmeister-Titel auf der Normalschanze in Sapporo. Er deklassierte die Konkurrenz mit 22 Punkten Abstand und ist mit insgesamt vier Titeln Rekord-Einzelweltmeister. In der zweiten Saisonhälfte konnte er neun Weltcupspringen gewinnen, darunter sechs der letzten sieben Wettbewerbe, und wurde damit erneut und zum insgesamt vierten Mal Sieger des Gesamt-Weltcups. Außerdem sicherte er sich den Sieg in der Skiflug-Gesamtwertung und gewann die Nordische Tournee zum dritten Mal.

Sein persönlicher Weitenrekord liegt bei 225,0 Metern. Es ist zugleich der polnische Weitenrekord.

Weitere Erfolge:

Weltcup-Saison-Ergebnisse

Saison Platz Siege Besonderes
1994/1995 51. - -
1995/1996 7. 1 1. Weltcupsieg
1996/1997 10. 2 -
1997/1998 56. - -
1998/1999 46. - -
1999/2000 28. - -
2000/2001 1. 11 1. Gesamtweltcup-Sieg
Sieger der Vierschanzentournee
erstes Mal Sieger der Nordischen Tournee
Weltmeister Lahti - Normalschanze
2001/2002 1. 7 2. Gesamtweltcup-Sieg
Silbermedalie Salt Lake City (Olympische Winterspiele) - Großschanze
Bronzemedalie Salt Lake City (Olympische Winterspiele) - Normalschanze
2002/2003 1. 3 3. Gesamtweltcup-Sieger (als Erster drei Mal in Folge)
Sieger der Nordischen Tournee
Weltmeister Val di Fiemme - beide Einzelkonkurrenzen
2003/2004 12. - -
2004/2005 4. 4 -
2005/2006 9. 1 -
2006/2007 1. 9 4. Gesamtweltcup-Sieg
Sieger der Nordischen Tournee
Weltmeister Sapporo - Normalschanze
Sieger der Skiflug-Gesamtwertung (KOP-Weltcup)
2007/2008 12. -
2008/2009 13. - erster Podiumsplatz (insgesamt drei) nach knapp 2 Jahren

Insgesamt gewann Małysz bisher 38 Weltcupspringen, womit er nach Matti Nykänen (46 Siege) den zweiten Rang in der ewigen Bestenliste einnimmt. Durch seinen vierten Weltcup-Gesamtssieg zog er in dieser ewigen Bestenliste mit dem Führenden Matti Nykänen gleich. Seinen bislang letzten Weltcupsieg erreichte er am 25. März 2007 beim Skifliegen in Planica. Am 4. Februar 2007 absolvierte er in Titisee-Neustadt sein 250. Weltcupspringen.

Sommer-GP

Adam Małysz gewann bis jetzt drei Mal die Gesamtwertung des Sommer-GP. Er gewann insgesamt neun Einzelspringen.

Die Saison-Ergebnisse

Grand-Prix Platz Siege Besonderes
1995 66. - -
1996 6. - -
1997 21. - -
1998 - - kein Start
1999 54. - -
2000 19. - -
2001 1. 1 1. GP-Sieg
1. GP-Gesamtsieg
2002 10. - -
2003 - - kein Start
2004 1. 4 2. GP-Gesamtsieg
2005 42. - nur an 3 Wettbewerben gesprungen
2006 1. 4 3. GP-Gesamtsieg (erster Skispringer in der Geschichte)
2007 2. 1 nur an 6 Wettbewerben gesprungen

Weltcupsiege

Nr. Datum Ort Land
1. 18. März 1996 Oslo Norwegen
2. 18. Januar 1997 Sapporo Japan
3. 26. Januar 1997 Hakuba Japan
4. 4. Januar 2001 Innsbruck Österreich
5. 6. Januar 2001 Bischofshofen Österreich
6. 13. Januar 2001 Harrachov Tschechien
7. 14 Januar 2001 Harrachov Tschechien
8. 27. Januar 2001 Park City Vereinigte Staaten
9. 27. Januar 2001 Sapporo Japan
10. 28. Januar 2001 Sapporo Japan
11. 4. Februar 2001 Willingen Deutschland
12. 7. März 2001 Falun Schweden
13. 9. März 2001 Trondheim Norwegen
14. 11. März 2001 Oslo Norwegen
15. 28. November 2001 Kuopio Finnland
16. 2. Dezember 2001 Titisee-Neustadt Deutschland
17. 9. Dezember 2001 Villach Österreich
18. 16. Dezember 2001 Engelberg Schweiz
19. 21. Dezember 2001 Val di Fiemme Italien
20. 22. Dezember 2001 Val di Fiemme Italien
21. 20. Januar 2002 Zakopane Polen
22. 11. März 2003 Oslo Norwegen
23. 14. März 2003 Lahti Finnland
24. 15. März 2003 Lahti Finnland
25. 13. Dezember 2004 Harrachov Tschechien
26. 6. Januar 2005 Bad Mitterndorf Österreich
27. 29. Januar 2005 Zakopane Polen
28. 30. Januar 2005 Zakopane Polen
29. 12. März 2006 Oslo Norwegen
30. 27. Januar 2007 Oberstdorf Deutschland
31. 3. Februar 2007 Titisee-Neustadt Deutschland
32. 4. Februar 2007 Titisee-Neustadt Deutschland
33. 11. März 2007 Lahti Finnland
34. 13. März 2007 Kuopio Finnland
35. 17. März 2007 Oslo Norwegen
36. 23.März 2007 Planica Slowenien
37. 24.März 2007 Planica Slowenien
38. 25.März 2007 Planica Slowenien

Weltcupplatzierungen

Saison Platz Punkte
1994/95 51 40
1995/96 7 751
1996/97 10 612
1997/98 57 43
1998/99 46 58
1999/00 28 214
2000/01 1 1531
2001/02 1 1475
2002/03 1 1357
2003/04 12 525
2004/05 4 1201
2005/06 9 634
2006/07 1 1453
2007/08 12 632
2008/09 13 549

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