Adam Opel AG Werk Bochum I
Verwaltungsgebäude Werk I, Bochum

Das Adam Opel AG Werk Bochum I zählt neben den Opel-Werken II/III zum Produktionsstandort der Adam Opel AG in Bochum.

Das Werk befindet sich auf dem ehemaligen Betriebsgelände der Schachtanlage I der Zeche Dannenbaum in unmittelbarer Nähe der Stadtautobahn Bochumer Ring am Teilstück Nordhausen-Ring, das Werkstor 4 hat nahezu direkten Anschluss an die Autobahn A44 am Autobahnkreuz Bochum-Witten.

Geschichte

Seit Februar 1959 wurde mit General Motors über die Bedingungen einer Ansiedlung verhandelt wurde, bis die Stadt Bochum am 20. Mai 1960 die Ansiedelung eines Opel-Werkes auf dem Gelände der noch nicht stillgelegten Zeche Dannenbaum bekanntgab – die Stilllegung war allerdings bereits am 10. Dezember 1958 von der Gelsenkirchener Bergwerks-AG beschlossen worden. Das Gelände wurde im selben Jahr durch die Stadt Bochum von der GBAG für rd. 2,2 Mio. DM nebst weiterer Flächen für weitere 3 Mio. DM erworben und mit einem Aufwand von rd. 1 Mio. DM baureif gemacht. Die Stadt übernahm letztendlich sämtliche Abbruchkosten und Regressansprüche wegen eventueller Bergschäden. Im Mai 1960 verkaufte die Stadt Bochum die neu erworbenen Flächen für rd. 1,2 Mio. DM an die Adam Opel AG und übernahm zusätzlich Kosten für infrastrukturelle Erschließungsmaßnahmen (Anschluss an den zu bauenden Opelring, heute Teil des Bochumer Rings, Erwerb des heutigen Kraftwerks Bochum der Zeche Prinz Regent zur Bereitstellung von Energie und Dampf). Beim Bau des Werkes wurden mehr als 2 Millionen Kubikmeter Erde bewegt und 0,5 Millionen Kubikmeter Beton verbaut, bevor das Werk am 10. Oktober 1962 fertiggestellt war und die Produktion des Opel Kadett A im Juli 1963 auf 458.000 Quadratmeter Produktionsfläche anlaufen konnte. Von den 11.600 Arbeitern, die 1964 in den Bochumer Werken arbeiteten, kamen 2564 aus dem Bergbau.[1][2] Über das Gelände für Werk I und die Opel-Werke II/III in Langendreer hinaus erwirbt die Opel AG eine zehnjährige Kaufoption für ein viertes Werk auf dem Gelände der Imprägnieranlage der Zeche Lothringen, dem heutigen Gewerbegebiet Hiltrop/Gerte. Die Schließung der Zeche Mansfeld am 31. März 1963 sowie der Zeche Robert Müser am 31. März 1968 wurde durch die Einrichtung eines Bauwerkssicherheitspfeilers und die damit verbundene Verkleinerung der abbauwürdigen Felder vermutlich noch beschleunigt.[3]

Gegenwart

Das Werk verfügt über eine moderne Karosserielackiererei. Bochum ist ab Sommer 2011 die einzige Produktionsstätte für den Opel Zafira in Europa. Etwa 1200 Fahrzeuge pro Tag können im Dreischichtbetrieb gebaut werden.

In den drei Bochumer Opelwerken sind insgesamt rund 5170 Menschen beschäftigt.[4] Opel will aber 1.200 Arbeitsplätze bis Ende 2011 abbauen.

Einzelnachweise

  1. Anton Zischka: Die Ruhr im Wandel – Ruinenfeld oder Retter von morgen?. Scharioth’sche Buchhandlung, Essen 1966, S. 30f.
  2. Günter Gleising (Hrsg.): „Opel kommt … 25 Jahre Opel AG in Bochum“, Eigenverlag DKP-Kreisvorstand Bochum, Bochum 1987
  3. Gleising S. 13
  4. Opel-Website, Standort Bochum abgerufen am 10. April 2011
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