Adam Schöttl

Adam Schöttl († 13. Februar 1727 in Höhenkirchen) ist auch als der "Jäger-Adam" bekannt und spielte eine nicht unwesentliche Rolle in der Geschichte der Sendlinger Mordweihnacht. Er war Anführer der Gebirgsschützen des oberen Isartals beim Oberländer Bauernaufstand. Nach seiner Begnadigung konnte Schöttl als churfürstlicher Förster in Höhenkirchen tätig werden.

Leben

Adam Schöttl ruht im Turmerdgeschoss der katholischen Pfarrkirche Mariä Geburt in Höhenkirchen. Die Grabplatte ist nicht öffentlich zugänglich Die Gemeinde Höhenkirchen-Siegertsbrunn hat ihm durch eine Straßenbenennung ein ehrendes Gedenken bewahrt. Hierzu wurde ein entsprechender Gemeinderatsbeschluss im Frühjahr 2007 gefasst. Auch die Landeshauptstadt München hat dem Toten eine Straße, die Schöttlstraße in Sendling, gewidmet.

Darstellung

Eine Darstellung Adam Schöttls existiert auf einer Votivtafel. In der Vorhalle der so genannten Heuwinklkapelle bei Iffeldorf befindet sich eine Kopie dieser Tafel mit der Gründungs- und Entstehungslegende. Der Gelöbnistext hat folgenden Wortlaut: "Der gebenedeitisten Junckhfrauen Maria. Auf dem Hey Bichl, hab ich Adam Schöttl ober Jäger zue Mitten Waldt, und Maria, mein Hausfrau, dise Taffl Zue schuldiger danckhsagung hierher machen lassen, so uns durch die selligiste Vorbitt, in Villen gefahren Ist geholfen worden. Anno 1694." Das Ehepaar kniet auf der Votivtafel vor einer ausgehöhlten Eiche, in dem sich das Gnadenbild befindet.


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