Darkwing Duck - Der Schrecken der Bösewichte

Darkwing Duck - Der Schrecken der Bösewichte
Seriendaten
Deutscher Titel: Darkwing Duck − Der Schrecken der Bösewichte
Originaltitel: Darkwing Duck
Produktionsland: USA
Produktionsjahr(e): 1991 – 1992
Episodenlänge: etwa 22 Minuten
Episodenanzahl: 91 in 3 Staffeln
Originalsprache: Englisch
Musik: Philip Giffin, Jeff Marsh
Idee: Tad Stones
Genre: Action, Abenteuer
Erstausstrahlung: 8. September 1991
Synchronisation

Darkwing Duck − Der Schrecken der Bösewichte ist eine von 1991 bis 1992 von der Walt Disney Company produzierte Zeichentrickserie mit der gleichnamigen Hauptfigur. Die Serie ist eine entfernte Fortsetzung zu DuckTales und hat 91 Folgen, welche in Deutschland als erstes von der ARD ausgestrahlt wurden.

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

Darkwing Duck ist ein typischer Superheld, der versucht, seine Heimatstadt vor dem Verbrechen zu schützen. Im Gegensatz zu Superhelden wie Batman oder Spider-Man stellt er sich dabei jedoch häufig eher ungeschickt an. Dies liegt vor allem an seiner enormen Tollpatschigkeit und seinem übersteigerten Ego (so ist er selten bereit, Hilfe anzunehmen). Anders allerdings als Inspector Gadget und ähnliche Zeichentrickhelden, die mehr Karikaturen als Superhelden sind, ist Darkwing letztendlich immer kompetent genug, gegenüber dem Bösen zu triumphieren, auch wenn er dabei dann doch oft auf die Hilfe seiner Freunde angewiesen ist.

Auffallend an seiner Person sind neben dem violetten Outfit seine metapherbeladene Sprechweise sowie die fantasievollen Ankündigungen seiner selbst (z. B. „Ich bin das Kaugummi, das unter deiner Schuhsohle klebt.“ oder „Ich bin die lose Schraube in deinem Verbrechergehirn.“). Auch sein Motto "Zwo, Eins, Risiko!" gibt er mindestens ein mal pro Folge, meist als Auftakt zu einer waghalsigen Aktion, zum Besten. Hilfreich ist außerdem seine Allzweckpistole, die unter anderem auch Kletterseile und Netze verschießen kann. Sie verschießt auch die Rauchpatronen, die Darkwing dazu dienen, sich und seine Verbündeten schnell außer Gefahr zu bringen oder Gegner außer Gefecht zu setzen (was Darkwing häufig mit „Schnupper Gas, Bösewicht!“ ankündigt). Doch auch im waffenlosen Kampf ist Darkwing nicht zu unterschätzen. Dabei verwendet er eine Variation einer Quack Fu genannten Kampfkunst, die er einst im Fernen Osten von seinem alten Mentor Gans Lee erlernt hat. Als Eddie Erpel (im Original Drake Mallard) lebt er ein normales Leben in St. Erpelsburg (St. Canard), und nur seine Adoptivtochter Kiki, sein Pilot Quack und der Nachbarssohn und Freund von Kiki, Alfred Wirrfuß, kennen seine wahre Identität.

Charaktere

Darkwings Team

  • Kiki Erpel (Gosalyn Mallard) ist Darkwings Adoptivtochter. Obwohl sie eigentlich nie mit auf Verbrecherjagd darf, ist die bauernschlaue wie verzogene Göre doch immer helfend dabei. Sie wurde in der Pilotfolge von Darkwing aufgenommen, nachdem ihr Großvater von Torro Bulbas Schergen ermordet wurde.
  • Quack (Launchpad McQuack), der Bruchpilot, kann den Donnerquack fliegen (aber selten heil landen) und ist auch ansonsten der Mann für alles. Die Figur stammt ursprünglich aus der Serie DuckTales. Er ist ein großer Fan von Darkwing Duck und hat den Donnerquack selbst gebaut.
  • Alfred Wirrfuß (Honker Muddlefoot), der schüchterne Nachbarssohn und beste Freund von Kiki, ist hochgradig intelligent und sehr belesen. Er bildet den vernünftigen Gegenpol zur quirligen Kiki.

Die Enten der Gerechtigkeit

  • Dingsbums Duck (Gizmoduck) kommt von Zeit zu Zeit aus Entenhausen nach St. Erpelsburg, um die dortige Polizei und auch Darkwing gegen das Verbrechen zu unterstützen. Er und Darkwing können sich nicht ausstehen und versuchen sich ständig gegenseitig zu übertrumpfen. Sie kennen sich auch im normalen Leben, wissen jedoch von der jeweiligen Geheimidentität des anderen nichts. Er hat wie Quack schon eine Rolle in der Zeichentrickserie DuckTales gehabt. Da 'Darkwing Duck' in Deutschland vor der zweiten Staffel von DuckTales erschien, erhielt er in DuckTales den Namen „Krach-Bumm-Ente“.
  • Morgana Makaber (Morgana Macawber) ist Darkwings große Liebe. Sie hat eine kriminelle Vergangenheit und obwohl dies sowie ihre seltsame Verwandtschaft den Umgang mit ihr nicht gerade einfach gestaltet, überwand sie diese Probleme mit Darkwings Hilfe größtenteils. Trotzdem fiel es ihr gelegentlich schwer Versuchungen zu widerstehen. Sie verfügt über mächtige Zauberkräfte, die im Kampf gegen das Verbrechen allerdings nur selten hilfreich sind, da selten das passiert, was passieren sollte. Ihre zahme Spinne Archibald und ihre zahmen Fledermäuse Schnatter und Flatter unterstützen sie bei jedem Vorhaben.
  • Stegmann (Steggmutt), sein Spitzname ist „Stegi“, ist ein ehemaliger Museumswärter, der vom verrückten Professor Fossil in einen aufrecht gehenden Stegosaurus verwandelt wurde – was seine Kräfte enorm wachsen und sein Gehirn enorm schrumpfen ließ. Seit er von Darkwing aus den Fängen von Professor Fossil errettet wurde, ist er Darkwing treu ergeben – was mangels seiner Intelligenz nicht immer zum Vorteil des Erpels ist.
  • Neptunia ist ein Fischmensch. Durch die Meeresverschmutzung wurde aus dem Fisch ein Mutant, der den Menschen den Kampf angesagt hat. Von Darkwing geläutert, stießen sie und ihr zahmer Tintenfisch zu den „Enten der Gerechtigkeit“ – obwohl sie immer wieder betont, keine Ente zu sein.

Die fürchterlichen Fünf

  • Fiesoduck (Negaduck) ist Darkwings böser Doppelgänger und gleichzeitig Anführer der fürchterlichen Fünf. Er verfügt nicht über Superkräfte, gleicht dieses Manko aber mit rationalerem wie kriminellerem Verhalten mehr als aus.
  • Megavolt beherrscht die Elektrizität und kann Blitze aus seinen Fingerspitzen verschießen. Er war ein Klassenkamerad von Eddie Erpel namens Ottokar Funkenspotz, bevor er sich bei einem Selbstversuch unfreiwilligerweise mit zu viel statischer Elektrizität auflud. Seine Leidenschaft ist das Glühbirnensammeln; er ist besessen von dem Ziel, die Elektrogeräte der Welt aus der Sklaverei zu befreien. Gelegentlich arbeitet er auch mit Quackerjack zusammen und sorgt dabei für ein heilloses Chaos. Da er praktisch ständig unter Strom steht, verträgt er allerdings kein Wasser.

Megavolt wurde durch den Spider-Man-Schurken Electro inspiriert, der ebenfalls einen unter Strom stehenden Körper hatte.

  • Professor Benjamin „Benni“ Buxbaum (Dr. Reginald Bushroot) mutierte bei einem wissenschaftlichem Selbstversuch zum Ente-Pflanze-Hybriden und nutzt nun seine Verbindung mit den Pflanzen aus, um kriminelle Taten zu vollbringen und um langfristig die botanische Weltherrschaft zu errichten (und wohl auch um sich bei der Menschheit für die vor seiner Mutation erlittenen Kränkungen zu rächen). Meist ist er jedoch weniger an Verbrechen, sondern mehr an der Erschaffung eines wahren Freundes interessiert; zur echten Gefahr wird er nur im Beisein der „Fürchterlichen Fünf“. Sein treuer Gefährte ist Hasso, eine sehr bewegliche fleischfressende Pflanze mit sehr caniidem Verhalten.

Buxbaum basiert auf der Batman-Schurkin Poison Ivy, was sich schon durch seine Fähigkeit, Pflanzen zu kontrollieren und mit ihnen zu kommunizieren, auszeichnet.

  • Der Liquidator war einst Vorsitzender einer Mineralwasserfirma namens Knut Flut. Beim Versuch, das Mineralwasser seiner Konkurrenten mit einer speziellen Säure zu vergiften, wurde er ausversehen von Darkwing Duck in selbige gestoßen. Diese Szene ist stark an eine Szene aus dem Spielfilm Batman angelehnt, in der Jack Napier in einen Säurebehälter fällt und zu dem „Joker“ wird. Er wurde in ein Wasserwesen verwandelt (das allerdings immer noch in einem sehr eloquentem Verkäuferjargon redet). Er ist praktisch unbezwingbar, das Wasser und er sind eins – mit allen Stärken und auch Schwächen. Ebenfalls an seiner Seite sind zwei Verkaufsfrauen, die jedoch immer kostümiert in Erscheinung treten.

Der Liquidator ist an den Hydro-Man angelehnt, einen formwandelnden Gegenspieler Spider-Mans.

  • Quackerjack ist ein völlig durchgedrehter Spaßmacher im Hofnarrenkostüm („Zeit zum Spielen“). Einst war er Spielzeugfabrikant, wurde jedoch durch Videospiele, besonders „Wiffle Boy“, aus dem Geschäft gedrängt, was ihn verrückt machte. Er beeindruckt vor allem durch explosives oder anderes gefährliches Spielzeug. Zudem scheint er unter Schizophrenie bzw. Persönlichkeitsspaltung zu leiden, was er durch seine Puppe „Meister Bananengrips“ (Mr. Banana Brain) ausdrückt.

Quackerjack basiert lose auf Batmans Erzfeind Joker, der ebenfalls Spielzeug in gefährliche Waffen umgewandelt hat.

F.O.W.L.

  • Eisenbeiß (Steelbeak) ist der Topagent der „Fiesen Organisation für weltweite Lumpereien“ (F.O.W.L.) und Darkwing zumindest körperlich überlegen. Doch an seiner Arroganz, seiner Eitelkeit und der Tatsache, dass er Darkwing immer wieder unterschätzt, scheitern seine Pläne letztlich immer. Seine Handlanger sind die Dotterköpfe. F.O.W.L. selbst ist eine Organisation, deren Anführer zwar nur als Schatten erkennbar sind, aber der Oberboss sieht fast so aus wie Binky Wirrfuß (Unterschied: Der Schnabel Binkys ist ein Gänseschnabel, der des Oberbosses ein Entenschnabel).

Eisenbeiß ist eine Parodie auf den klassischen James Bond-Bösewicht, der seinen Erzfeind lieber in einer ausweglosen Situation mit meist absurder Todesart zurücklässt, anstatt ihn zu töten, wenn er die Gelegenheit dazu hat. Ebenfalls inspiriert wurde Eisenbeiß durch den Bond-Schurken Jaws (Beißer) aus dem Film „Der Spion, der mich liebte“, der ein Stahlgebiss aufwies, während Eisenbeiß einen Schnabel (er ist ein Hahn) aus Stahl besitzt.

  • Salpetra Schniefschnabel (Ammonia Pine) ist ebenfalls Agentin von F.O.W.L. Die ehemalige Putzfrau, die ein Auge auf Eisenbeiß geworfen hat, leidet an einem Reinlichkeitsfimmel. Schicksal: ihre Schwester (Ample Grime), die ebenfalls für F.O.W.L. arbeitet, ist ein notorischer Schmutzfink, was die gemeinsame Arbeit nicht unbedingt erleichtert.

Andere Schurken

  • Tuskerninni ist ein krimineller Regisseur, der seine Taten immer filmen lässt und von drei stummen Pinguinen – als eine Art Filmcrew – begleitet wird. Sein Name ist eine Anspielung auf den italienischen Regisseur Toscanini, das Tusk weist darauf hin, dass er ein Walross ist.
Tuskerninni ist eine Parodie auf den Pinguin aus Batman.
  • Klatu, Barata und Niktu sind Verbrecher aus dem All und sehen mit Ausnahme ihrer Augen und ihrer mit Saugnäpfen bewehrten Beine genau wie normale Hüte aus. Wer sie aufsetzt gerät in ihre Gedankenkontrolle. Sie reagieren äußerst empfindlich auf Pfeffer. Ihr größter Feind ist Alfred Wirrfuß, der sie zweimal überlisten und ausschalten konnte – weswegen er auf dem Heimatplaneten der Hüte als Held gefeiert wird.
Die Namen der außerirdischen Gehirnparasiten stammen ursprünglich aus dem B-Film Der Tag, an dem die Erde stillstand entnommen, in dem ein Außerirdischer einem Roboter immer wieder den Befehl „Klaatu Barada Nikto“ gibt.
  • Torro Bulba ist ein Mafiaboss, der St. Erpelsburg beherrschen wollte. Er ermordete Kikis Großvater und wollte anschließend Kiki entführen, da er glaubte, dass sie im Besitz eines Codes für eine Superwaffe war. Er ist der erste große Gegner von Darkwing Duck. Obwohl alles danach aussah, dass er bei einer Explosion ums Leben kam konnte er von F.O.W.L. als Cyborg wieder ins Leben gerufen werden, was als Anspielung darauf verstanden werden kann, Schurken in Comics immer wieder auf verrückteste Art und Weise zurück ins Leben zu holen, obwohl sie schon längst tot sind.

Andere Charaktere

  • Familie Wirrfuß sind Darkwings verhasste Nachbarn und stellen eine teilweise kritische Anspielung auf die amerikanische Durchschnittsfamilie dar. Die Familienmitglieder sind Vater Herb, Mutter Binky sowie die Söhne Herb-Junior und Alfred. Während die Eltern von Grund auf naiv aber sympathisch sind (sie merken nie, dass Darkwing sie verachtet), ist Alfred intelligent und Herb-Junior aggressiv.
  • Direktor Julius Ganter ist der Kopf der Anti-Verbrechensorganisation S.H.U.S.H., für die Darkwing als freier Mitarbeiter gelegentlich Aufträge erfüllt.
  • Agent Grizzlikopf ist S.H.U.S.H.-Chefagent und die rechte Hand von Direktor Ganter. Der russische, mürrische Paragraphenreiter verabscheut Darkwings unkonventionelle Verbrechensbekämpfungsmethoden zutiefst.
  • Flitzbogen-Quack ist Kikis Superhelden-Alter Ego, als die sie – sehr zum Leidwesen ihres Adoptivvaters Darkwing – mit Pfeil, Bogen und der Hilfe ihres Assistenten „Rötlicher Pfeil“ (Alfred) Bösewichter zu bekämpfen sucht. Manchmal ist Kiki auch als „Scharlachrote Quackine“ unterwegs.

Sowohl „Flitzbogen-Quack" als auch „Rötlicher Pfeil" sind Anspielungen auf den DC Comics-Helden Green Arrow bzw. dessen Begleiter Red Arrow

Synchronisation

Charakter Sprecher(in) Originalsprecher(in)
Darkwing Duck/Eddie Erpel Gudo Hoegel Jim Cummings
Quack Engelbert von Nordhausen Terry McGovern
Kiki Erpel/Zündelmeier Inez Günther Christine Cavanaugh
Direktor Julius Ganter Niels Clausnitzer Danny Mann
Alfred Wirrfuß Sabine Bohlmann Katie Leigh
Fiesoduck Ekkehardt Belle Jim Cummings
Megavolt Udo Wachtveitl Dan Castellaneta
Buxbaum Horst Sachtleben Tino Insana
Quackerjack Philipp Moog Michael Bell
Liquidator Berno von Cramm Jack Angel
Torro Bulba Donald Arthur Tim Curry
Herb Wirrfuß Michael Rüth Jim Cummings

Veröffentlichung

Die Serie wurde ab dem 8. September 1991 in den USA ausgestrahlt und Serie endet mit einem offenen Cliffhanger. In diesem kehrt Torro Bulba zurück, was in der vierten Staffel aufgeklärt werden sollte, die aber nie produziert wurde. In den USA wurde die Episode 7 der dritten Staffel, Die Hokus-Pokus-Akademie, nie ausgestrahlt. In dieser will Kiki wie Morgana das Zaubern lernen und geht in eine Zauberschule.

Nominierungen

  • 1992 wurde die Serie in der Sparte „beste animierte TV-Serie“ für den „Annie Award“, in der Sparte „herausragende Animationsprogramme“ für den „Daytime Emmy“ und in der Sparte „herausragende neue Animationsserie“ für den „Young Artists Award“ nominiert.

Weblinks


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